Der Catalyst Controller von 4ms Company positioniert sich als handfester, spannungsgesteuerter Makro-Controller für das Eurorack. Mit acht unabhängigen Kanälen bringt er szenenbasiertes, taktiles Steuern in modulare Setups – egal ob für Pitch, Modulation oder komplexe Effektfahrten. In diesem ausführlichen Demo-Video zeigt 4ms seinen praxisnahen, lehrreichen Stil mit klaren Patchbeispielen und Fokus auf reale Arbeitsabläufe. Wer wissen will, wie Makrosteuerung das Patchen revolutionieren kann, bekommt hier eine gründliche, signalflussorientierte Tour durch die Fähigkeiten des Catalyst Controllers.

5. April 2024
MILES
4ms Company Catalyst Controller: Makrosteuerung im Modularsystem
Makro trifft Modular: Catalyst Controller vorgestellt
Das Video startet mit einer Einführung in den Catalyst Controller, das neueste Makrosteuerungs-Modul von 4ms Company für das Eurorack. Vorgestellt wird ein 8-Kanal-Makro-Controller, der es ermöglicht, mehrere Parameter oder Ziele von einem einzigen Bedienfeld aus zu steuern. Jeder Kanal besitzt einen eigenen Regler und Ausgang, wodurch direkte, haptische Spannungssteuerung im gesamten System möglich wird.
4ms verfolgt hier das Ziel, ein flexibles Werkzeug zu bieten, das als zentrales Steuerzentrum für Pitch, Modulation oder Effektparameter dienen kann. Im Video wird erklärt, dass der Catalyst Controller die Hardware mit dem Catalyst Sequencer teilt – ein einfacher Panel-Tausch und Firmware-Wechsel genügt –, wobei sich diese Demo ausschließlich auf die Controller-Seite konzentriert. Im Fokus steht, wie das Modul als Preset-Manager, Performance-Tool oder als vielseitige Spannungsquelle für kreative Patchings eingesetzt werden kann.
Spannung, Quantisierung und Szenen-Magie
Im Kernbereich der Funktionen zeigt das Demo, wie jeder Kanal Spannungen für Pitch, Parametersteuerung oder Gates ausgeben kann. Der Moderator patcht Kanal 1 direkt in den Volt-pro-Oktave-Eingang eines Oszillators und demonstriert, wie Reglerbewegungen zu Tonhöhenänderungen führen – mit LEDs als sofortigem Feedback: Blau für positive, Rot für negative Spannungen.
Ein Highlight ist die Quantisierung: Jeder Kanal kann auf verschiedene Skalen eingestellt werden, von unquantisiert über chromatisch, Dur, Moll und mehr. Diese kanalweise Quantisierung erleichtert das Einstellen musikalischer Intervalle oder mikrotonaler Werte, besonders mit dem Feinmodus für präzise Anpassungen. Im Gate-Modus verwandelt sich der Ausgang eines Kanals in ein Gate-Signal – ideal zum Triggern von Hüllkurven oder Samples beim Szenenwechsel. Das Szenenmanagement ist umfangreich und erlaubt es, Spannungs-Setups über alle Kanäle zu speichern und abzurufen – das macht das Modul zu einem mächtigen Preset-System für modulare Setups.

"Es gibt verschiedene Quantisierungsstufen und Skalen für diese Ausgänge, die pro Kanal eingestellt werden können."
("There are different levels of quantization and scales for these outputs that can be set per channel.")© Screenshot/Zitat: 4Mscompany (YouTube)
Spannungsbereiche: Präzision nach Maß

