Bastl Instruments, die tschechischen Tüftler für modulare Klangexperimente, haben ihrem Softpop SP2 ein ordentliches Firmware-Upgrade verpasst. Im offiziellen Walkthrough wird das V1.3-Update detailliert vorgestellt, das den Sequencer-Workflow grundlegend überarbeitet. Die neuen Features versprechen intuitiveres Pattern-Bauen, Echtzeit-Step-Editing und verbesserte Clock- sowie MIDI-Anbindung – alles im typisch praxisnahen Bastl-Stil. Wer sich schon immer gewünscht hat, seinem eigenwilligen Desktop-Synth spontan ein paar Steps mehr zu entlocken, könnte mit diesem Update endlich auf seine Kosten kommen.

25. Juli 2025
MILES
Bastl Instruments Softpop SP2: Sequencing verfeinert – Das V1.3-Update im Fokus
Sequencing, neu gedacht: Der Softpop SP2 mit frischem Workflow
Bastl Instruments hebt den Vorhang für die neueste Firmware des Softpop SP2 und verspricht ein noch geschmeidigeres Sequencing-Erlebnis. Das Update ist weit mehr als ein paar Bugfixes – hier wurde das Zusammenspiel mit dem Sequencer grundlegend überdacht, um den Prozess unmittelbarer und musikalischer zu gestalten. Im Video wird betont, wie der neue Code dem Gerät einen spürbaren Feinschliff verleiht und das Sequencing wie auch das Live-Spielen einfacher und unterbrechungsfreier macht.
Die Workflow-Verbesserungen zeigen sich sofort: Step-Gates lassen sich nun live eintippen, und der Aufnahmeprozess ist weniger fehleranfällig, da Pitch-Aufnahmen erst nach Bewegung des Faders starten. So bleibt mehr Zeit, den nächsten Schritt zu überlegen, ohne aus Versehen das Pattern zu zerschießen. Bastls Ansatz bleibt dabei gewohnt praxisnah – der kreative Flow steht im Mittelpunkt, ohne auf haptische Kontrolle zu verzichten.

"They've crammed some extra code in there, tightened a few things up, and made it so the experience of sequencing and playing music with the SoftPop 2 is the best it's ever been."
© Screenshot/Zitat: Bastlinstruments (YouTube)
Direct Step Edit Mode: Echtzeit-Tweaks ohne Unterbrechung

"A new direct step mode has been implemented, which completely overhauls the SP2's sequencer."
© Screenshot/Zitat: Bastlinstruments (YouTube)
Das Herzstück des Updates ist der neue Direct Step Edit Mode, der das bisherige Offline-Editing ersetzt. Jetzt können Steps bearbeitet werden, während der Sequencer läuft oder gestoppt ist – Pattern lassen sich also spontan formen, ohne den musikalischen Fluss zu unterbrechen. Statt wie früher in einen speziellen Modus wechseln zu müssen, reicht es nun, einen Step zu greifen, den Pitch mit dem Fader zu justieren und Änderungen direkt per Tempo-Button vorzuhören.
Visuelles Feedback spielt dabei eine zentrale Rolle: Bearbeitete Steps blinken, und bei Mehrfachauswahl geben sowohl die Steps als auch die linke Pitch-LED klare Hinweise. Mehrere Steps lassen sich nun gleichzeitig mit dem Pitch-Fader editieren, während die Pfeiltasten weiterhin nur einzelne Steps ansteuern. Eine feine, aber wichtige Unterscheidung gibt es auch zwischen Transponieren und Step-Editing – je nachdem, wie schnell der Fader bewegt wird. All das lässt den SP2-Sequencer mehr wie ein lebendiges Instrument wirken als wie eine starre Pattern-Box.
Step Recording neu gedacht: Noten mit Präzision eintippen
Das Update bringt ein neues Maß an Finesse ins Step- und Gate-Recording. Während der Sequencer läuft, kann man jetzt Record halten und Step-Gates per Trig-Key eintippen – so lassen sich Rhythmen schnell programmieren, ohne die Musik zu stoppen. Pitch-Aufnahmen starten erst, wenn der Fader bewegt wird, was versehentliche Notenänderungen verhindert und mehr Raum für gezielte Aktionen lässt.
Im Video wird gezeigt, wie diese Tools zusammenspielen, um Patterns schnell und intuitiv zu bauen. Egal ob Noten live eingespielt, Steps on the fly editiert oder Skalen für komplexere Melodien verkettet werden – der Ablauf bleibt flüssig und reaktionsschnell. Slides, Play-Modes und Skalen lassen sich mitten im Pattern hinzufügen, was den SP2 für hands-on Sequencing besonders attraktiv macht. Bastls Feinschliff lädt zum Experimentieren ein, ohne den Workflow aus den Augen zu verlieren.
Clock und MIDI: Tighteres Timing, sauberer Sync
Abseits der großen Sequencer-Features kümmert sich das Update auch um Timing und Konnektivität des Softpop SP2. Die Clock-Anbindung wurde stabilisiert, reagiert schneller auf Änderungen und Resets, und der Sequencer nimmt externe Clocks zuverlässiger an – ein klarer Vorteil für alle, die den SP2 in ein größeres Modular- oder DAW-Setup einbinden.
Auch MIDI wurde aufpoliert: Die Auslesegeschwindigkeit ist erhöht, MIDI-Thru steht jetzt am TX-Ausgang bereit, und die Filterung an Transpose- und Pitch-Inputs verhindert unerwünschte Sprünge. Wichtige Einstellungen wie Triggered Pitch Mode und Waveshape-Zuweisungen werden nun automatisch gespeichert. Diese Details mögen unscheinbar wirken, machen den SP2 aber zu einem verlässlicheren Herzstück im Setup.

"Bastl's also increased the MIDI readout speed and included the MIDI through to the TX if you want to hack in there and get the MIDI output in."
© Screenshot/Zitat: Bastlinstruments (YouTube)
Update leicht gemacht: So kommt V1.3 auf den Softpop
Zum Abschluss gibt’s im Video eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Update des Softpop SP2. Vom Check des VCO-Jumpers über das Vorbereiten der Update-Datei bis zum Anschluss per TRS-Kabel am Reset-Eingang – der Prozess wird anschaulich erklärt. Eine Animation auf dem Gerät zeigt den Fortschritt, und nach Abschluss sorgt eine kurze Kalibrierung des Transpose-Inputs für saubere Stimmung. Bastl setzt hier auf unkomplizierte Zugänglichkeit, damit alle Nutzer ohne Umwege von den neuen Features profitieren können.
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