Chase Bliss, bekannt für ihren verspielten und zugleich technisch ausgefeilten Ansatz bei Effekten, präsentieren mit Big Time ein Delay-Pedal, das weit mehr als nur Wiederholungen liefert. Im offiziellen Walkthrough taucht das Team tief in die vielschichtige Architektur des Pedals ein, die von 80er-Jahre-Rack-Delays inspiriert ist und analoge Preamps, Matrix-Mixing sowie eine Fülle von Modulations- und Sequenzierungs-Tricks vereint. Das Video führt durch Big Times einzigartige Klangformungs-Tools – von spannungsgesteuertem Mischen bis hin zu Bias-getriebenem Crunch – und zeigt, wie diese Features im echten Signalfluss zusammenwirken. Wer ein Delay sucht, das von kristallklar bis kaputt alles kann, sollte hier genauer hinhören.

1. Mai 2026
MILES
Chase Bliss Big Time: Delay, Charakter und kreative Kontrolle in einem Gerät
Big Time: Delay und mehr
Chase Bliss stellt Big Time als Delay-Pedal vor, doch der Walkthrough macht schnell klar: Hier steckt weit mehr dahinter als nur ein Echo-Effekt. Inspiriert von den Eigenheiten und Klangfärbungen der 80er-Rack-Geräte, haben die Entwickler ein Gerät geschaffen, das nicht nur Sound speichert und wiederholt, sondern ihn auch auf Studio-Niveau formt und anreichert. Im Video wird betont, wie die Unvollkommenheiten und Artefakte früher Digital-Delays oft durch Preamps, Kompressoren und Filter gezähmt oder veredelt wurden – und genau diese Elemente bringt Big Time in einem modernen Kontext zurück.
Dabei geht es nicht nur um Nostalgie. Vielmehr werden diese Vintage-Ideen mit aktuellen Erkenntnissen aus dem Chase Bliss-Portfolio kombiniert, sodass ein Pedal entsteht, das genauso sehr für kreative Klangmanipulation wie für klassische Delay-Aufgaben gedacht ist. Von Anfang an wird klar: Big Time ist ein vielseitiges Werkzeug für Musiker, die mehr wollen als nur Notenwiederholungen – hier wird der gesamte Signalweg geformt.
Matrix-Mixer, Preamp und die Kunst des Bias
Das Herzstück des Signalwegs von Big Time ist ein spannungsgesteuerter 4×2-Matrix-Mixer am Eingang der Delay-Line. Dieser Mixer, inspiriert von der Technologie des Clean-Pedals, ermöglicht dynamisches Routing und sogar Kompressionseffekte – ein echtes Spielfeld für Automationen und feine Steuerung. Im Walkthrough wird gezeigt, wie dieser Mixer mit einer variablen Bias-Schaltung interagiert, sodass sich alles von subtiler Asymmetrie bis hin zu kaputten, gateartigen Texturen einstellen lässt. Das Zusammenspiel dieser Elemente sorgt für unerwartete Klangreisen und eine Prise Unberechenbarkeit, die besonders Modular-Fans gefallen dürfte.
Auch die Preamp-Sektion ist ein Highlight: Sie ist voll stereo ausgelegt und bietet mit dem +12 dB-Schalter ordentlich Gain-Reserven. Dabei ist sie nicht bloß ein Gitarren-Zerrer – die Entwickler betonen ihre Eignung für Synths, Drum Machines und Studio-Anwendungen und vergleichen sie eher mit einem Studio-Saturator als mit einem typischen Overdrive. Die Färbung, Sättigung und der Volume-Boost des Preamps beeinflussen alles, was danach kommt, und bereiten so das Feld für Delay und Modulation. Die Voicing-Regelung setzt einen globalen Filter, während der Tilt-EQ nur die Wiederholungen formt und so noch mehr Kontrolle über den Klangcharakter bietet.

"At the input of the delay line, there is a 4x2 matrix mixer."
© Screenshot/Zitat: Chaseblissaudio (YouTube)
Modulation, Sequencing und Looper: Die Palette erweitern

"When we're overdubbing, the whole pedal is active."
© Screenshot/Zitat: Chaseblissaudio (YouTube)
Big Times kreatives Arsenal wird durch Modulations- und Sequenzierungsfunktionen erweitert. Die Modulationsparameter wie Rate und Depth sind über ein alternatives Menü zugänglich, das durch Halten der Shift-Taste aktiviert wird. Dieses Alt-Menü erlaubt einen schnellen Wechsel zwischen Haupt- und Sekundäreinstellungen, sodass sich Bewegung und Textur im Delay im Handumdrehen einstellen lassen. Im Walkthrough wird gezeigt, wie diese Modulationen von sanftem Warble bis zu extremen Pitch- und Zeitveränderungen reichen können.
Sequencing und der Looper erweitern die Möglichkeiten noch weiter. Der Cluster-Slider fügt mehrere Delay-Köpfe hinzu, die sich von einfachem Doubling bis zu komplexen, verwaschenen Texturen entwickeln, je mehr Köpfe und Modulation ins Spiel kommen. Der Looper arbeitet während des Overdubbings mit dem gesamten Signalweg – alle Effekte des Pedals, inklusive Feedback und Sättigung, sind aktiv. Nach dem Overdub wird das Loop per DSP-Feedback eingefroren und bleibt ohne weitere Verschlechterung erhalten. So entstehen experimentelle Layerings und sich entwickelnde Klanglandschaften.
Delay-Zeit, Artefakte und Anpassungsfähigkeit
Big Time steht offen zu seinem digitalen Erbe. Im 0.5x-Modus wird die Clock halbiert, wodurch sich die Delay-Zeit verdoppelt und gleichzeitig Bandbreite und Bit-Tiefe reduziert werden – klassische Digital-Artefakte inklusive. Diese Hommage an Vintage-Delays ist eine bewusste kreative Entscheidung und lädt dazu ein, die Eigenheiten alter Geräte gezielt einzusetzen. Darüber hinaus bietet das Pedal ein tieferes Konfigurationsmenü für fortgeschrittene Einstellungen sowie Unterstützung für Tap Tempo, MIDI, Diffusion und Presets. Damit passt sich Big Time flexibel an verschiedenste Setups und Musikstile an. Das Video schließt mit einer Einladung zur eigenen Erkundung – denn Big Time belohnt Neugier und Experimentierfreude ebenso wie präzises Timing.
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