Chase Bliss, bekannt für verspielte und zugleich tiefgründige Effektarchitekturen, bringt mit der TEMPO-Firmware eine radikale Transformation für den CHOMPI: Aus dem eigenwilligen Sampler wird ein intuitiv bedienbares Groovebox-Tool mit patternbasiertem Workflow und synchronisierbarem Herzschlag. Im offiziellen Überblicksvideo führt das Team durch die neuen Engines, zeigt die Pattern- und Slice-Funktionen und erklärt, wie Preset- und Snapshot-Systeme das Live-Experimentieren fördern. Wer wissen will, wie Groovebox-Konzepte auf kompakte Hardware übertragen werden können, sollte sich dieses Update nicht entgehen lassen – und am besten gleich das Video anschauen.

4. März 2026
LYRA
Chase Bliss CHOMPI: TEMPO Firmware – Groovebox-DNA für den verspielten Sampler
TEMPO: CHOMPIs Groovebox-Wiedergeburt
Die TEMPO-Firmware markiert einen grundlegenden Wandel für den CHOMPI, den kompakten Sampler von Chase Bliss: Sie verwandelt ihn in eine Groovebox, die auf Pattern-Erstellung und rhythmisches Spiel ausgelegt ist. Im Unterschied zur bisherigen Tape-Firmware eröffnet TEMPO einen Workflow, der sich grundlegend anders anfühlt, dabei aber den taktilen, explorativen Geist von CHOMPI bewahrt. Im Video wird betont, dass sich zwar die Hardware nicht ändert, aber musikalische Ergebnisse und kreative Wege komplett neu gedacht werden – TEMPO ist nicht bloß ein Update, sondern ein neues Instrument im selben Gehäuse.
Diese Transformation basiert auf einer Oberfläche, die auf Direktheit und Hands-on-Kontrolle ausgelegt ist. Viele Funktionen bleiben vertraut, sodass bestehende Nutzer schnell einsteigen können, doch patternbasierte Sequenzierung und synchronisierbare Clock erschließen neue Möglichkeiten. Das Video verspricht einen Rundgang durch diese Neuerungen und hebt hervor, wie Kontinuität und radikale Neuausrichtung in TEMPOs Architektur zusammenfinden.

"Diese neue Firmware fühlt sich an, als würde sie ein völlig neues Instrument im selben Chompy-Gehäuse freischalten."
("This new firmware feels like it unlocks a brand new instrument within this same Chompy hardware.")© Screenshot/Zitat: Chaseblissaudio (YouTube)
Sound-Design-Engines: Filter, Crunch und Sample-Fenster

"Mit der Tempo-Firmware können wir das Sample-Fenster jetzt so klein machen, dass es tatsächlich zu einem Oszillator wird – etwa für eine Wavetable-Synth-Stimme."
("With the tempo firmware, we can now make our sample window so small that it can actually become an oscillator for something like making like a wavetable synth voice.")© Screenshot/Zitat: Chaseblissaudio (YouTube)
Die TEMPO-Oberfläche bringt eine Reihe neuer und verfeinerter Features für CHOMPIs Sound-Design-Workflow. Die vier Encoder bieten jetzt erweiterte Seiten und Shift-Funktionen, mit denen sich Geschwindigkeit, Richtung, Lautstärke, Panorama und eine dritte Seite für sample-spezifische Effekte steuern lassen. Besonders hervorzuheben ist der neue Multimode-Resonanzfilter – beschrieben als DJ-Style-Filter mit eingebauter Resonanz – sowie ein Sample-Rate-Reducer, beide vor dem Filter platziert für kreatives Klang-Shaping. Alle Parameter werden pro Preset und Sample gespeichert und unterstützen so wiederholbare Sound-Design-Entscheidungen.
Sample-Start- und Endpunkte sind nun interaktiver: Die Encoder zwei und drei arbeiten zusammen, um das Wiedergabefenster zu definieren. Dieses Fenster kann so weit verkleinert werden, dass es als wavetable-artiger Oszillator dient – experimentelle Synthese aus jedem beliebigen Sample wird möglich. Im Video wird dies demonstriert, indem sowohl musikalische als auch nicht-musikalische Samples (wie ein Fingerschnippen) in gefilterte, gestimmte Töne verwandelt werden – ein Beleg für die Flexibilität der Firmware für klassische und unkonventionelle Klangquellen.
Außerdem bietet die Hüllkurve jetzt Attack- und Release-Parameter sowie Umschalter für Loop und Sustain. Diese Toggles, erreichbar über Shift-Funktionen, erlauben es, das Sample-Verhalten für perkussive oder gehaltene Sounds anzupassen – ein wichtiger Punkt für das Sequencing. Alle diese Bedienelemente sind auf schnelle Resets und intuitive Bedienung ausgelegt und unterstreichen TEMPOs Anspruch auf eine performative, hands-on Workflow-Philosophie.
Pattern Generator: Wo Arp und Step-Sequencer verschmelzen
Im Zentrum von TEMPOs Groovebox-Identität steht der Pattern Generator – ein Hybrid aus Arpeggiator und Step-Sequencer. Die Bedienung ist auf Direktheit ausgelegt: Gehaltene Noten werden auf einem rhythmischen Raster getriggert, das mit der Master-Clock synchronisiert ist; durch Latching (Loop-Taste) lassen sich Sequenzen in Echtzeit editieren. Die Länge eines Patterns ergibt sich aus der Anzahl der Noten, und Schritte können spontan hinzugefügt oder entfernt werden – alles wird sofort hörbar umgesetzt.
Über die Grundfunktionen hinaus bietet der Pattern Generator verschiedene Arp-Stile (Notenreihenfolge, aufwärts, abwärts, Pingpong, Zufall) und Rest-Patterns, die Noten verschieben und rhythmische Vielfalt schaffen. Wahrscheinlichkeits-Parameter sorgen für weitere Unvorhersehbarkeit: Steps springen Oktaven oder ändern die Reihenfolge. Clock-Divisionen, Multiplikationen und Tap-Tempo sind direkt am Transport-Regler erreichbar – so lassen sich Patterns flexibel an verschiedene musikalische Kontexte anpassen. Das Ergebnis ist eine Sequencing-Engine, die strukturierte Grooves ebenso wie glückliche Zufälle fördert – ganz im spielerischen Geist von Chase Bliss.

