ROLI und Yamaha Montage M: Sechs Dimensionen der Expression treffen auf drei Klangmotoren

18. November 2025

LYRA

ROLI und Yamaha Montage M: Sechs Dimensionen der Expression treffen auf drei Klangmotoren

Wenn ROLI, die Meister der multidimensionalen Steuerung, sich mit Yamahas Montage M zusammentun, ist architektonisch etwas Faszinierendes im Gange. In diesem offiziellen Walkthrough demonstriert Sounddesigner Dom Sigalas, wie der ROLI Airwave – ein innovativer berührungsloser Controller – neue Ausdruckstiefen in den mächtigen Synth-Engines des Montage M freischaltet. Das Video konzentriert sich auf exklusive, für Airwave optimierte Presets und zeigt, wie intuitive Gesten Orchester-, Kino- und Analogklänge in lebendige Performances verwandeln. Für alle, die sich für Workflow und digitale Instrumentenintegration begeistern, ist diese Zusammenarbeit ein spannendes Beispiel für Interaktion auf höchstem Niveau.

Sechs Dimensionen in der Luft: ROLI trifft Yamaha Montage M

Die Zusammenarbeit zwischen ROLI und Yamaha ist mehr als nur ein Handschlag zwischen Marken – sie ist ein kühnes architektonisches Experiment in Sachen Ausdruckskontrolle. Durch die Verbindung des ROLI Airwave, eines Geräts, das Gesten über der Tastatur erkennt, mit Yamahas Montage M, schafft das Video die Grundlage für ein neues Paradigma im Performance-Bereich. Der Airwave fügt nicht einfach eine weitere MIDI-CC-Ebene hinzu; er bringt sechs verschiedene Gestenachsen ins Spiel, die jeweils auf unterschiedliche Klangparameter gemappt werden.

Dom Sigalas, der hier als Guide und Architekt auftritt, positioniert den Airwave sofort als Werkzeug, um das ohnehin schon ausgefeilte Sounddesign des Montage M auf ein neues Level zu heben. Der Fokus liegt darauf, wie diese neuen Steuerdimensionen die Interaktion mit dem Instrument grundlegend verändern können – weg von klassischen Tasten und Wheels, hin zu einer Welt, in der Gesten in der Luft zu kompositorischen Werkzeugen werden.

This allows you to take the sounds you create with your Montage-M to a completely different level of expression.

© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)

Montage M: Dreifacher Engine-Kraftprotz

Im Zentrum dieser Zusammenarbeit steht der Montage M, Yamahas Flaggschiff-Stagekeyboard mit drei fortschrittlichen Synth-Engines. Auch wenn das Video nicht tief in die Architektur jeder Engine eintaucht, wird klar, dass die polyphone Power und die reaktionsschnelle Tastatur des Montage M eine ideale Plattform für ausdrucksstarkes Sounddesign bieten. Die Architektur des Instruments ist darauf ausgelegt, komplexe Modulationen und Layer zu ermöglichen – was perfekt zum multidimensionalen Input des Airwave passt.

Das Video positioniert den Montage M als Leinwand und den Airwave als Pinsel. Diese Kombination ermöglicht eine nuancierte Kontrolle über Pitch, Timbre und Dynamik und nutzt die umfangreichen Bedienelemente und Syntheseoptionen des Montage M. Besonders deutlich wird diese Synergie beim Aufbau der Performances: Jede Geste ist mit einer musikalisch sinnvollen Transformation verknüpft, nicht nur mit einem simplen Effektumschalter.


Exklusive Presets: Für Airwave designt, auf Montage M gespielt

Ein Highlight des Videos ist die Präsentation exklusiver Presets, die speziell für das Zusammenspiel von Airwave und Montage M entwickelt wurden. Diese Sounds sind keine recycelten Werkspresets, sondern so gestaltet, dass sie dynamisch auf jede der sechs Airwave-Gesten reagieren. Sigalas demonstriert, wie jede Geste – Raise, Tilt, Glide, Slide und Flex – eine eigene musikalische Reaktion auslöst, von orchestralen Swells bis zu sich entwickelnden Klangfarben.

Dieser Ansatz verwandelt den Montage M in ein multidimensionales Instrument, bei dem die Performance-Modi nicht auf Velocity oder Aftertouch beschränkt sind, sondern sich in den Luftraum über den Tasten ausdehnen. Das Ergebnis sind Presets, die zur Erkundung einladen und nuancierte Bewegungen belohnen – der Airwave wird so zur echten Verlängerung der musikalischen Intention.


Von Orchesterreisen zu Horrorboxen: Gestische Klanglandschaften

This really makes you feel like an orchestra conductor because you can really bring in the sections exactly how you want.

© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)

Die überzeugendsten Momente des Videos entstehen durch die praktischen Demonstrationen dieser neuen Sounds. Das Preset „Orkestral Voyage“ macht den Performer zum virtuellen Dirigenten: Pizzicato-Strings, Blechbläser, Holzbläser und Chor werden jeweils durch unterschiedliche Gesten eingebracht. Das ist kein simples Layering, sondern ein Orchestrierungswerkzeug in Echtzeit, mit dem sich Crescendi und Übergänge intuitiv formen lassen.

Anschließend folgt die „Horror Box“, ein von Theremins inspiriertes Patch, das die gestische Sprache des Airwave für cineastische Effekte nutzt. Hier steuert Tilt die Lautstärke, Air Raise die Tonhöhe, Glide das Vibrato, und Slide sowie Flex sorgen für atmosphärische und raue Texturen. Das Ergebnis ist ein Sound, der sowohl verspielt als auch unheimlich ist und zeigt, wie der Airwave abstrakte Gesten in konkrete musikalische Ergebnisse verwandelt.

Abschließend demonstriert das Preset „3D Analog Bass“, wie der Airwave für elektronische Texturen eingesetzt werden kann. Flex bringt Vibrato, Tilt und Raise öffnen den Filter, Glide verbreitert den Sound und Slide erhöht die Resonanz. Jedes Beispiel unterstreicht das Potenzial für tiefe, unmittelbare Klangmanipulation – ganz ohne Drehregler oder Menüs zu berühren.

Kreative Workflows: Neue Horizonte für Performance und Sounddesign

Das Video schließt mit der Betonung des kreativen Potenzials, das durch diese Zusammenarbeit freigesetzt wird. Durch die Verbindung der Synthese-Engines des Montage M mit der gestischen Steuerung des Airwave werden Musiker ermutigt, konventionelle Workflows zu verlassen und neue Klangwelten zu erkunden. Die Integration wird als nahtlos präsentiert, wobei jedes Gerät die Stärken des anderen ergänzt.

Auch wenn der Walkthrough den Fokus auf Preset-Demonstrationen legt, ist klar: Das Duo Airwave und Montage M ist darauf ausgelegt, zum Experimentieren zu inspirieren. Die Architektur lädt dazu ein, Gesten eigenen Parametern zuzuweisen – und deutet auf eine Zukunft hin, in der der Ausdruck nur durch die Fantasie (und vielleicht die Tiefe des Menüs, die noch zu erforschen bleibt) begrenzt ist.


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