ROLI, der Londoner Innovationsmotor für expressive Musiktechnologie, überlässt Sam Gutman die Bühne, während er seine zehn Lieblings-Airwave-Presets auf dem Seaboard 2 vorstellt. Dieses Video ist weit mehr als eine Preset-Parade – es zeigt, wie die Air Dimensions-Oberfläche des Airwave das ohnehin schon flexible Seaboard in einen multidimensionalen Spielplatz für Sounddesign verwandelt. Von ätherischen Chören über Dubstep-Bässe bis hin zu funkelnden Marimbas demonstriert Gutman, wie jede Klangfarbe durch gestenbasierte Steuerung in Echtzeit dynamisch geformt werden kann. Wer wissen will, wie digitale Architektur und Performance-Workflows im ROLI-Ökosystem verschmelzen, bekommt hier einen tiefen, praxisnahen Einblick direkt von der Quelle.

23. Oktober 2025
LYRA
ROLI Airwave und Seaboard 2: Sam Gutmans Top 10 Sounds entfesselt
Geführte Tour: Sam Gutmans Top 10 Airwave-Sounds
Das Video beginnt mit einer Vorstellung von Sam Gutman im ROLI Studio in London und leitet eine fokussierte Erkundung seiner Lieblings-Airwave-Sounds auf dem Seaboard 2 ein. Gutman, bekannt durch seine Arbeit mit Ms. Lauryn Hill und den Fugees, bringt sowohl Glaubwürdigkeit als auch eine spielerische Energie in die Präsentation. Er verspricht nicht nur eine Liste von Presets, sondern demonstriert, wie diese Klänge durch ausdrucksstarkes Spiel transformiert werden können.
Von Anfang an ist klar: Hier gibt es keinen trockenen Werks-Preset-Überblick. Gutmans Ansatz ist praxisnah; er taucht direkt in den Charakter jedes Sounds ein und kündigt für alle, die bis zum Schluss dranbleiben, einen besonderen „Secret Sound“ an. Die Struktur des Videos ist straff – jeder Sound bekommt seinen Moment, der Fokus liegt aber darauf, wie Airwave und Seaboard 2 gemeinsam die Grenzen expressiver digitaler Synthese erweitern.

"Today I wanna show you my top 10 favorite sounds to play with the Rowley Airwave."
© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)
Air Dimensions: Gestengesteuerte Klangformung

"Air raise brings up the volume, air tilt brings in vibrato, and air slide and air glide bring in all kinds of harmonic craziness."
© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)
ROLI’s Air Dimensions-Oberfläche ist das architektonische Herzstück dieses Workflows, und Gutman demonstriert ihre Tiefe ohne Umschweife. Jeder Sound ist auf eine Reihe von Air-Gesten gemappt – Air Raise, Air Tilt, Air Slide, Air Glide und Air Flex – die jeweils einen anderen Klangparameter steuern. Im Airemin-Patch etwa regelt Air Raise die Lautstärke, Air Tilt bringt Vibrato ins Spiel, und Slide- oder Glide-Gesten sorgen für harmonische Komplexität.
Das Choral Morph-Preset zeigt das Layering-Potenzial: Air Raise hebt die Lautstärke des Chors an, Air Tilt wechselt zwischen Silben, und Air Flex fügt eine Synth-Schicht hinzu. Diese multidimensionale Zuordnung bedeutet, dass selbst ein einzelner Ton zu einem dynamischen, sich entwickelnden Ereignis werden kann, das in Echtzeit auf feinste Spielgesten reagiert.
Gutmans Demonstrationen machen deutlich, dass diese Steuerungen nicht nur oberflächliche Effekte sind – sie sind tief in die Klangerzeugung integriert und ermöglichen organische Übergänge und hybride Texturen. Die Oberfläche lädt zum Experimentieren ein und macht jedes Preset zum Ausgangspunkt für persönliche Ausdruckskraft statt zu einem statischen Klang.
Von Geisterchören bis Dubstep-Wahnsinn: Ein klangliches Spektrum
Die Bandbreite der von Gutman vorgestellten Sounds ist beeindruckend und unterstreicht die Vielseitigkeit von Airwave. Ätherische Texturen wie Beneath the Waves und Choral Morph schaffen cineastische Atmosphären, wobei Pads durch Air-Gesten zu ozeanischen Klanglandschaften mutieren. Diese Presets zeigen die Stärke des Systems bei der Erzeugung immersiver, sich entwickelnder Umgebungen.
Am anderen Ende des Spektrums liefern Patches wie Airwave Dubstep Toolkit und Anaconda Eyes aggressive, rhythmisch komplexe Bässe. Hier lösen die Air-Parameter rhythmische Elemente und dub-artige Effekte aus und zeigen, dass Airwave nicht auf Ambient- oder Melodic-Material beschränkt ist – sondern sich auch in energiegeladenen, genreübergreifenden Kontexten wohlfühlt.
Kreative Manipulation: Presets als Performance-Tools
Gutman spielt nicht einfach Presets ab – er dekonstruiert und formt sie aktiv um und zeigt, wie die Air Dimensions-Oberfläche einen statischen Sound in ein dynamisches Performance-Tool verwandeln kann. Beim CERN Hum etwa scannt Air Raise durch ein Wavetable, Air Glide filtert Obertöne heraus, und Air Flex bringt ein Tremolo ins Spiel – alles in Echtzeit, ohne tief ins Menü steigen oder externe Controller bemühen zu müssen.
Der Bouncy Marimba-Patch beginnt als klassischer Mallet-Sound, gewinnt aber durch Air Raise, Air Glide und Air Tilt eine rhythmische Komplexität, die ihn in etwas viel Percussiveres und Lebendigeres verwandelt. Oceanic Bellies wiederum nutzt Air-Gesten, um granulare Texturen unter einer glockigen Oberfläche freizulegen – ein Paradebeispiel für die Modulationstiefe dieses Systems.
Gutmans Workflow bleibt dabei stets flüssig – er wechselt nahtlos zwischen Sounds und Gesten und demonstriert, wie Seaboard 2 und Airwave als ein einziges, ausdrucksstarkes Instrument gespielt werden können. Dieser praxisnahe Ansatz unterstreicht das Potenzial für Live-Performance und spontane Komposition – und nicht nur für Sounddesign im Studio.

"On the seaboard, it's a sparkly bell sound, and in the air, it's a universe of granular elements that I can take away with air grasp."
© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)
Jazztheorie trifft Expressive Mapping: Der geheime Patch

"If you map each chord to just one key, then you kind of blow through that limitation and create a new opportunity to do something unique."
© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)
Das Finale des Videos ist ein echtes Highlight: Gutman präsentiert einen eigenen Patch, inspiriert von der Jazz-Harmonielehre Barry Harris’. Hier ist jede Taste auf einen komplexen Akkord gemappt – abwechselnd Major Sixths und verminderte Akkorde – und ermöglicht so Voicings, die auf einer klassischen Tastatur umständlich wären.
Durch die flexible Zuordnung des Seaboard und die Gestensteuerung des Airwave zeigt Gutman, wie digitale Architektur traditionelle Grenzen sprengen kann. Dieser Patch ist nicht nur ein technisches Experiment, sondern ein Beweis dafür, wie expressive Controller und clevere Mappings neue kreative Möglichkeiten für Jazz- wie auch Elektronikmusiker eröffnen.
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