Das Firmware-Update 1.5 für Arturias AstroLab ist mehr als nur ein kleines Facelift – es ist eine durchdachte Erweiterung, die sich an ernsthafte Bühnen- und Studiomusiker richtet, die nach Workflow-Verbesserungen und tieferer Integration suchen. Im offiziellen Arturia-Video führt Kari Aryeh durch neue kreative Locks für Arpeggiator und Chord/Scale, optimierte MIDI-Program-Change-Unterstützung und ein deutlich verbessertes Playlist-Transfer-System mit Analog Lab. Hinzu kommt eine neue Auswahl an Instrumenten-Engines, die von klassischen Analogsounds bis zu cineastischen Hybriden reicht – das digitale Herz des AstroLab erhält damit einen kräftigen Schub. Wir analysieren, was tatsächlich neu ist, wie es demonstriert wird und welche Rolle das AstroLab im modernen Performance-Rig einnehmen könnte.

AstroLab 1.5: Mehr kreative Kontrolle auf der Bühne
Arturia präsentiert das kostenlose Firmware-Update AstroLab 1.5 als wichtigen Schritt für Performer, die von ihrem Stage-Keyboard Flexibilität und Zuverlässigkeit erwarten. Schon die ersten Szenen des Videos machen klar: Dieses Update zielt darauf ab, Nutzer:innen mit mehr kreativer Kontrolle, besserer Integration von externer Hardware und einem reibungsloseren Workflow zwischen AstroLab und Arturias Analog Lab auszustatten. Im Fokus stehen echte Performance-Bedürfnisse – nicht nur Studio-Experimente.
Die Präsentation von Arturia ist direkt und anwendungsorientiert: Die praktischen Vorteile stehen im Vordergrund, nicht das reine Aufzählen von Features. Im Video werden neue Instrumenten-Engines, MIDI-Program-Change-Support, nahtlose Playlist-Transfers und performance-orientierte Locks für Arpeggiator und Chord/Scale angekündigt. Damit positioniert sich das AstroLab als flexibles Zentrum für DAWless- und Hybrid-Setups – mit einem Workflow, der den Anforderungen moderner Keyboarder:innen gerecht werden will.

"Astrolab 1.5 is all about giving you more creative control, better integration with external gear, and a streamlined workflow between Analog Lab and your stage keyboard."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
Groove festhalten: Arpeggiator- und Chord/Scale-Locks

"With Arp Lock enabled, all your Arp settings like direction, octave range, time division stay locked even when you change presets."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
Ein zentrales Feature von AstroLab 1.5 ist die Möglichkeit, Arpeggiator-Einstellungen über Preset-Wechsel hinweg zu sperren – eine scheinbar kleine Änderung mit großem Einfluss auf die Live-Konsistenz. Im Video wird gezeigt, wie man per langem Druck auf die Arp-Taste das neue Arp Lock im Menü aktiviert, sodass Parameter wie Richtung, Oktavumfang und Teilung beim Durchstöbern von Sounds erhalten bleiben. So bleiben rhythmische Muster und Grooves auch beim Soundwechsel intakt.
Chord und Scale Lock funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Durch langes Drücken der Chord-Taste lässt sich einstellen, dass eigene Akkorde, Grundtöne und Skalentypen beim Preset-Wechsel erhalten bleiben. Die Kombination dieser Locks sorgt dafür, dass komplexe Performance-Setups – etwa Layer aus Arps und Harmonien – beim Soundwechsel nicht auseinanderfallen. Für Keyboarder:innen, die auf ausgefeilte Setups setzen, ist das ein klarer Workflow-Gewinn, auch wenn das Video eher die Bedienung als die Tiefe der Menüs beleuchtet.
MIDI Program Change: Externe Geräte synchronisieren
AstroLab 1.5 unterstützt jetzt das Senden von MIDI-Program-Change-Nachrichten bei jedem Preset-Wechsel – auch innerhalb von Playlists. Im Video wird demonstriert, wie man durch gleichzeitiges Drücken von Shift und Split ins MIDI- und Split-Menü gelangt, um dort Bank, Sub-Bank und Program-Nummer für jeden Part zuzuweisen. Diese Werte werden über den jeweiligen MIDI-Out-Kanal verschickt, sodass sich externe Synths, Module oder sogar Lichtsysteme synchronisieren lassen.
Jeder Parameter kann dabei auch auf ‚off‘ gesetzt werden, was eine sehr feine Steuerung ermöglicht. Gerade für komplexe Bühnen-Setups, bei denen nicht jedes Gerät auf jeden Wechsel reagieren soll, ist das ein Pluspunkt. Das Video zeigt die Einrichtung klar und verständlich, geht aber nicht auf Latenzen, Kompatibilitätsfragen oder das Verhalten bei Multi-Part-Arrangements ein – Aspekte, die im Praxiseinsatz noch zu prüfen wären.

