Auf der Superbooth 2025 stellte Yamaha Synths Official den Reface Robot 2 vor – ein Konzeptprototyp, der den praktischen Charme des Reface CS Synthesizers mit der Präzision robotischer Automation verbindet. Dieses innovative System nutzt motorisierte Arme, um Fader und Regler zu bewegen, und bringt so programmierbare Bewegungen und Echtzeit-Automation in ein klassisches Synth-Interface. Im Video führen Dom Sigalas und Blake Angelos durch die neuen Funktionen und zeigen, wie dieser hybride Ansatz Sounddesign und Performance transformieren kann. Wer sich für die Schnittstelle von haptischer Kontrolle und digitaler Automation interessiert, bekommt hier einen spannenden Ausblick auf eine spielerische und zugleich leistungsfähige Synthese-Zukunft.

6. Juni 2025
LYRA
Yamaha Synths Official präsentiert Reface Robot 2: Automation trifft auf taktile Synthese
Vorstellung des Reface Robot 2: Ein neuer Dreh für Synthese
Yamaha Synths Official eröffnet die Superbooth 2025-Session mit der Präsentation des Reface Robot 2, einem Konzeptprototyp, der dem Reface CS Synthesizer neues Leben einhaucht. Aufbauend auf dem ursprünglichen Reface Robot von 2017 ist diese zweite Version nicht nur ein nostalgischer Rückblick, sondern ein echter Sprung nach vorn in Sachen interaktiver Synthese. Die Moderatoren Dom Sigalas und Blake Angelos erinnern an die erste Version und heben zugleich die gesteigerte Kontrolle und den erhöhten Spaßfaktor hervor, den Version 2 mit sich bringt.
Was den Reface Robot 2 besonders macht, ist die Verbindung aus physischer und digitaler Innovation. Das zusätzliche Raspberry-OS-Display liefert visuelles Echtzeit-Feedback, doch die eigentlichen Stars sind die servogesteuerten Roboterarme, die die Fader und Regler des CS physisch bewegen. Hier geht es nicht nur um eine Technik-Demo – sondern um eine Neuinterpretation, wie Musiker mit ihren Instrumenten interagieren können, und das so visuell fesselnd wie klanglich spannend.

"This allows you to control your Reface CS with motorized arms, pretty much, right?"
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
Motorisierte Kontrolle und programmierbare Bewegung: Die Kernfunktionen

"You can record the actual knob movements."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
Im Zentrum des Reface Robot 2 stehen die motorisierten Steuerungen, mit denen sich jeder Fader und Regler des Reface CS präzise und automatisiert bewegen lässt. Im Video wird demonstriert, wie Parameter wie Pitch-Bend, Oktave, Filter-Cutoff oder Resonanz von den Roboterarmen erfasst und bewegt werden – und das auf einem Niveau, das weit über herkömmliches manuelles Tweaken hinausgeht. Die Moderatoren betonen, dass es hier nicht nur um Automation als Selbstzweck geht, sondern um eine Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten des Instruments.
Ein herausragendes Feature ist die REC/PLAY-Funktion, mit der sich eigene Bewegungen der Bedienelemente aufzeichnen und mit variabler Geschwindigkeit wiedergeben lassen. Diese programmierbare Bewegung eröffnet Echtzeit-Automation, LFO-ähnliche Modulationen und komplexe, sich entwickelnde Klangverläufe – ganz ohne Menü-Tauchen oder externe Sequenzer. Das System unterstützt sogar verschiedene Wellenformen für automatisierte Bewegungen, simuliert klassische LFO-Shapes wie Sinuswellen und ermöglicht eine feine Justierung von Tiefe und Geschwindigkeit.
Hands-on-Demo: Bewegungen aufnehmen und automatisieren
Im Demonstrationsteil zeigt der Reface Robot 2, wie menschliche Gesten in wiederholbare, automatisierte Aktionen übersetzt werden. Im Demo-Modus können Nutzer jede Steuerung frei bewegen, wobei die Roboterarme sofort auf die Berührung reagieren. Die Moderatoren führen anhand praktischer Beispiele vor, wie Filter-Cutoff, Resonanz und Hüllkurveneinstellungen in Echtzeit verändert werden – das Publikum erlebt die klanglichen und visuellen Resultate unmittelbar.
Eine Bewegung aufzuzeichnen ist so einfach wie das Aktivieren des Aufnahme-Modus und das Durchführen eines Sweeps auf einem gewünschten Parameter. Nach der Aufnahme lassen sich diese Bewegungen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten abspielen, was präzise, wiederholbare Automation ermöglicht. Die Moderatoren zeigen außerdem, wie das System LFO-Effekte wie automatisierte Sweeps und rhythmische Modulationen direkt vom Bedienfeld aus programmieren kann. Dieser Ansatz bringt Präzision und Kreativität ins Sounddesign und macht komplexe Modulationen ohne externe Geräte zugänglich.

"It's so fascinating, by the way, to see these moving."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
Kreative Workflows: Synthese und Automation verbinden
Der Reface Robot 2 ist weit mehr als nur eine technische Spielerei – er verändert grundlegend, wie Künstler an Sounddesign herangehen können. Durch Echtzeit-Automation und programmierbare Bewegungen lädt das System dazu ein, mit sich entwickelnden Texturen, verschachtelten Modulationen und komplexen Parameterverläufen zu experimentieren, die von Hand kaum umsetzbar wären. Die Moderatoren demonstrieren, wie Features wie Super-Saw, Suboszillator und Detune automatisiert werden können und so zu dynamischen, vielschichtigen Klangfarben führen.
Dieser hybride Workflow schlägt eine Brücke zwischen traditioneller subtraktiver Synthese und moderner Automation. Die taktile, direkte Bedienoberfläche des Reface CS bleibt erhalten, wird aber durch die Möglichkeit, komplexe Gesten aufzuzeichnen und wiederzugeben, deutlich erweitert. Die Moderatoren betonen, dass das Instrument dadurch besonders für den Unterricht in Synthese geeignet ist, da Schüler die Auswirkungen von Parameteränderungen direkt sehen und hören können. Es ist ein spielerischer und zugleich mächtiger Ansatz, der sowohl Einsteiger als auch erfahrene Synthesizer-Fans zu neuen kreativen Wegen einlädt.
Synthese zum Anfassen und Anschauen

"It opens up a whole other way to see this instrument."
© Screenshot/Zitat: Yamahasynthsofficial (YouTube)
Im Finale des Videos wird deutlich, wie der Reface Robot 2 einen einzigartig haptischen und visuellen Zugang zur Synthese bietet. Die Roboterarme automatisieren nicht nur Parameteränderungen, sondern sorgen auch für ein faszinierendes Schauspiel, das das Sounddesign intuitiver und ansprechender macht. Die Moderatoren vergleichen das Erlebnis mit dem Besitz zusätzlicher Finger – so werden Modulationen möglich, die in Echtzeit von Hand kaum zu realisieren wären.
Dieser Prototyp überzeugt als Lehrmittel ebenso wie als Performance-Tool. Ohne Menü-Tauchen und mit sofortigem Zugriff auf jede Funktion senkt der Reface Robot 2 die Hürde für kreatives Experimentieren. Auch wenn es sich noch um ein Konzept handelt, weist er den Weg in eine Zukunft, in der Synthese ebenso sehr von Interaktion und Spielfreude wie von Klang geprägt ist. Yamaha Synths Official liefert hier eine überzeugende Vision davon, was passiert, wenn Robotik und musikalischer Ausdruck aufeinandertreffen.
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