Arturias AstroLab steht im Mittelpunkt, wenn Philippe Brodu seinen Ansatz zur Wiedererschaffung zeitloser Synth-Sounds für Live-Performances erläutert. Im offiziellen Arturia-Video zeigt Brodu die Verbindung von greifbarer Hardware und digitalen Sound-Engines und demonstriert, wie AstroLab und die V Collection Vintage-Charakter mit modernen Workflow-Anforderungen verbinden. Es gibt praxisnahe Demos, Sound-Layering, tiefe Vocoder-Momente und ehrliche Reflexionen darüber, warum physische Instrumente auch im Zeitalter von KI weiterhin unverzichtbar sind.

16. Oktober 2026
LYRA
Arturias AstroLab: Klassische Sounds, moderne Bühne – im Workflow von Philippe Brodu
Arturia Astrolab, Arturia KeyLab, Arturia MatrixBrute, Arturia PolyBrute, Arturia V Collection, Arturia Vocoder V
AstroLab auf der Bühne: Brodus Live-Sound-Philosophie
Philippe Brodu sieht das AstroLab als sein zentrales Werkzeug für Live-Auftritte, besonders wenn er den Laptop zu Hause lassen möchte. Er beschreibt, wie sich das AstroLab nahtlos in sein Setup einfügt, neben anderem Arturia-Equipment wie KeyLab und PolyBrute, aber durch seine Portabilität und Standalone-Fähigkeit hervorsticht. Da sowohl das kleinere AstroLab 37 als auch das größere Modell denselben internen Sound-Engine besitzen, kann er flexibel zwischen Setups wechseln, ohne Kompromisse bei Klang oder Workflow einzugehen.
Brods Rückkehr zur Hardware nach einer Phase mit reiner Software zeigt eine zentrale Motivation: die Unmittelbarkeit und Inspiration durch haptische Bedienelemente. Das Design des AstroLab ermöglicht ihm den Zugriff auf den „typischen Analog-Sound“, den er sucht, und unterstreicht, dass ein spezialisiertes Hardware-Instrument ein grundlegend anderes Erlebnis bietet als reine Plug-ins. Für Brodu ist das AstroLab nicht einfach ein weiteres Keyboard – es ist eine verlässliche Brücke zwischen Studio und Bühne, maßgeschneidert für die Anforderungen der Live-Reproduktion klassischer Sounds.

"Manchmal gehe ich auf die Bühne und möchte meinen Computer nicht mitnehmen, dann habe ich das Astrolab."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
Architektonische Highlights: Interface und Engine

"Es gab viele Herausforderungen wie dieses runde Display. Es ist ungewöhnlich, es ist einzigartig beim Astrolab."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
Im Video wird besonders das einzigartige Interface des AstroLab hervorgehoben, insbesondere das runde Display – eine seltene Designentscheidung bei Keyboards. Brodu spricht vom anfänglichen „Wow“-Effekt und betont die logische und durchdachte Bedienstruktur. Schon nach zehn Minuten fühlte er sich mit dem Instrument vertraut, was er den cleveren Shortcuts und einer Nutzererfahrung zuschreibt, die an Apples klassische Designphilosophie erinnert.
Der Sound-Engine des AstroLab wird als leistungsstark und transparent präsentiert, sodass man tief eintauchen kann, ohne als Performer überfordert zu werden. Die Benutzeroberfläche lädt zum Erkunden ein, da wichtige Parameter und Performance-Tools schnell erreichbar sind. Die Kombination aus durchdachtem Interface und robuster Sound-Engine hebt das AstroLab für Brodu hervor und ermöglicht schnelle Anpassung und kreative Spontaneität im Studio wie auf der Bühne.
Layering, Vocoder und Klassiker: Das AstroLab in Aktion
Brodu zeigt anschaulich, wie die Architektur des AstroLab eine detaillierte Sound-Rekonstruktion für ikonische Tracks unterstützt. Für Earth, Wind & Fires „Let’s Groove“ jagt er dem exakten Vocoder-Sound nach, experimentiert mit Presets und übersteuert den Preamp, bis er den authentischen Bass-Charakter findet. Dieser praktische Ansatz zeigt, wie AstroLab durch seinen Parameterraum Experimente und sogar das Ausnutzen unerwarteter Verhaltensweisen – wie das Übersteuern des Audioeingangs – ermöglicht, um charakteristische Sounds zu erzielen.
Er führt Beispiele von The Buggles und Daft Punk an und nutzt dabei sowohl den eingebauten Vocoder als auch den Sampler. Seine Recherche zum Original-Vocoder der Buggles (Korg VC-10) und das anschließende Nachbilden des charakteristischen Sounds mit Arturias Vocoder V im AstroLab zeigen sowohl die Klangtreue als auch die Flexibilität des Instruments. Die Multi-Sample-Fähigkeit des Samplers erlaubt es, jedem Key einen eigenen Sound zuzuweisen – ideal für genreübergreifende Setlists von 80er-Pop bis zu moderner Elektronik.
Der Abschnitt endet mit Referenzen zu Fairlight- und Emulator 2-Sounds – zugänglich über die V Collection – und einem Verweis auf Kate Bushs „Running Up That Hill“. Die Fähigkeit des AstroLab, all diese unterschiedlichen Klangwelten in einem Hardware-Gerät zu verbinden und zu layern, unterstreicht seine Rolle als Brücke zwischen klassischen und modernen Soundpaletten.

"Irgendwann habe ich einfach den Audioeingang des Vorverstärkers übersteuert und sofort den Effekt bekommen, den ich gesucht habe."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
Das Plädoyer für physische Instrumente: Jenseits von KI

"Wir sind Musiker, wir sind Kreative, und daran kann sich nichts ändern."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
Zum Abschluss geht Brodu auf die aktuelle Frage ein: Warum weiterhin physische Instrumente nutzen, wenn KI scheinbar in Sekunden Musik generieren kann? Seine Antwort ist eindeutig – Musiker und Kreative brauchen echte, greifbare Werkzeuge, um sich voll auszudrücken. Für ihn kann keine digitale Abkürzung oder algorithmische Bequemlichkeit das kreative Engagement und die Zufriedenheit ersetzen, die Instrumente wie das AstroLab bieten.
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https://www.youtube.com/ArturiaOfficial
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