Hast du dich schon mal gefragt, wie es ist, Techno live zu improvisieren und dabei ein Modularsystem zu zähmen, das so unberechenbar ist wie das Wetter in Melbourne? Die Crew der Underdog Electronic Music School hat Mark Verbos in seiner Berliner Werkstatt besucht – und was folgte, war eine wilde Reise durch die Kunst des Live-Patchings, Performance-Philosophie und das richtige Equipment, um dein Setlist direkt in die Tonne zu treten. Mark setzt voll auf Freiheit, glückliche Zufälle und Instrumente, die dich das Chaos reiten lassen wie ein Känguru auf Red Bull. Wenn du auf Stories, Sound-Demos und einen Einblick in den Kopf eines echten Modular-Mavericks stehst, ist das hier genau dein Ding.

24. Feber 2026
TAS
Underdog Electronic Music School: Modularer Wahnsinn mit Mark Verbos – Improvisiertes Techno wie ein Outback-Sturm
Verbos Electronics Bark Filter, Verbos Electronics Harmonic Oscillator, Verbos Electronics Voltage Multistage
Live-Patching: Ohne Mut kein Ruhm
Mark Verbos redet nicht nur über Improvisation – er lebt sie, Kumpel. Gleich zu Beginn räumt er mit dem Mythos auf, dass Live-Patching ein Drahtseilakt für Synthesizer-Draufgänger sei. Laut Mark ist Patchen auf der Bühne, sobald man die Parameter kennt, nicht riskanter als das Umlegen eines Schalters am alten Lieblingsgerät. Es geht darum, einen endlosen Modulations-Spielplatz zu schaffen, auf dem alles mit allem verbunden werden kann – keine Menüs, kein Gefummel, einfach pure Verbindung.
Statt Modular als einschüchternd zu sehen, meint Mark, es sei eine neutrale Leinwand, die dir erlaubt, zu machen, was du willst. Vergiss das Wühlen in digitalen Menüs oder das Verirren im Preset-Dschungel; hier steckst du einfach das Kabel dahin, wo du willst, und lässt die Magie geschehen. Diese Freiheit bringt deine Kreativität schneller in Fahrt als ein geplatztes Fass beim Bush Doof.

"It's really a means of allowing everything to be connected to everything else."
© Screenshot/Zitat: Oscarunderdog (YouTube)
Von 1992 bis heute: Die Evolution eines Techno-Tüftlers

"The more that I was trapped into like planning ahead, then the more limited I was going to be in what changes or like how I could be inspired in the moment."
© Screenshot/Zitat: Oscarunderdog (YouTube)
Marks Reise begann 1992, als Live-Techno bedeutete, mit dem zu arbeiten, was man sich als Teenager leisten konnte – Ensoniq ES-Q1, Alesis MMT-8 und eine wackelige HR-16 Drum Machine. Kein Internet, keine YouTube-Tutorials, nur Magazin-Schnipsel und Tipps von älteren DJs. Entscheidend war das Interface und der Workflow, nicht ob etwas analog oder digital war. Hauptsache, es inspirierte – dann war es bühnenreif.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich Marks Setup von simpler Hardware über Sampler bis hin zu Modularsystemen, immer auf der Suche nach der weißen Leinwand. Je weniger er im Voraus plante, desto mehr Raum blieb für spontane Inspiration. Er wollte Geräte, mit denen er ohne Vorbereitung auftauchen und trotzdem ein Set abliefern konnte, das die Hütte abreißt. Dieser Geist prägt seine Designs bis heute – Tools, die dich dazu bringen, kopfüber einzutauchen und zu schauen, wohin die Nacht dich trägt.
Buchla-Vibes und Interface-Besessenheit
Wenn dir Marks Module ein bisschen nach Buchla aussehen, liegst du nicht falsch – aber nenn sie bloß keine Clones, Kumpel. Marks Design-Philosophie ist ein wilder Mix aus Buchlas Interface-Ansatz, klassischen Techno-Kisten und einer gesunden Portion Respektlosigkeit gegenüber dem East Coast vs. West Coast Synth-Debatte. Für ihn zählt, dass alles auf dem Panel ist – Regler, Schalter oder Buchsen – damit du nie in Menü-Hölle landest oder ein Patch vorfindest, das nicht zu deinen Knöpfen passt.
Er ist besessen davon, Instrumente zu bauen, die wie klassische reagieren: Du drehst, hörst, reagierst – wie ein Geiger, der im Flug die falsche Note korrigiert. Die Linie ist da – rote Rogan-Knöpfe und alles – aber Marks Module sollen Performer befähigen, Ideen auszudrücken, statt nur auf glückliche Zufälle zu hoffen. Da steckt Poesie in seiner Ingenieurskunst, ein Mix aus Geschichte und Workflow, damit du improvisieren, kollaborieren und inspiriert werden kannst, ohne das Gefühl zu haben, mit einem Krokodil in der Badewanne zu ringen.

"It's a common misconception that you don't have to learn how to play an electronic instrument."
© Screenshot/Zitat: Oscarunderdog (YouTube)
Sequencer, Harmonien und der 10-Step-Kurvenball

"There's something cool about the fact that it's an unexpected number."
© Screenshot/Zitat: Oscarunderdog (YouTube)
Jetzt wird’s technisch: Marks Voltage Multistage Sequencer ist ein Biest – ursprünglich acht Steps, jetzt frech auf zehn erweitert, einfach um dich aus dem Takt zu bringen. Warum zehn? Weil’s einprägsam ist, eine Hommage an seine DIY-Anfänge und das übliche 8/16-Groove-Gefängnis aufbricht. Mit Stage-Select-Gate-Inputs und analogem Adressing kannst du springen, loopen und Sequenzen so verdrehen, dass selbst ein Känguru schwindlig wird.
Dann gibt’s noch den Harmonic Oscillator, ein Modul, das additive Synthese so dynamisch macht wie ein Outback-Gewitter. Acht Harmonische, Sinewave-Blending und Envelope-gesteuertes Morphen liefern alles von Orgelklängen bis zu knackigem Clipping. Und Percussion? Marks Ansatz erlaubt dir, metallisches Rauschen, Noise-Sweeps und nuancierte Drumsounds zu basteln, die neben deiner 909 glänzen. Es geht um Flexibilität und das Durchbrechen gewohnter Muster – bring das Chaos und lass die Tanzfläche rätseln.
Sound-Demos: Das muss man hören!
Ich könnte ewig über Marks Module und seine Philosophie schwärmen, aber der Beweis steckt im Sound – oder in diesem Fall im Video. Da gibt’s fette Demos: von Drones, die die Scheiben klirren lassen, bis zu Percussion-Tricks, die dich sofort ans Patchkabel greifen lassen. Wer die volle Wucht dieser wilden Maschinen erleben will, muss sich das anschauen und anhören. Manche Dinge lassen sich eben nicht in Worte fassen – das hier ist so ein Fall.
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