Intellijel Metropolix & Multigrain: Rhythmische Patch-Alchemie im Eurorack

11. November 2025

MILES

Intellijel Metropolix & Multigrain: Rhythmische Patch-Alchemie im Eurorack

Der offizielle Intellijel-Kanal liefert einen tiefgehenden Einblick in das kraftvolle Zusammenspiel von Metropolix und Multigrain – zwei Module, die selbst das störrischste Rack in einen rhythmischen Abenteuerspielplatz verwandeln können. Dieses Video ist weit mehr als eine bloße Übersicht: Es handelt sich um einen praxisnahen Patch-Build, der zeigt, wie Metropolix’ Sequencer-Power Multigrains achtstimmige Granular-Engine zu komplexen, loopbaren Texturen verwebt. Erwartet praktische Patch-Tipps, clevere Workflows und den einen oder anderen trockenen Kommentar, während der Host demonstriert, wie man Klang formt, morpht und moduliert. Wer granularen Sounddesign und Echtzeit-Sequencing liebt, sollte dieses Duo genauer unter die Lupe nehmen.

Patch-Grundlagen: Metropolix trifft Multigrain

Das Video startet mit einer klaren Mission: Alle acht verfügbaren Sounds von Multigrain nutzen und sie mit dem Intellijel Metropolix sequenzieren. Der Patch beginnt mit der Führung der Multigrain-Stereoausgänge durch Sealegs und dann zu den Hauptausgängen via Stereo I/O – ein sauberer Signalweg. Für das rhythmische Fundament und den Clock-Impuls sorgt ein Elektron Digitakt, dessen Audio durch das Case und dessen MIDI-Sync zum MIDI 1U geführt wird. So bleibt alles im Takt, und Metropolix erhält Clock- und Run-Signale für exaktes Sequencing.

Das Herzstück des Patches ist das Zusammenspiel von Metropolix’ Sequencing und Multigrains Soundauswahl. Output A des Metropolix wird an den Select-Eingang von Multigrain gepatcht, sodass die Fader direkt auf alle acht Sounds zugreifen können. Der Gate-Ausgang von Track 1 triggert Multigrain, während der Clock-Ausgang von Metropolix über einen Mult Verteiler sowohl Sealegs als auch Multigrain synchronisiert. Diese Grundlage erlaubt komplexe rhythmische Texturen – mit der Option, das Patch später noch zu erweitern.

Ich zeige euch außerdem einen einfachen Weg, alle Sounds gleichzeitig zu editieren, um den Prozess zu vereinfachen.

© Screenshot/Zitat: Intellijel (YouTube)

Sequencing & Sample-Manipulation: Der Kern-Workflow

Um einen Sound fein abzustimmen, wählt ihn aus, drückt ALT und dreht am Pitch-Regler.

© Screenshot/Zitat: Intellijel (YouTube)

Mit dem fertigen Patch liegt der Fokus nun auf dem Laden und Stimmen der Samples in Multigrain. Acht Samples aus einem Factory-Projekt werden geladen, darunter melodische und rhythmische Elemente. Im Video wird gezeigt, wie man die melodischen Sounds per ALT-Funktion und Pitch-Regler fein abstimmt und schnell zwischen den Sounds wechselt, um alles harmonisch zusammenzubringen.

Die Fader des Metropolix werden genutzt, um die Sounds der Reihe nach zu sequenzieren. Die Loopy-Funktion hilft dabei, jede Stage vorzuhören und zu testen. Durch das Anpassen von Track-Division und Playback entstehen so lebendige Pattern und geloopte Texturen – die Granular-Engine zeigt sich flexibel und experimentierfreudig. Der Workflow lädt dazu ein, Muster in Echtzeit zu bauen und zu verfeinern.

Edit All, Quantizer & Scene Morphing: Dynamisches Sound-Shaping

Ein zentrales Feature ist die Möglichkeit, alle acht Sounds gleichzeitig zu bearbeiten – über Latch- und Scene-Buttons. So lassen sich chaotische Texturen schnell ordnen: Grain Size reduzieren, auf exponentielle Hüllkurven umschalten für mehr Percussion, und Rate von Size entkoppeln für feinere Kontrolle. Der Quantizer wird pro Sound gesetzt, sodass alle Samples harmonisch verwandt bleiben, wenn global die Tonhöhe verändert wird.

Anschließend geht es um Scene Morphing: Mit dem Morph-Fader wird zwischen zwei Klangzuständen übergeblendet. Durch gezielte Parameteränderungen auf Szene B und das Morphen zwischen A und B entstehen vielfältige Klangfarben. Der Morph-Eingang kann extern moduliert werden, und subtile Anpassungen an Tone und Grain-Parametern schaffen Platz im Mix. Das Synchronisieren der Grains zum Clock demonstriert, wie man zwischen rhythmischer Präzision und kontrolliertem Chaos wechseln kann.

Und jetzt sind alle unsere Sounds auf Oktaven und Quinten quantisiert.

© Screenshot/Zitat: Intellijel (YouTube)

Experimentieren & Modulation: Patch-Grenzen verschieben

Warum nehmen wir nicht eine loopende Hüllkurve von Quadrax, um einige Parameter von Multigrain zu modulieren?

© Screenshot/Zitat: Intellijel (YouTube)

Das Austauschen von Samples wird als starker Weg gezeigt, Patterns aufzufrischen – einfach Sound auswählen, ALT drücken, Ordner browsen und neue Samples direkt testen. Der Workflow unterstützt sowohl globale als auch individuelle Soundbearbeitung: Feintuning, Size-Anpassung oder Blur für mehr Textur sind schnell erledigt. Die Play Order und Stage Offset Controls des Metropolix sind auf Drehregler gelegt, sodass Pattern sofort umgestellt werden können, ohne die Fader zu verändern.

Im Video wird gezeigt, wie Pulse Count und Gate Type Switches das Rhythmusbild aufbrechen und eine konstante Puls-Länge für Struktur sorgt. Modulation kommt via Quadrax ins Spiel: Loopende Hüllkurven werden Multigrain-Parametern zugewiesen, um sich entwickelnde Klanglandschaften zu schaffen. Mit Latch- und Scene-Button-Kombis lässt sich Modulation bequem auf mehrere Sounds verteilen – für noch mehr kreative Möglichkeiten.

Praxistipps: Sample-Auswahl & Inspiration festhalten

Am Ende gibt’s noch ein paar kluge Ratschläge: Seid experimentierfreudig bei der Sample-Auswahl, nutzt Control-All-Funktionen für effizientes Editieren und vergesst nicht, Presets zu speichern oder den Output aufzunehmen, wenn euch etwas Besonderes gelingt. Das Video unterstreicht, wie viele Möglichkeiten das Duo aus Metropolix und Multigrain eröffnet – und lädt dazu ein, selbst zu experimentieren und inspirierende Momente festzuhalten.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/intellijels-metropolix-multigrain-rhythmic-patch-alchemy-in-eurorack/
Zum YouTube Video:


Zum YouTube Video: