Arturia PolyBrute 12: Morphende Analog-Power trifft FullTouch-Expression

15. Mai 2024

MILES

Arturia PolyBrute 12: Morphende Analog-Power trifft FullTouch-Expression

Mit dem PolyBrute 12 bringt Arturia einen Analogsynthesizer auf den Markt, der mit 12 Stimmen und der neuen FullTouch-MPE-Tastatur ein bislang unerreichtes Maß an Ausdruck verspricht. Im offiziellen Überblicksvideo führt Arturia durch die dualen Brute-Oszillatoren, die tiefe Modulationsmatrix und die Morphing-Soundengine, mit der sich zwei völlig unterschiedliche Klänge in Echtzeit verschmelzen lassen. Das Herzstück ist jedoch die polyphone Aftertouch-Tastatur, die für jede Note eine nuancierte Kontrolle und dynamisches Spiel ermöglicht. Egal ob klassische Analogsounds oder komplex modulierte Texturen: Der PolyBrute 12 will das Zentrum für experimentierfreudige Sounddesigner und Performer sein.

Eine neue Generation Ausdruck: PolyBrute 12 ist da

Arturia stellt den PolyBrute 12 als morphenden Analogsynthesizer vor, der die Grenzen der Ausdrucksfähigkeit bei Hardware-Synths neu auslotet. Aufbauend auf dem Fundament des PolyBrute 6 verdoppelt das neue Flaggschiff die Polyphonie auf 12 Stimmen und integriert die innovative FullTouch-MPE-Tastatur, um ein noch immersiveres und dynamischeres Spielerlebnis zu bieten. Im Video wird herausgestellt, wie diese Verbesserungen neue Möglichkeiten für komplexe Akkordfolgen und vielschichtige Texturen eröffnen, ohne den charakteristischen Brute-Sound zu verlieren.

Die erweiterte Stimmenanzahl und die ausdrucksstarken Bedienelemente des PolyBrute 12 werden als großer Sprung für Musiker präsentiert, die sowohl Tiefe als auch Direktheit in der analogen Synthese suchen. Arturias Ansatz ist es, bewährte analoge Schaltungen mit modernster Tastaturtechnologie zu verbinden – das Ergebnis ist ein Instrument, das ebenso sehr auf haptische Interaktion wie auf klangliche Kraft setzt. Das Überblicksvideo verspricht einen Synth, der sowohl detaillierte Programmierung als auch spontanes Spiel belohnt, wobei das FullTouch-System im Mittelpunkt dieser Entwicklung steht.

Ermöglicht es, bis zu 12 Noten gleichzeitig auf die ausdrucksstärkste Weise zu spielen.

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

Oszillatoren, Filter und Modmatrix: Den Brute-Sound formen

Im Herzen des PolyBrute 12 arbeiten zwei analoge spannungsgesteuerte Oszillatoren, die jeweils Sägezahn-, Dreieck- und Rechteckwellen mit eigenen Reglern für Wellenformauswahl und Mischung bieten. Klassische Brute-Features wie Pulsbreitenmodulation und der charakteristische Metalizer-Dreieck-Shaper auf VCO1 sind ebenso an Bord wie Oszillator-Sync und Frequenzmodulation für tiefere Klangexperimente. VCO2 ergänzt einen Sinus-Suboszillator und ermöglicht Frequenzmodulation zwischen den Oszillatoren, während beide Oszillatoren einen Rauschgenerator mit einstellbarer Klangfarbe für zusätzliche harmonische Gestaltung bieten.

Die Filtersektion und die Hüllkurven entsprechen denen des PolyBrute 6 und sorgen für Kontinuität bei Nutzern des bisherigen Flaggschiffs. Die Modulationsmatrix ist ein Highlight: Sie fungiert als virtuelles Patchfeld, mit dem nahezu jeder Parameter auf eine Vielzahl von Modulationsquellen geroutet werden kann. Mit einem 12×8-Raster und vier zuweisbaren Bänken lassen sich bis zu 64 Verbindungen innerhalb von 32 Routen einrichten – das ergibt eine flexible und leistungsstarke Modulationsumgebung.

Arturia demonstriert, wie diese Features zusammen komplexes Sounddesign ermöglichen. Besonders die Modmatrix sticht als Werkzeug für sich entwickelnde Texturen und detailreiche Modulationen hervor, bis hin zur Steuerung des Effektbereichs. Diese Tiefe an Routing und Kontrolle macht den PolyBrute 12 zu einem echten Sounddesigner-Instrument.


FullTouch-MPE-Tastatur: Polyphoner Aftertouch in Aktion

Jede Taste hat ihren eigenen Drucksensor, was Ausdruck auf jeder Note ermöglicht.

