The Midlife Synthesist schickt das 1010music Bento in den Ring: Erste Eindrücke aus dem Groovebox-Untergrund

22. Feber 2026

SPARKY

The Midlife Synthesist schickt das 1010music Bento in den Ring: Erste Eindrücke aus dem Groovebox-Untergrund

Bereit für eine weitere Runde im Groovebox-Kampf? The Midlife Synthesist stürzt sich kopfüber ins 1010music Bento, eine Kiste, die wilde Sounddesigns und Looping-Magie für Bühne und Studio verspricht. Freu dich auf scharfe Meinungen, ehrliche Kritik und eine ordentliche Portion Hands-on-Chaos, wenn er Bento’s Touchscreen, Pads und Anschlüsse auf Herz und Nieren prüft. Das ist noch kein finales Urteil – nur ein erster Vorgeschmack, mit viel Lob, ein paar Facepalms und einer klaren Warnung: Manche Macken von Bento erlebt man am besten selbst im Video. Willst du wissen, ob dieses Flaggschiff ein Straßenkämpfer oder ein Firmware-Baustelle ist? Lies weiter.

Bento: Sounddesign-Spielplatz trifft Looping-Chaos

Das 1010music Bento ist nicht einfach nur eine weitere Groovebox in einem Meer aus Plastik-Imitaten. The Midlife Synthesist macht sofort klar: Das Teil ist eine seltsame Mischung – Sounddesign-Maschine und Looping-Spielplatz zugleich. Es gibt genug Tools, um Live-Performer und Studio-Tüftler gleichermaßen zu beschäftigen, mit Looping-Features, die förmlich nach Hands-on-Chaos schreien, und Sound-Engines, die weit über Standardkost hinausgehen.

Bemerkenswert ist, wie das Bento gleichzeitig experimentell und praktisch wirkt. Es gibt Granular- und Wavetable-Engines direkt aus 1010s eigenen Synths, dazu einen Multi-Sampler und Loop-Tracks, mit denen man nach Herzenslust verbiegen, resamplen und zerstören kann. Es geht nicht nur ums Stapeln von Samples – sondern darum, sich entwickelnde Klanglandschaften zu bauen und Loops im Flug zu starten. Wer eine Box sucht, die Neugier und Live-Risiko belohnt, ist hier richtig. Aber Vorsicht: Die Firmware ist noch auf wackligen Beinen, und manche Eigenheiten erlebt man besser direkt in den Hands-on-Jams des Videos.

The device seems to be a strange mixture of great sound design possibilities and very fun looping tools and cool hardware features, coupled…

© Screenshot/Zitat: Midlifesynthesist (YouTube)

Touchscreen, Pads und Ports: Hardware mit Partylaune

The pads are surprisingly sensitive and have a very nice feel to them, which makes finger drumming and key playing on it very enjoyable.

© Screenshot/Zitat: Midlifesynthesist (YouTube)

Kommen wir zur Hardware. Das Bento hat einen knackigen, vollfarbigen Touchscreen, der tatsächlich ablesbar ist (merkt euch das, Billigboxen), und die Pads sind überraschend sensibel – Fingerdrummer werden jubeln. The Midlife Synthesist lobt die Drehregler und die schiere Anschlussvielfalt: Zwei MIDI-Ins und -Outs, drei Audio-Ins und -Outs, USB-C und ein Micro-SD-Slot. Ein Connectivity-Buffet für alle, die ein portables Setup bauen wollen.

Aber nicht alles ist Rave-Glitzer und Sonnenschein. Der Touchscreen ist zwar schick, aber nicht voll durchgezogen – manches geht nur per Regler, wo man eigentlich tippen möchte, und die Benutzeroberfläche wirkt manchmal wie aus dem Komitee. Trotzdem: Die Hardware macht Laune, und wer mit ein paar UI-Schrullen leben kann, bekommt hier einiges geboten. Die Hands-on-Attitüde vom Midlife Synthesist zeigt klar: Diese Kiste will gespielt, nicht nur programmiert werden.

Engines, die knallen – Sequencing, das stolpert: Power und Schwächen

Die Granular- und Wavetable-Engines sind hier das eigentliche Highlight, direkt aus 1010musics Fireball und Lemon Drop übernommen. Es gibt tiefe Modulation, zwei Wellenformen und genug Filter- und Envelope-Action, um jeden Sound-Bastler grinsen zu lassen. Die Granular-Engine ist besonders ein Monster – aber mehr als eine pro Projekt ist nicht drin. Es gibt eben einen Trade-off zwischen Power und CPU, und das Bento zeigt seine Grenzen offen.

Beim Sequencing zeigen sich dann die Risse. Man kann zwar live aufnehmen oder den Touchscreen-Piano-Roll nutzen, aber Step-Sequencing, Parameter-Locks oder die cleveren Tricks von Elektron oder OP-1 fehlen komplett. Looping ist spaßig und flexibel, aber mehrere Loops in einer Szene automatisch starten? Fehlanzeige – das geht nur manuell. Für manche ist das ein kreativer Spielplatz, für andere ein Workflow-Albtraum. The Midlife Synthesist beschönigt nichts: Der Spaß ist echt, die Limits aber auch.

Especially in the granular synth the amount of tools at your disposal are pretty amazing.

© Screenshot/Zitat: Midlifesynthesist (YouTube)

Bento vs. der Rest: MPCs, Bugs und CPU-Drama

Even though I don't have all the tracks assigned, it's still well over 90%.

© Screenshot/Zitat: Midlifesynthesist (YouTube)

Kein Groovebox-Review ohne Geräte-Battle. The Midlife Synthesist stellt das Bento dem Akai MPC gegenüber und holt sogar den OXI MK2 als Sequencer ins Boot. Das Urteil? Bentos Sequencer ist fähig, aber basic – vor allem im Vergleich zum optimierten Workflow des MPC oder den Live-Performance-Skills des OXI. Dazu kommen klassische Early-Firmware-Bugs – etwa MIDI-Schrullen, die den Reverb grundlos auf 100% schießen lassen.

CPU-Auslastung ist ein weiteres Sorgenkind. Wer ein paar schwere Engines und große Sample-Sets lädt, sieht den CPU-Meter schneller schwitzen als einen DJ im Boiler Room. Der Vergleich zur Maschine+ passt: Beide Kisten lassen sich ohne viel Aufwand an ihre Grenzen bringen. Wer also mit Multisamples und Granulartexturen eskalieren will, sollte auf digitalen Rauch vorbereitet sein. Die ehrliche, leicht genervte Tonlage vom Midlife Synthesist macht klar: Diese Box hat Power, aber sie ist kein Wunderding.

Firmware-Zukunft: Updates, Hoffnung und „Watch This Space“

Jetzt wird’s spannend. Das Bento hat schon eine Update-Flut erlebt, mit neuen Synth-Engines und Features im Eiltempo. The Midlife Synthesist drückt 1010music die Daumen, dass sie die Macken ausbügeln und das volle Potenzial freischalten. Es ist von Projekt-Export als WAV und mehr die Rede – wer auf Updates setzt, könnte hier einen Geheimtipp erwischen.

Aber nicht übertreiben: Die Plattform muss noch reifen, und aktuell ist das Bento eine Baustelle – aufregend, frustrierend und definitiv einen Blick wert. Wer wirklich wissen will, was schon läuft und wo es noch hakt, muss das Video schauen. Glaub mir, manche Macken und Jams lassen sich einfach nicht in Text pressen.


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