Falls du dich je gefragt hast, was passiert, wenn 80er-Synth-Nostalgie in eine Box gepresst wird, die kleiner ist als dein durchschnittlicher Döner, hat AudioPilz die Antwort. In dieser Folge von Bad Gear nimmt Florian Pilz den Roland Boutique D-05 auseinander, zerlegt dessen Macken, Charme und nervige Eigenheiten mit seinem typischen Witz und technischem Scharfsinn. Für winzige Displays oder Plastik-Joysticks gibt’s hier keine Gnade. Wenn du die ungeschönte Wahrheit darüber willst, ob dieser D-50-Klon im Taschenformat ein Synthwave-Traum oder doch nur ein Sammler-Käseautomat ist, bist du hier richtig. Schnapp dir ein Bier, halt dich fest, und wir finden raus, ob der D-05 ein echter Kumpel oder nur ein Boutique-Poser ist.

14. März 2026
JET
AudioPilz vs. Roland D-05: Boutique-Nostalgie oder käsiger Blender?
Boutique-Box voller Nostalgie
AudioPilz verliert keine Zeit und stürzt sich direkt auf den Roland Boutique D-05, eine Limited Edition von 2017, die das Flair des späten 80er-D-50 in eine Box packen will, die kaum größer ist als ein Sandwich. Gleich zu Beginn macht er klar: Das ist nicht einfach ein fauler Aufguss. Der D-05 ist – abgesehen von Rolands eigenen V-Synths und dem Cloud-Plugin – die einzige echte Möglichkeit, diesen klassischen D-50-Sound zu bekommen, ohne Oma zu verkaufen.
Was man bekommt, ist eine Nostalgie-Dröhnung: Ikonische Presets wie Fantasia und das berüchtigte Pizzagogo sind alle am Start, bereit, deine Enya-Flashbacks auszulösen oder den nächsten Synthwave-Track zu untermalen. AudioPilz bleibt gewohnt respektlos, macht sich über das Marketing-Geschwurbel zur „digital circuit behavior“ lustig, erkennt aber an, dass der D-05 ein echtes Tribut an das Original ist. Wer auf 80er-Käse steht, bekommt hier die volle Ladung.

"Die Frage ist nicht, ob jemand eine billige Kopie dieses Instruments machen könnte, die Frage ist, ob man es sollte."
("The question is not if someone could make a cheap copy of this instrument, the question is whether they should.")© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
Winzige Displays, große Kopfschmerzen

"Das fast schon komisch miniaturisierte UI der kleinen Boutique."
("The almost comically miniaturized UI of the little boutique.")© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
Aber tun wir nicht so, als wäre alles rosig. AudioPilz zerlegt das User-Interface des D-05 wie ein Punk auf einem Prog-Rock-Konzert. Das Display ist so klein, dass man eine Juwelierlupe braucht, um es zu lesen, und der Joystick wirkt, als hätte man ihn aus einer Cornflakes-Packung geklaut. In den Menüs zu graben ist eine kryptische Angelegenheit, mit komplexen Hüllkurven, die tiefer vergraben sind als die alten Rave-Tapes vom Kumpel.
Auch die Anschlüsse reißen niemanden vom Hocker – USB und Audioports sind nichts Besonderes, und die Ribbon-Controller sind mehr Gimmick als Genie. Immerhin gibt’s einen polyphonen Sequencer, der etwas modernen Pepp bringt, und Roland hat alle Factory-Patches und Expansions spendiert. Ein typischer Fall von Style over Substance, aber für Preset-Fans gibt’s ordentlich Futter.
D-05 vs. D-50: Das große Käse-Duell
Das unvermeidliche Duell: Fängt der D-05 wirklich die Seele des D-50 ein, oder ist er nur ein Plastik-Poser? AudioPilz nimmt kein Blatt vor den Mund – der D-05 trifft zwar den Sound und lässt dich sogar alte Patches und Programmer nutzen, aber das Erlebnis ist weit entfernt vom Hands-on-Feeling des Originals. Das UI ist ein Rückschritt, der Workflow kryptischer als ein zwielichtiges Pub-Quiz.
Trotzdem hat es seinen Reiz, all diesen Vintage-Charakter in einer Box zu haben, die in den Rucksack passt. Für manche ist der D-05 ein Sammlerstück, für andere ein Nostalgie-Spielzeug – aber der Komfortfaktor ist nicht zu leugnen. Wer auf pure Authentizität steht, wird die Nase rümpfen, aber wer 80er-Käse auf Knopfdruck will, kommt schwer daran vorbei.
Jams, Käse und Klang-Chaos
Hier zeigt der D-05, was er kann – oder eben nicht, je nach Geschmack. AudioPilz serviert drei Jams: arty Techno, 80s Elektro und Synthwave. Jeder Track zeigt die Stärken des D-05, aber auch seine Tendenz, wie ein Laserdisc auf Dauerschleife zu klingen. Der Phase-Distortion-Charakter ist da, und die klassischen Presets stechen immer noch durch, auch wenn der Joystick eine ergonomische Katastrophe bleibt.
Eigene Sounds zu basteln ist möglich, aber nur, wenn man auf Schmerzen steht. AudioPilz empfiehlt dringend einen richtigen MIDI-Controller statt der eingebauten Boutique-Tasten, und ihm beim Ringen mit dem D-05 zuzusehen, ist die halbe Miete. Mal ehrlich: Kein Text kann die Weirdness und den Charme dieser Jams rüberbringen – das muss man im Video hören.

"Eigene Sounds ohne Editor zu basteln ist möglich, aber nicht zu empfehlen, und hol dir auf jeden Fall einen anständigen MIDI-Controller statt der miesen Boutique-Tastatur."
("Crafting patches from scratch without an editor is possible but not recommended and definitely get a decent MIDI controller instead of the crappy boutique keyboard.")© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
Fazit: Käsesoße oder Sammlergold?
Also, ist der D-05 ein Must-Have oder nur ein weiterer Staubfänger in Synth-Form? AudioPilz nennt ihn die bequemste Möglichkeit, authentische 80er-Käsesoße auf die Tracks zu kippen – ehefrauenfreundlich und Buffet-tauglich. Der Sound passt, das Design funktioniert für das, was es ist: ein Hybrid aus Spielzeug und ernstzunehmendem Instrument.
Aber wer ernsthaft Sounddesign betreiben will, braucht Geduld (oder die Cloud-Version). Trotz aller Macken hat der D-05 Charme, und wenn Roland eine noch kleinere Version rausbringt, steht AudioPilz trotzdem wieder ganz vorne. Für alle, die auf Vintage-Charakter stehen, ist er eine Überlegung wert – aber als Hauptsynth sollte man ihn nicht erwarten.
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