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

Die FullTouch-MPE-Tastatur ist die zentrale Innovation des PolyBrute 12 und bietet polyphonen Aftertouch, der weit über klassische monophone Ansätze hinausgeht. Jede Taste ist mit einem eigenen Drucksensor ausgestattet, sodass jede Note unabhängig moduliert werden kann – ein echter Quantensprung für ausdrucksstarkes Spiel. Im Video wird erklärt, wie die Aftertouch-Taste zwischen drei Modi wechselt: Mono (klassischer monophoner Aftertouch), Poly (echter polyphoner Aftertouch über die Modmatrix) und einen alternativen Modus, der die FullTouch-MPE-Algorithmen freischaltet.

Im alternativen Modus können Spieler zwischen FullTouch Envelope, FullTouch und FullTouch+Z wählen. Diese Algorithmen erlauben eine nuancierte Steuerung von Lautstärke- und Filterhüllkurven, wobei die Tastatur auf Anschlag und Druck jedes Fingers reagiert. Besonders bemerkenswert: Die Noten werden sofort beim Berühren ausgelöst, was subtile und intime Spieltechniken ermöglicht, die mit Standardtastaturen nicht möglich sind.

Arturia zeigt, wie diese Aftertouch-Modi Lautstärke und Klangfarbe in Echtzeit formen können und der PolyBrute 12 so besonders sensibel auf die Dynamik des Spielers reagiert. Im FullTouch Envelope-Modus etwa wird der Druck sowohl auf die VCA- als auch auf die VCF-Hüllkurve geroutet, während FullTouch+Z das Aftertouch-Signal für noch feinere Modulationen aufteilt. Dieses Maß an Kontrolle macht den PolyBrute 12 zu einer ernsthaften Option für alle, die maximale Ausdrucksfähigkeit im Analogsynth suchen.

Morphende Presets: Klangwelten verschmelzen

Die Morphing-Engine des PolyBrute 12 erlaubt es, nahtlos zwischen zwei völlig unterschiedlichen Sounds – A und B – innerhalb eines Presets zu überblenden. Jeder Sound verfügt über eigene Parameter für Filter, Hüllkurven und LFOs, und mit dem Morph-Regler kann man das Klangspektrum zwischen beiden in Echtzeit durchfahren. Dieses Feature, exklusiv in der PolyBrute-Serie, ist für dynamisches Sounddesign und flexible Live-Performance gedacht.

Das Morphing wird durch den Morphe-Controller noch erweitert, der mehrdimensionale Überblendungen entlang Level- und Pitch-Achse ermöglicht. Beim Drehen des Morph-Reglers oder Bewegen des Morphe verschieben sich die Parameter allmählich von einem Zustand in den anderen, was für sich entwickelnde Texturen und komplexe Übergänge sorgt. Arturias Ansatz macht tiefes Sounddesign performativ und direkt abrufbar – jede Morphing-Position wird pro Preset gespeichert und ist sofort verfügbar.

Dieses Feature erlaubt es, verschiedene Parameterwerte für Zustand A und B zu setzen und dann mit Morph-Regler und Morphe endlos zwischen…

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

Sequencer, Arpeggiator und Effekte: Das Kreativarsenal

Die Onboard-Effektsektion des PolyBrute 12 bietet üppige digitale Effekte wie Delay, Reverb, Phaser, Chorus und Flanger.

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

Der PolyBrute 12 rundet sein Feature-Set mit einem intuitiven polyphonen Sequencer, einem vielseitigen Arpeggiator und einer Suite digitaler Effekte ab. Der Sequencer unterstützt sowohl Echtzeit- als auch Step-Recording mit bis zu 64 Schritten für komplexe Patterns. Arturia zeigt, wie sich Sequenzen loopen und mit Tempo- und Gate-Parametern anpassen lassen, während der Matrix-Arpeggiator Sequencing und Arpeggiation für fortgeschrittene Pattern-Kreation kombiniert.

Auf der Effektseite bietet der PolyBrute 12 digitale Delays, Reverb, Phaser, Chorus, Flanger und mehrere Distortion-Algorithmen für Sättigung und Färbung. Die Effekte können über eigene Parameter feinjustiert werden und bieten viel Spielraum für die finale Klanggestaltung. Die Kombination aus Sequencing, Arpeggiator und Onboard-Effekten macht den PolyBrute 12 zu einer autarken Klangzentrale für Studio und Bühne – bereit für neue Workflows und klangliche Abenteuer.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/arturia-polybrute-12-morphing-analog-power-meets-fulltouch-expression/
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