In diesem Einblick auf dem offiziellen Arturia-Kanal lädt uns der niederländische Cellist und Modular-Entdecker Maarten Vos in sein Berliner Studio ein und zeigt, wie der KeyStep 37 mk2 zum taktilen Herzstück eines hybriden Setups wird. Das Video führt durch die Integration des Controllers mit Eurorack, Buchla und Outboard-Equipment und hebt seine Rolle als Nervenzentrum für MIDI- und CV-Workflows hervor. Vos demonstriert Patch-Techniken, das Schichten von Oszillatoren und die Verbindung seiner klassischen Cello-Wurzeln mit modularer Synthese – stets mit Betonung auf die Bedeutung physischer Interaktion. Wer wissen will, wie ein kompakter Controller ein weit verzweigtes Modular-Rig orchestrieren kann, bekommt hier einen aufschlussreichen Einblick in kreative Einschränkungen und performative Praxis.

27. März 2026
MILES
Arturia KeyStep 37 mk2: Modulares Kommandozentrum und taktile Kontrolle bei Maarten Vos
KeyStep 37 mk2: Das neue Nervenzentrum für Modularisten
Der Arturia KeyStep 37 mk2 steht im Mittelpunkt von Maarten Vos’ Studio und wird als kompakter, aber leistungsstarker Controller präsentiert, der die Lücke zwischen Vintage-Synths, Modularsystemen und akustischen Instrumenten schließt. Vos hebt hervor, wie sich das Gerät nahtlos in sein Hardware-Ökosystem einfügt – neben Buchla- und Eurorack-Modulen sowie seinem klassischen Cello. Das Design des KeyStep lädt zum Anfassen ein und macht ihn zu mehr als nur einer MIDI-Tastatur – er wird zum taktilen Zentrum für kreative Erkundungen.
Das Video unterstreicht die Vielseitigkeit des KeyStep, den Vos als inspirierend und anpassungsfähig für verschiedenste Instrumente beschreibt. Ob er nun einen PolyBrute 12 steuert oder Outboard-Gear integriert: Der KeyStep 37 mk2 wird als zentrales Element für Studio-Experimente und Live-Performances positioniert. Seine Rolle beschränkt sich nicht auf das Auslösen von Noten; er wird zur Schnittstelle, über die komplexe Modular-Patches und ausdrucksstarke Performances geformt werden.

"The KeyStep 37 is very versatile. It actually works with any piece of gear in the studio."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
Doppelte Kontrolle: MIDI und CV im perfekten Zusammenspiel

"You can even send MIDI and CV at the same time and have basically your whole studio controlled by this small keyboard."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
Eine der herausragenden Eigenschaften des KeyStep 37 mk2, wie Vos demonstriert, ist die Fähigkeit, gleichzeitig MIDI- und CV-Signale zu senden. Diese Dualität ermöglicht komplexe Routings, sodass der Controller sowohl digitale als auch analoge Welten auf einmal steuern kann. Vos berichtet, wie er per MIDI CC einen Filter an einem anderen Arturia-Synth steuerte und gleichzeitig Backing-Tracks in Ableton verwaltete – alles über dasselbe kompakte Keyboard.
Die gleichzeitige Ausgabe von MIDI und CV macht den KeyStep zum Gehirn eines hybriden Studios, das Modular-Synths, DAWs und Hardware-Instrumente im Einklang dirigieren kann. Für Modular-Fans eröffnen sich damit Möglichkeiten, Sequenzen zu synchronisieren, Parameter zu modulieren und Klangschichten zu stapeln – ohne mehrere Controller oder umständliche Setups.
Patchwork-Klanglandschaften: Oszillatoren, Hüllkurven und Effekte
Vos taucht ins Patchen ein und nutzt den KeyStep, um eine Sequenz zu steuern, die über den Pitch-Ausgang zwei Oszillatoren und über den Gate-Ausgang zwei Hüllkurvengeneratoren ansteuert. Der Sync-Ausgang wird an ein Buchla-System geschickt, damit alles im Takt bleibt. Dieses Patch bildet das Rückgrat für eine dichte, sich entwickelnde Klanglandschaft, die durch Delays und Effekte an Tiefe gewinnt.
Die Demonstration wechselt zwischen Arpeggiator- und Sequencer-Modus und zeigt, wie aus einem einzelnen Ton komplexe Texturen entstehen können. Modulationen von Filtern und Oszillator-Intervallen werden direkt vom KeyStep aus vorgenommen, mit manuellen Eingriffen für Bewegung und Variation. Das Ergebnis ist eine modulare Performance, die sowohl strukturiert als auch spontan wirkt – mit dem Controller als Dirigent eines vielseitigen Modul-Ensembles.
Workflow-Alchemie: Klassische Wurzeln treffen modulare Mutation
Vos gibt Einblick in seinen kreativen Prozess und verrät, dass sein Workflow ständig im Wandel ist. Manchmal beginnt er mit einem klaren Konzept oder einer Erzählung, die er in Klang übersetzt; ein anderes Mal inspiriert ihn ein einzelnes Instrument oder ein neues Gerät. Das Video fängt diesen Entdeckergeist ein, während Vos mit Sequenzen, Arpeggios und Effekten experimentiert – stets auf der Suche nach dem magischen Moment im Studio.
Ein zentraler Aspekt seines Ansatzes ist das Setzen kreativer Grenzen. Vos betont, wie wichtig es ist, nicht zu schnell zwischen Ideen zu springen, sondern mehrere Varianten einer Melodie oder eines Patches zu entwickeln. So kann er Klänge immer wieder aufgreifen und verfeinern und die einzigartigen Texturen bewahren, die aus modularer Improvisation entstehen. Der Workflow ist iterativ, verbindet Planung mit spontaner Entdeckung.
Entscheidend ist, dass Vos’ Hintergrund als klassischer Cellist seine modulare Praxis prägt. Er versucht, das Cello wie einen Synthesizer und den Synthesizer wie ein Cello zu spielen – immer auf der Suche nach einer flüssigen, ausdrucksstarken Verbindung zum Instrument. Diese Kreuzung der Techniken führt zu musikalischen Erzählungen, die sowohl strukturiert als auch offen sind – verwurzelt in physischer Performance und elektronischem Experiment.
Taktile Verbindung: Wenn der Controller zum Instrument wird
Im Schlussteil des Videos wird die Bedeutung von Körperlichkeit in Vos’ Setup betont. Für ihn muss sich ein Controller wie eine Verlängerung des eigenen Körpers anfühlen – als Kanal für musikalische Intention, nicht bloß als Werkzeug zum Parameterdrehen. Er hebt die Bedeutung des „muscle memory“ hervor, bei dem die Vertrautheit mit dem Instrument ein instinktives, ausdrucksstarkes Spiel ermöglicht.
Vos stellt diesen taktilen Ansatz dem distanzierten Arbeiten mit der Maus gegenüber und betont, dass seine Herkunft als Performer eine haptische Schnittstelle verlangt. Der KeyStep 37 mk2 ist in diesem Kontext mehr als ein MIDI-Controller: Er ist die Brücke zwischen menschlicher Geste und elektronischem Klang und unterstützt einen Workflow, in dem Berührung, Timing und Musikalität untrennbar verbunden sind.

"I want to get to that point also with physical memory that it feels like you breathe the instrument or you kind of have it as an extension of your body."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
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