"Man kann wirklich genau einstellen, wie viel Spannungsbereich auf jedem Regler verfügbar ist."
("You can really dial in the amount of voltage range available on each knob.")© Screenshot/Zitat: 4Mscompany (YouTube)
Eine der Stärken des Catalyst Controllers ist die Möglichkeit, jedem Kanal einen eigenen Spannungsbereich zuzuweisen. Über die Range-Funktion lassen sich bipolar und unipolar verschiedene Bereiche wählen – etwa -5V bis +5V, 0V bis 5V oder sogar 0V bis 1V –, sodass jeder Ausgang optimal auf das Zielmodul abgestimmt werden kann.
Diese Flexibilität sorgt dafür, dass der Controller sowohl für Pitch-Steuerung, Filter-Cutoff als auch für CV-Eingänge mit geringeren Spannungsanforderungen geeignet ist. Im Video wird gezeigt, wie schnell sich die Bereiche einstellen lassen – das Modul fühlt sich so in audioreichen Modulationen wie bei subtilen Effektfahrten gleichermaßen zu Hause. Die Möglichkeit, Spannungsbereiche pro Kanal fein abzustimmen, ist ein echter Vorteil für präzises Sounddesign und Live-Performance.
Szenen, Pathways und Morphing: Kreative Kontrolle in Aktion
Das Demo taucht nun ins Herzstück des Catalyst Controllers ein: Szenen und Crossfader-basierte Übergänge. Szenen speichern den Zustand aller acht Kanäle, und der Crossfader – hier Pathway genannt – ermöglicht es, Spannungen in Echtzeit zwischen Szenen zu interpolieren und zu morphen. Szenen lassen sich einfach hinzufügen, löschen, ersetzen sowie kopieren und einfügen.
Das Morphing-Verhalten kann pro Kanal angepasst werden, von linearen Überblendungen bis zu abrupten Sprüngen. Die global einstellbare Slew-Funktion glättet Spannungswechsel für organischere Modulationen. Der Moderator zeigt, wie sich Crossfader-Bewegungen aufnehmen und als komplexe Übergänge wiedergeben lassen – manuell oder getriggert von externen Clocks oder Gates. Mit diesem Funktionspaket wird der Catalyst Controller zu einem dynamischen Performance-Instrument für nuancierte Spannungsfahrten im Modularsystem.

"Das nächste, was ich erklären möchte, sind die Morphing-Funktionen und die verschiedenen Morphing-Stile."
("The next thing I want to explain is the morphing functions and the different styles of morphing.")© Screenshot/Zitat: 4Mscompany (YouTube)
Patchbeispiele: Makro-Modulation und FX-Mastermind
Um die Funktionen praxisnah zu verankern, zeigt das Video zwei Patchbeispiele. Im ersten moduliert der Catalyst Controller mehrere Parameter einer Synth-Stimme – Release, Resonanz, FM-Tiefe und mehr – und demonstriert, wie Makrosteuerung einem Patch Leben und Bewegung einhauchen kann. Mit dem Crossfader werden Energielevel gemorpht, Szenen für verschiedene musikalische Momente vorbereitet.
Im zweiten Beispiel steht die Effektsteuerung im Fokus. Der Catalyst Controller wird in die Send/Return-Schleife eines Performance-Mixers gepatcht und steuert Highpass-Filter, Delay und Reverb über verschiedene Szenen. Durch die Zuweisung von Szenen zu unterschiedlichen Effektkombinationen und das Überblenden mit dem Crossfader wird das Modul zum Master-FX-Controller – ideal für Live-Performances oder dramatische Übergänge im Modular-Set.
Blind Mode, Classic Mode und State Saving: Mehrwert für Performer
Zum Abschluss werden Workflow-Optimierungen vorgestellt. Im Blind Mode lassen sich Szenenwechsel lautlos vorbereiten, sie werden erst beim Erreichen mit dem Crossfader aktiviert – perfekt für unauffällige Effektwechsel oder Parameterfahrten im Set. Der Classic Mode beschränkt den Pathway auf zwei Punkte und orientiert sich am Original-Catalyst – ideal für schnelles A/B-Morphing.
Das Speichern des Modulzustands sorgt dafür, dass alle Szenen und Bänke nach dem Ausschalten erhalten bleiben – ein praktisches Feature für alle, die Verlässlichkeit und Flexibilität im Live-Einsatz erwarten. Diese Funktionen sind vielleicht nicht spektakulär, aber sie treffen genau die Bedürfnisse von Modular-Performern.
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