"Der Pattern Generator ist im Grunde wie ein eigenwilliger Arpeggiator, der auf einen vereinfachten Step-Sequencer trifft."
("The pattern generator, which is essentially like a quirky arpeggiator meets a simplified step sequencer.")© Screenshot/Zitat: Chaseblissaudio (YouTube)
Effekte und Slice Engine: Parallele Spielwiesen für Sound-Design

"Beide Sampling-Engines laufen tatsächlich parallel zueinander, können also gleichzeitig spielen und völlig unabhängig voneinander sequenziert werden."
("Both of our sampling engines are actually running in parallel to one another, meaning that they can play at the exact same time and they can be sequenced totally independently of one another.")© Screenshot/Zitat: Chaseblissaudio (YouTube)
TEMPOs Effekt-Engine wurde komplett neu gestaltet, um den patternbasierten Workflow zu unterstützen. Im Zentrum steht ein clock-synchronisiertes Delay mit zwei Varianten: Links ein Loop-Delay, das auf mathematische Clock-Intervalle hört, rechts eine Diffusions-Reverb-Variante für atmosphärische Texturen. Shift-Funktionen bringen Randomisierung ins Spiel – Oktavsprüngen, Reverses und Panning – und erzeugen pseudo-granulare Effekte, die stets musikalisch im Raster bleiben. Es gibt eine Freeze-Funktion zum Einfrieren und Loopen von Delay-Buffern sowie eine versteckte Seite für per-Engine Effekt-Sends und Feedback-Kontrolle, inklusive Sidechain-artigem Ducking, das auf neues Material reagiert.
Die Slice Engine, die parallel zum chromatischen Sample-Engine läuft, ersetzt den alten One-Shot-Modus. Sie teilt eine einzelne Audiodatei in 16 Slices, die auf die weißen Tasten verteilt werden – ideal für Drumkits, Melodisches oder experimentelle Sample-Sets. Nutzer können direkt in die Slice Engine aufnehmen oder vorab gegridete Files aus der DAW importieren. Start- und Endpunkte des Sample-Fensters beeinflussen alle Slices und ermöglichen kreative Rekontextualisierung. Beide Engines lassen sich unabhängig sequenzieren und spielen, was Layering und komplexe Arrangements unterstützt.
Dieser Dual-Engine-Ansatz ist eine architektonische Besonderheit: CHOMPI wird so zur Groovebox und Sample-Mangling-Workstation zugleich. Im Video werden Drum-Patterns in Slice-Mode gebaut, während im chromatischen Engine Synth-Stimmen entstehen – ein klares Plus für DAWless- und Live-Performance-Workflows.
Presets und Snapshots: Dynamisches Recall für Live-Performance
TEMPO bringt ein neues Verhalten für Preset-Management, das Flexibilität und experimentierfreudiges Arbeiten fördert. Änderungen an einem Preset werden nicht automatisch gespeichert; Nutzer müssen den Slot manuell überschreiben, um Anpassungen dauerhaft zu machen. Das lädt zum Ausprobieren während der Performance ein, da jederzeit ein Rücksprung zum gespeicherten Zustand möglich ist. Im Video wird gezeigt, wie dieser Ansatz sowohl strukturiertes Pattern-Building als auch spontanes Sound-Design unterstützt – mit der Option, jederzeit zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
Snapshots ergänzen das Konzept um eine weitere Ebene des dynamischen Recalls: Zwei Auto-Save-Slots (A und B) speichern den gesamten Zustand des Instruments. Nutzer können zwischen ihnen hin- und herspringen, kopieren und editieren – wie Performance-Decks oder als Undo-System. Dieses Dual-Snapshot-System wird als Mittel gegen kreative Sackgassen präsentiert und macht es leicht, Ideen zu vergleichen oder Fehler im Live-Set zu korrigieren. Das Ergebnis ist eine Speicherarchitektur, die robust und improvisationsfreundlich wirkt – ganz im Sinne des spielerischen, explorativen Ansatzes von Chase Bliss.
Zum YouTube Video:
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