Devin Belangers Forever-Synths: Fünf Geräte, die nicht sterben wollen

20. Feber 2026

SPARKY

Devin Belangers Forever-Synths: Fünf Geräte, die nicht sterben wollen

Devin Belanger alias Miles Away hat keine Lust auf Plugin-Geschwafel – hier geht’s um Hardware, die sich einen festen Platz im Studio-Bunker verdient hat. In diesem schnellen Rundown präsentiert Devin die fünf Synths, die er eher mit ins Grab nimmt, als sie zu verkaufen: vom legendären Prophet 10 bis zum dystopischen Gamechanger Motor Synth. Erwartet Überraschungen, eine Prise Synth-Nostalgie und null Geduld für uninspirierte Geräte. Wer glaubt, schon alles über „Forever“-Synths zu wissen, wird hier garantiert überrascht. Ohrstöpsel rein – hier kommen die Maschinen, die den Gear-Purge überlebt haben.

Die Forever Five: Synths, die den Cut überlebt haben

Devin Belanger startet mit einem Geständnis: Nach Jahren in der VST-Welt ist er jetzt voll im Hardware-Graben angekommen. Er hat einen Haufen Synths durchprobiert, aber nur eine Handvoll verdienen den Titel „Forever“ – die Sorte, die man ihm aus den kalten, toten Händen reißen müsste. Für Devin zählen nicht Features oder das neueste Firmware-Update. Es geht um Charakter, Inspiration und diesen Funken, den man nicht faken kann.

VSTs? Die werden eh alle paar Jahre überholt. Devins Forever-Synths liefern immer ab, egal wie viele neue Plugins auftauchen. Die Liste ist ein Mix aus offensichtlichen und unerwarteten Kandidaten – und wer hier nur auf Specs schaut, hat das Thema verfehlt. Es geht um Maschinen, die dich zum Tracks schreiben bringen, nicht nur zum Menü-Durchklicken. Los geht’s mit einem Klassiker, aber es warten noch echte Überraschungen.

there's only a few synths that I truly mean it when I say I will take to my grave and you will have to pry them out of my cold dead hands.

© Screenshot/Zitat: Devinbelangermusic (YouTube)

Prophet 10: Der Taktile König

if you've played one, it immediately just feels right, it feels like home.

© Screenshot/Zitat: Devinbelangermusic (YouTube)

Der Sequential Prophet 10 war für Devin keine Liebe auf den ersten Blick. Er hatte schon den Prophet 6 und sah keinen Sinn in einem Mono-Output-Gerät ohne Effekte zum Premiumpreis. Aber nach fünf Minuten war er süchtig – das Teil fühlt sich einfach richtig an. Aus einem kurzen Test wurde eine lebenslange Obsession.

Was den Prophet 10 besonders macht, ist nicht nur der Sound (die Oszillatoren sind pures Gold), sondern das Gefühl, Inspiration direkt unter den Fingern zu haben. Layout, Regler, die pure Haptik – er ist das Urbild aller späteren Polysynths. Für Devin ist das Ding „Zuhause“ – und er gibt’s nicht mehr her. Wer wissen will, wie sich ein echter Klassiker anfühlt, ist hier richtig. Aber den vollen Prophet-Vibe gibt’s nur im Video.

Gamechanger Motor Synth: Sonic Mayhem auf Rädern

Als Nächstes kommt der Gamechanger Motor Synth – so schräg, dass alles andere daneben wie ein Toaster wirkt. Devin nutzt ihn nicht täglich, aber wenn, dann gibt’s keinen Ersatz. Emulationen? Fehlanzeige – das ist eine der letzten Hardware-Grenzen, mit einem Sound zwischen Tonewheel-Orgel und dystopischem Fiebertraum.

Acht bürstenlose Motoren, optische Discs und ein Vibe zwischen Industrial und Experimentell – dieser Synth ist eine Straßenwaffe für Mutige. Wer auf harte, abgefahrene Sounds steht, ist hier richtig. Für Devin ist das Teil unersetzlich, und falls ihr einen im Sale findet: Zuschlagen! Aber erwartet keinen Pop-Charme – das Biest ist für Leute, die klanglich alles zerlegen wollen.

For the Gamechanger Audio Motor Synth, nothing can get you there, nothing else sounds like it.

© Screenshot/Zitat: Devinbelangermusic (YouTube)

Erica Synths Perkons: Sledgehammer-Groovebox

nothing else can even come close when it comes to creating that massive, larger than life, nine inch nails going through a broken amplifier…

© Screenshot/Zitat: Devinbelangermusic (YouTube)

Der Erica Synths Perkons ist Devins Joker – eigentlich kein Drum-Machine-Typ, aber dieses Teil hat ihn gepackt. Es geht nicht um Vielseitigkeit, sondern um Charakter, Punch und glückliche Unfälle. Der Perkons ist der Vorschlaghammer unter den Buttermessern, hämmert sich in Devins Tracks, Alben und Werbejingles.

Klar, für sanfte Beats ist das Overkill. Aber für massive, überlebensgroße Drums gibt’s nichts Vergleichbares. Devin liebt es, darauf zu jammen, wilde Fills aufzunehmen und daraus Loops zu bauen. Der Perkons ist eine Happy-Accident-Maschine – deshalb steht er auf der Forever-Liste. Wer es brav will, sucht woanders – hier regiert das Chaos.

Moog Matriarch: Die Rückkehr der Verstoßenen

Den Abschluss macht der Moog Matriarch – ein Synth, den Devin erst gekauft, dann verkauft und schließlich wieder zurückgeholt hat. Anfangs passte er nicht in den Workflow, aber nach einem Jahr ohne das Teil wurde klar, was fehlte. Jetzt gibt er ihn nie wieder her. Der Matriarch ist ein Patchwork aus Moog-Historie: Modular-DNA, wilde Delays, Dual-Filter und ein polarisierendes Design.

Das ist kein typischer Moog – und genau das ist der Punkt. Der Matriarch bringt Devin dazu, über Synthese anders nachzudenken, und darum bleibt er. Selbst wenn noch andere Moogs ins Studio kommen: Dieses Teil bleibt. Wie die Eigenheiten klingen? Das muss man im Video erleben – manches lässt sich nicht in Worte fassen.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/devin-belangers-forever-synths-five-keepers-that-refuse-to-die/
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