7. Oktober 2026

SPARKY

Nu-Trix The Synth Guy über Cherry Audio Pentaphonic: Seltene Vibes, moderne Eskalation

Was passiert, wenn Cherry Audio einen Synth wiederbelebt, den nur etwa 70 Menschen je gespielt haben? Der Pentaphonic – ein obskures Biest von 1981, jetzt digital mit Extras. Nu-Trix The Synth Guy führt durch knusprige DCOs, lo-fi Sample-Wellen und moderne Features, die selbst einen Prophet erröten lassen. Druckzuweisung, Poly-Unison-Chaos und jede Menge Attitüde – wer auf seltene, wilde und frisch aufgemotzte Synths steht, ist hier richtig.

Geist im Plexi: Ein seltener Klassiker kehrt zurück

Cherry Audio hat ein echtes Synth-Fossil ausgegraben und als Plugin wiederbelebt: den Pentaphonic, ursprünglich ein Gleeman-Kuriosum von 1981. Nur etwa 70 dieser fünfstimmigen, DCO-getriebenen Raritäten verließen je den Rave-Bunker – manche in Schwarz, manche in durchsichtigem Plexiglas, alle mit 80er Sci-Fi-Vibes. Die Emulation kopiert nicht nur das Aussehen; du kannst sogar zwischen dem klassischen Schwarz und dem durchsichtigen Green-Board-Skin umschalten, falls du einen Blick auf die virtuellen Innereien werfen willst.

Nu-Trix The Synth Guy kommt direkt zur Sache und hebt das hybride Herz des Pentaphonic hervor: digitale Steuerung für Stabilität, reiner Analog-Sound für den Punch. Nein, er hat das Original nie angefasst – willkommen im Club – aber Cherry Audios Version balanciert gekonnt zwischen Vintage-Attitüde und moderner Nutzbarkeit. Schon beim ersten Ton ist klar: Das ist nicht Opas Polysynth, sondern eine fünfstimmige Straßenwaffe, bereit für jeden Retro-Emu in deiner DAW.


Druck, Anschlag und FX: Muskel-Upgrade

Mal ehrlich: Das Original von Gleeman kannte weder ‚Pressure Mapping‘ noch ‚Effektsektion‘. Cherry Audios Pentaphonic dagegen ist vollgepackt. Volle Anschlagdynamik, Aftertouch-Zuweisungen und eine ganze Reihe Makroregler für Live-Tweaks – weise Key Pressure dem Filter, Oszillator-Gain oder jedem anderen Chaospunkt zu. Hier ist Spielfreude angesagt, nicht nur statische Nostalgie.

Und dann das Effekt-Rack: fünf Insert-Slots, klassisch Cherry Audio, von Chorus und Delay bis zu modernen Spielereien. FX-Chains speichern, Arpeggiatoren schichten, Step-Sequencer nutzen – all das gab’s beim Original nicht. Hier wird Vintage-Emu für das 21. Jahrhundert aufgemotzt. Wer statisches Analog will, ist falsch. Hier werden Regeln gebogen, bis sie brechen.


Komplexe Oszillatoren: Lo-Fi mit Biss

Was macht den Pentaphonic besonders? Drei Oszillatoren, jeder mit klassischen Wellenformen plus zwei ‚komplexen‘ – im Grunde lo-fi Samples namens Complex 1 und 2. Das sind keine sauberen Digitalwellen, sondern bringen einen rauen, unberechenbaren Biss, mehr Hinterhof-Rave als Konzerthalle. Modulation bleibt klassisch: zwei LFOs, überall zuweisbar, genug Tiefe für Würze, aber nicht überfordernd. Das Ergebnis? Ein Signature-Sound, der mehr Dreck als Tiefe ist. Wer sterile Pads sucht, kann weitergehen. Wer Charakter will, ist hier richtig.


Polyphoner Unison: Stack-Attack

Hier zeigt der Pentaphonic seine Muskeln. Im Poly-Unison-Modus entsteht eine Klangwand, die weit über die fünf Stimmen hinauswächst. Dick, fett und – ja – knallt ordentlich. Nu-Trix jagt durch Presets, schichtet Effekte und Sequenzen für maximalen Impact. Das ist kein höflicher Vintage-Gruß, sondern ein echter Toaster-Fight-Synth, der sich mit bissigen Unison-Leads oder satten Pads durch jeden Mix schneidet. Am besten im Video anhören – hier gibt’s die volle Klangdröhnung.


Für das volle Rave-Erlebnis: Video schauen

Wer das volle Arsenal des Pentaphonic hören will, muss das Originalvideo von Nu-Trix schauen. Soundbank-Tour, Preset-Demos und genug Audiobeispiele für eine kleine Lagerhaus-Party. Worte und Screenshots reichen nicht – lass die Ohren entscheiden. Für alle dreckigen Details und Synth-Historie mit Augenzwinkern ist diese Tour Pflichtprogramm.


Zum YouTube Video:


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