Intellijels Atlantix-Modul vereint Hüllkurvengenerator und spannungsgesteuerten Verstärker in einer clever integrierten Eurorack-Sektion. Im offiziellen Walkthrough zeigt das Intellijel-Team, wie Envelope und VCA normalisiert für sofortiges Patchen bereitstehen, aber dennoch flexibel genug bleiben für kreative Umleitungen und externe Quellen. Die Präsentation ist praxisnah und patchorientiert: Geschwindigkeitsschalter, Drive-Modi und Modulationsmöglichkeiten werden mit der typischen Intellijel-Klarheit demonstriert. Wer effiziente Klangformung ohne Verzicht auf Modular-Freiheit sucht, sollte sich dieses Video nicht entgehen lassen.

5. Juli 2024
MILES
Intellijel Atlantix: Envelope & VCA Sektion – Patchbare Klangformung für Modular-Fans
Envelope und VCA: Modular-Duo auf einem Panel
Atlantix nimmt das klassische Gespann aus Hüllkurve und spannungsgesteuertem Verstärker und verschmilzt sie zu einer einzigen, eng verzahnten Sektion. Diese Designentscheidung spiegelt die Realität vieler Synth-Patches wider: Envelope und VCA sind selten voneinander getrennt, ihr Zusammenspiel prägt Dynamik und Klangcharakter. Durch die Kombination dieser beiden Bausteine will Intellijel den Patch-Prozess vereinfachen und ermöglicht es, Dynamik und Timbre ohne Kabelsalat zu formen.
Bemerkenswert ist dabei die Balance zwischen Direktheit und Flexibilität. Die Hüllkurve ist fest mit dem VCA verdrahtet, liefert also sofort Ergebnisse, doch die Architektur lädt trotzdem zu kreativen Umleitungen ein. So lassen sich klassische Synth-Stimmen direkt erzeugen oder Envelope und VCA unabhängig patchen. Das Resultat ist ein Modul, das sich sowohl in minimalistischen Setups als auch in ausufernden Modular-Racks wohlfühlt.

"Atlantix kombiniert Envelope und spannungsgesteuerten Verstärker in einem Panelabschnitt, da diese beiden Bausteine oft eng miteinander verbunden sind."
("Atlantix combines its envelope and voltage controlled amplifier into one section of the panel, as these two building blocks are often closely linked.")© Screenshot/Zitat: Intellijel (YouTube)
ADSR-Schieberegler und drei Geschwindigkeiten: Präzise Formen

"Es gibt drei Geschwindigkeitsbereiche für die Hüllkurve – schnell, mittel und langsam."
("There are three speed ranges for the envelope - fast, medium and slow.")© Screenshot/Zitat: Intellijel (YouTube)
Die Envelope-Sektion bietet die vertrauten Attack-, Decay-, Sustain- und Release-Schieberegler für direkten Zugriff auf Kontur und Ansprache. Diese Regler sind nicht nur Zierde: Ihr haptisches Feedback lädt zum Echtzeit-Tweaken ein, wodurch sich knackige Percussion-Sounds ebenso leicht einstellen lassen wie langsam anschwellende Flächen. Da die Hüllkurve direkt mit dem VCA verbunden ist, sind Änderungen sofort hörbar – ein klarer Pluspunkt für performative Anwendungen.
Besonders wichtig: Atlantix bietet drei verschiedene Geschwindigkeitsbereiche – schnell, mittel und langsam – die per Schalter gewählt werden. Dabei geht es nicht nur um Tempo, sondern um die maximale Zeit für jede Envelope-Phase. Ob blitzschnelle Transienten oder schleichende Filterfahrten, das Modul deckt ein breites Modulationsspektrum ab. Im Video wird gezeigt, wie sich die Bereiche auf das Verhalten der Hüllkurve auswirken und so die Vielseitigkeit des Moduls unterstreichen.
Normalisierte Verbindungen und Patch-Ausgänge: Modulation ohne Grenzen
Intellijel hat die Hüllkurve nicht nur mit dem VCA, sondern auch mit wichtigen Modulationszielen wie FM-Index, PWM und Filtersektion verdrahtet. So lassen sich mehrere Parameter direkt modulieren, ganz ohne Patchkabel. Wer lieber eigene Signalwege legt, nutzt den dedizierten Envelope-Ausgang und kann die Hüllkurve überall im System einsetzen.
Ein zusätzlicher invertierter Ausgang liefert negative Steuerspannung – praktisch für invertierte Modulation oder komplexere Dynamikverläufe. Diese Mischung aus normalisiertem Komfort und patchbarer Freiheit ist typisch für Intellijels Designphilosophie. Das Video macht deutlich: Atlantix steht für kreative Möglichkeiten genauso wie für effizienten Workflow.

"Neben der Verbindung zum VCA ist die Hüllkurve auch normalisiert auf den FM-Index-Modulator, FM2, PWM und die VCF-Sektion."
("As well as the envelope's linked to the VCA, it's also normal to the FM index modulator, FM2, PWM and the VCF section.")© Screenshot/Zitat: Intellijel (YouTube)
Envelope oder Gate: VCA-Steuerung nach Wunsch
Zwar moduliert die Hüllkurve standardmäßig den VCA, doch Atlantix erlaubt es, per Schalter die VCA-Lautstärke direkt vom Gate-Signal steuern zu lassen. Das ist besonders praktisch, wenn man den VCA über die gesamte Dauer einer gehaltenen Note offen halten will, während eine kurze Envelope andere Parameter wie das Filter moduliert. Im Video wird diese Flexibilität demonstriert und gezeigt, wie sich ein konstanter VCA-Pegel erzielen lässt, während die Envelope andere Klangaspekte formt.
Gerade für Patches, bei denen Artikulation und Sustain getrennt behandelt werden sollen – etwa beim Layern perkussiver und getragener Elemente – ist dieser Ansatz ideal. Die Möglichkeit, schnell zwischen Envelope- und Gate-Steuerung zu wechseln, macht Atlantix vielseitig für klassische wie experimentelle Workflows.
Drive-Modi und externe Eingänge: Mehr Klangfarben für das Modularsystem

"Im Gegensatz dazu haben wir SYM oder symmetrischen Drive, bei dem sowohl positive als auch negative Signalanteile gleichmäßig begrenzt werden."
("In contrast, we have SYM or symmetric drive, where both positive and negative parts of the signal are clipped evenly.")© Screenshot/Zitat: Intellijel (YouTube)
Atlantix ist nicht nur für saubere Envelope- und VCA-Anwendungen gedacht – es gibt auch eine Drive-Schaltung mit drei Modi: Bypass (X), asymmetrisch (ASYM) und symmetrisch (SYM). Asymmetrischer Drive clippt positive und negative Signalanteile unterschiedlich und fügt subtile Obertöne hinzu, während symmetrischer Drive beide Seiten gleichmäßig begrenzt und einen deutlichen Lautstärkeschub liefert. Das Video lädt dazu ein, diese Modi besonders im Zusammenspiel mit Mixer und Filter auszuprobieren, um gesättigte und charaktervolle Sounds zu erzeugen.
Neben der internen Verschaltung akzeptiert die VCA-Sektion auch externe Quellen, sodass sich andere Oszillatoren oder Signale durch Envelope und Drive schicken lassen. Zusätzliche Steuerungen für Envelope-Retrigger, Level (ideal für Accent oder Velocity) und einen manuellen Gate-Trigger runden das Feature-Set ab. Damit ist das Modul nicht nur ein zentraler Klangformer, sondern auch ein flexibler Bearbeitungshub für jedes Modularsystem.
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