ASM Ashun Sound Machines präsentiert mit dem Leviasynth einen modernen Sequencer, der über klassische Step-Funktionen hinausgeht. Das offizielle Walkthrough richtet sich an Sounddesigner und Performance-orientierte Musiker und beleuchtet Oberfläche, Track-Zuweisungen und die kreativen Engines, die die sich entwickelnden Patterns des Leviasynth antreiben. Wir analysieren, wie diese digitalen Workflows aufgebaut sind und wo ASM’s Sequencer-Architektur überzeugt – oder Fragen offenlässt.

25. Juli 2026
LYRA
Architekturen in Bewegung: ASM Leviasynth Sequencer im Detail
Leviasynth Sequencer: Mehr als nur Steps
Der Leviasynth-Sequencer wird als schnelles Werkzeug zur Umsetzung musikalischer Ideen vorgestellt und geht weit über einen klassischen Step-Sequencer hinaus. ASM hebt hervor, dass nicht nur Noten und Akkorde, sondern auch ausdrucksstarke Performance-Gesten und Live-Makrobewegungen aufgenommen werden können. Die Architektur ist klar auf Direktheit ausgelegt: Nutzer können Sequenzen direkt am Gerät editieren und formen, wobei die Bedienung zu experimentellem Arbeiten einlädt.
Im Video liegt der Fokus auf der Desktop-Version; ASM macht jedoch deutlich, dass die Sequencer-Bedienelemente im Arp- und Sequence-Bereich liegen, mit Unterschieden zwischen Desktop- und Keyboard-Variante. Der Workflow kombiniert dedizierte Transporttasten mit tiefen Menüoptionen über Display, Softbuttons und Pads. Diese Mischung aus haptischer und menübasierter Bedienung ist zentral für die Art, wie Leviasynth zum Gestalten sich entwickelnder Klanglandschaften einlädt.

"Es ist nicht nur ein einfacher Step-Sequencer, sondern kann Noten, Akkorde, Performance-Gesten und Makro-Bewegungen aufnehmen."
© Screenshot/Zitat: Ashunsoundmachines (YouTube)
Tracks, Echtzeitaufnahme & Makro-Power

"Die Makro-Spur funktioniert etwas anders als die anderen beiden Tracks. Sie ist für die Parameterwerte deiner Makros gedacht."
© Screenshot/Zitat: Ashunsoundmachines (YouTube)
Ein zentrales Merkmal des Leviasynth-Sequencers ist das Multitrack-Konzept: Nutzer können Tracks verschiedenen Layern eines Patches zuweisen – etwa für unterschiedliche Melodien oder Parts. Im Track-Parameter-Bildschirm stehen detaillierte Einstellungen bereit: Rate (mit Teilungen bis zur 1/16-Note), Sequenzlänge, Lock-Status für dynamische Loops, Swing-Prozentsatz und Wiedergaberichtung. Diese Parameter ermöglichen sowohl starre als auch organische Sequenzen, je nach Bedarf.
Die Aufnahme ist erfreulich flexibel. Im Video werden sowohl Echtzeit- als auch Step-Recording-Modi gezeigt. Die Echtzeitaufnahme funktioniert einfach per Record-Taste und Spielen – dabei werden nicht nur Noten, sondern auch Makrobewegungen eingefangen. Besonders sticht der Makro-Track hervor: Er ist ausschließlich für die Sequenzierung von Makro-Parametern gedacht und erlaubt automatisierte, sich entwickelnde Klangveränderungen oder Effektfahrten. Makroautomation kann auf eigene Sequenzlängen gesetzt werden, sodass sich modulierte und melodische Inhalte überlagern.
Step Recording, Track Muting & Kreativ-Tools
Der Step-Recording-Workflow des Leviasynth ist umfassend: Pro Step lassen sich Noten, Velocity, Gate-Länge, Multi-Triggers, Wahrscheinlichkeit, Drift und Entropie-Abweichung editieren. Besonders interessant ist die Entropie-Funktion, die gezielte Variationen und kontrollierte Zufälligkeit für sich entwickelnde Sequenzen ermöglicht – ein Feature, das experimentelle Nutzer anspricht. Das System erlaubt das Offsetten und Batch-Anpassen von Step-Werten, wie im Walkthrough mit verteilten Entropie-Abweichungen demonstriert, die dann fest ins Pattern geschrieben werden.
Das Stummschalten von Tracks erfolgt unmittelbar: Jeder Track, auch die Makro-Spur, kann mit einem Fingertipp stumm- oder freigeschaltet werden. Dieses Echtzeit-Muting, kombiniert mit Step-Muting und Pattern-Editing im Pad-View, eröffnet Möglichkeiten für Live-Performance und Improvisation. Die Möglichkeit, Sequenzlängen unabhängig für Melodie- und Makro-Tracks zu sperren, erhöht die Flexibilität der Architektur zusätzlich.

"Entropie-Abweichung ermöglicht interessante Variationen im Pattern, die festgeschrieben werden können."
© Screenshot/Zitat: Ashunsoundmachines (YouTube)
Metronom-Details & Playback-Modi im Überblick

"Man kann auch Zufallsmodi nutzen."
© Screenshot/Zitat: Ashunsoundmachines (YouTube)
ASM widmet sich auch den unterstützenden Funktionen des Sequencers: Die Metronom-Steuerung ist tief integriert, mit Optionen für Lautstärke, Ausgangsrouting (Kopfhörer oder Line-Outs), Soundauswahl und Wiedergabeverhalten – etwa nur während der Aufnahme oder immer aktiv. Diese Einstellungen sind per Shift- und Tap-Befehlen schnell erreichbar.
Die Playback-Modi sind vielseitig: Für jeden Track lassen sich Vorwärts-, Rückwärts-, Zigzag-, Zufalls- und weitere Modi wählen, und Transpose-Funktionen ermöglichen sofortige melodische Verschiebungen. Der Pad-Modus zeigt die Step-für-Step-Pattern-Layouts, erlaubt Step-Muting in Echtzeit und gibt einen Überblick über die Sequenzlänge. Abschließend betont das Video die Möglichkeit, den Sequencer an externe Geräte zu senden und Voice-Scales pro Sequenz zu konfigurieren – ein Hinweis auf Integrationspotenzial. Trotz des umfassenden Walkthroughs empfiehlt ASM, das Handbuch für tiefere Funktionen zu konsultieren.
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