Bthelick taucht ein in die chaotische Kunst, KETTAMAs Drums nachzubauen – mit Samplepacks, gnadenlosem Gehör und null Geduld für unnötiges Processing. Wer glaubt, Drum-Layering sei Pflicht oder EQ eine Religion, bekommt hier einen Realitätscheck. Es gibt Sample-Schnüffelei, fragwürdige Plugin-Namen und die Erinnerung, dass Zufälle wirklich knallen. Kein Händchenhalten – das ist ein Rave-Bunker, kein Kindergarten.

20. September 2026
SPARKY
Bthelick vs. KETTAMA Drums: Dreckige Loops und ehrliche Ansagen
Drop Gun Samples pack, Drum Clone, Sample Magic Funky House Grooves 2, Solado sample pack
Sample-Loops und kaputte Kicks: Die KETTAMA-Drum-Jagd
Bthelick startet mit einem ehrlichen Geständnis: Sein KETTAMA-Drumsound war kein magischer Prozess – es war ein schnelles, dreckiges Ding, das kaum ans Original rankommt, und er macht daraus keinen Hehl. Statt sich an jedem Klick und Snap festzubeißen, stellt er einen Basic-Kick und ein paar Top-Loops zusammen – manchmal bleibt nur die Snare aus dem Loop übrig. Der eigentliche Trick? Ins Chaos lehnen und nehmen, was schnell funktioniert, statt ewig nach dem perfekten Sample zu suchen.
Beim Auswählen der Kicks und Loops zählt die richtige Energie, nicht Genre-Purismus. Bthelick klaut Sounds überall – Funky House, Solado, Speed Garage Packs – und ist nicht zimperlich, woher der Zauber kommt. Processing gibt’s fast gar nicht, höchstens etwas EQ, um die Hi-Hats zu versauen, und ein Highpass gegen Matsch. Die Message: Der beste Drumsound ist oft der, der schnell, dreckig und unkompliziert ist.

"Let's start by showing you the drums I got, and why I chose them."
© Screenshot/Zitat: Bthelick (YouTube)
Minimaler Aufwand, maximales Drecksbrett: Lo-Fi-Ästhetik zerlegt

"you really don't want to be layering kick drums, that is a world of trouble."
© Screenshot/Zitat: Bthelick (YouTube)
Wenig Processing ist hier kein fauler Kompromiss – es ist eine klangliche Straßenwaffe. Bthelick lässt die Samples sprechen und schubst sie höchstens mit leichtem EQ oder einem Highpass, wenn’s wirklich sein muss. Ehrlich: Die meisten Sounds brauchen kein Mastering, geschweige denn eine Plugin-Kette. Die Drums bleiben fast roh, weil ein paar dB in den Mitten keinen Dancefloor-Kracher machen oder zerstören.
Was hier wirklich auf dem Prüfstand steht, ist der Zwang zum Über-Processing. Statt FX und Plugins zu stapeln, bis der Rechner raucht, setzt Bthelick aufs Material. Sein Gehör – geschärft durch Erfahrung und eine Prise Sturheit – pickt raus, was zählt. Das Ergebnis? Ein Groove, der rough, direkt und echt ist – und zeigt: Weniger ist manchmal wirklich mehr.
Vertrau deinen Ohren, plündere andere Genres
Wer sein Drum-Game upgraden will, sollte die Genre-Polizei vergessen – Bthelick setzt auf Gehörbildung und Neugier. Er sagt: Den Speed-Garage-Vibe in KETTAMAs Loops zu erkennen, hat ihn auf die richtige Fährte gebracht, auch wenn’s nicht 100% passt. Die Lektion: Probier andere Genres, klaue Ideen schamlos und lass deine Ohren entscheiden, nicht die DAW-Presets.
Er droppt ein Szenario direkt aus dem Studio: Manchmal sollst du für andere den Sound bis ins letzte Hi-Hat treffen. Dann heißt’s: Distort, EQ, Spectrum-Match bis zum Umfallen. Für eigene Tracks? Verlass dich auf dein Gefühl – so wirst du vom Nachmacher zum Innovator.
Herrliche Fehler: Umarme die falsche Drum
Und jetzt das Beste: Fehler machen kann deine Geheimwaffe sein. Bthelick haut raus, dass ein verfehlter Sound oft frischer klingt als das Original. Perfektion ist überbewertet – wenn deine Drums danebenliegen, entsteht vielleicht ein neues Microgenre oder einfach dein eigener Twist. In einer Welt voller Kopien ist ‚falsch‘ manchmal der einzige Weg, aufzufallen.
Das letzte Wort? Hau deine unperfekten Tracks raus, lass die Fehler stehen und hör auf, dich an vermeintliche Regeln zu klammern. Was wirklich knallt, findest du nur, wenn du loslässt. Für das ganze Drecksbrett und alle klanglichen Zufälle: Video anschauen – manches muss man einfach hören.

"the best thing you can do is make a mistake, bring something new to the table even if it's by accident."
© Screenshot/Zitat: Bthelick (YouTube)
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