"These values will be sent via the parts MIDI output channel each time you load a new sound."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
Playlist-Transfer: Analog Lab und AstroLab endlich synchron

"The playlist appears in your Astrolab ready to play live."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
Das Management von Setlists wird mit dem nahtlosen Playlist-Transfer zwischen Analog Lab und AstroLab deutlich effizienter. Im Video werden drei Methoden gezeigt: Rechtsklick auf eine Playlist, Nutzung des Drei-Punkte-Menüs oder einfaches Drag-and-Drop zwischen Software- und Hardware-Bereich. Damit lassen sich Setlists unkompliziert erstellen, sichern und bearbeiten – egal ob fürs nächste Konzert oder die Remote-Zusammenarbeit.
Auch der Transfer von AstroLab zurück zu Analog Lab ist unkompliziert möglich, etwa für das Offline-Editieren oder das Teilen mit anderen AstroLab-Usern. Die Benutzeroberfläche gibt dabei klares visuelles Feedback, wo die Liste abgelegt wird – das minimiert Fehler im Workflow. Wie das System mit sehr großen oder komplexen Playlists umgeht oder ob es Einschränkungen bei Custom-Mappings gibt, bleibt im Video allerdings offen – für Power-User ein möglicher Recherchepunkt.
Neue Engines: Analog-Klassiker und cineastische Hybride erweitern das Klangspektrum
AstroLab 1.5 erweitert die Instrumentenbibliothek spürbar – mit klassischen Analog-Emulationen und modernen, cineastischen Texturen. Neu dabei: MiniBrute V, die virtuelle Variante von Arturias eigenem Analogsynth, dazu Synthex für satte Vintage-Flächen und SEM V3 für cremige Filterfahrten. Auch der JP-8000 V ist jetzt an Bord und bringt die berühmten Supersaw-Leads und Trance-Sounds ins AstroLab.
Auf der cineastischen Seite liefert Augmented Yangtze traditionelle chinesische Klangfarben in einer morphenden Hybrid-Engine, während Augmented Mallets gestimmte Percussion mit Layer-Effekten kombiniert. Alle bisherigen Augmented-Instrumente wurden zudem in Version 2 überarbeitet und erweitert – das expressive Spektrum wächst weiter. Im Video gibt es zu jedem Engine kurze Klangbeispiele, die einen Eindruck vom Charakter vermitteln, aber keine tiefgehende Sounddesign-Demo ersetzen.
Mit diesen Ergänzungen wird das AstroLab noch vielseitiger: Heritage-Analog, moderne Synthese und ausdrucksstarke Akustik-Klänge verschmelzen in einer Hardware-Plattform. Das Update richtet sich klar an Live-Performer:innen ebenso wie an Komponist:innen auf der Suche nach cineastischer Inspiration – wie tief sich die Engines editieren und in Custom-Workflows einbinden lassen, bleibt allerdings über das Video hinaus zu entdecken.
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