Chris Sangster, der unermüdliche Studio-Krieger aus LA, nimmt Logic Pro 12.3 in seinem neuesten Video gnadenlos auseinander. Vergiss blumige Release Notes – hier geht’s um echte Workflows: vom lang ersehnten Foreground Grid über Smart Tempo-Tücken bis zu Beat Breaker-Spielereien. Chris beschönigt keine Bugs, sondern serviert das Gute, das Schlechte und das Nerdige. Ob sich das Update wirklich lohnt? Das musst du selbst sehen (und hören).

19. Juli 2026
SPARKY
Chris Sangster vs Logic Pro 12.3: Foreground Grids und andere Kopfschmerzen
Foreground Grid: Endlich Durchblick
Logic Pro 12.3 kommt mit einem echten Highlight: Foreground Gridlines. Nach Jahren des Gemeckers können User jetzt endlich Takt- und Beat-Linien auf jeder Region sehen – egal ob stumm oder nicht. Kein Rätselraten mehr, wo die Snare sitzt, nur weil Logic das Raster unter einem bunten Clip versteckt. Im neuen Placement-Menü kannst du die Gridlines platzieren, wie du willst, und mit ein paar Reglern Helligkeit und Farbe anpassen. Von Geisterweiß bis Blackout-Modus – alles drin, je nach Zoom und Stimmung.
Natürlich wäre es nicht Apple ohne einen Haken: Die Gridlines verschwinden beim Resizen einer Region – außer Flex Time ist aktiviert. Sieht nach Bug aus, fühlt sich wie ein Bug an, ist ziemlich sicher ein Bug. Chris spricht’s an und tippt auf ein baldiges Fix, aber bis dahin heißt es: Flex Time an, wenn du pingelig bist. Trotzdem ein Fortschritt: Apple hört zu, auch wenn sie sich bewegen wie im Unterwasser-Mix.

"Das ist ziemlich seltsames Verhalten und für mich einfach ein Bug – ich denke, das wird bald gefixt."
© Screenshot/Zitat: Sangstersounds (YouTube)
Smart Tempo: Schlauer, aber nicht schlau genug

"Vielleicht das beste Update: Man kann das Originaltempo der Audiodatei direkt im Region Inspector eintippen."
© Screenshot/Zitat: Sangstersounds (YouTube)
Smart Tempo bekommt endlich ein sinnvolles Update: Flex Time und Smart Tempo sind jetzt getrennte Controls. Die Zeiten, in denen eine Audiodatei plötzlich Amok läuft, sind (meistens) vorbei – jetzt kannst du Flex Time und Smart Tempo separat steuern, ohne Menü-Odyssee oder Metadaten-Hacks. Chris feiert, dass man das Originaltempo direkt im Region Inspector eintippen kann. Half-Time und Double-Time sind jetzt ein Kinderspiel – perfekt für alle, die Beats gern spontan flippen.
Aber dann kommt der Dämpfer: Das neue ‚Ist es ein Loop?‘-Feature im Smart Tempo Editor ist eher verwirrend als hilfreich. Logic entscheidet immer noch selbst, was ein Loop ist – und wenn Logic falsch liegt, bist du machtlos: BPM-Editieren ist tabu, das Flex/Smart-Menü ein Chaos. Chris’ Fazit: Weniger flexibel als versprochen, manchmal sogar restriktiver als vorher. Typisch Logic – ein Schritt vor, einer zur Seite.
Beat Breaker: Slices werden wild
Beat Breaker hat jetzt ein paar neue Tricks im Gepäck. Jeder Slice bekommt einen eigenen EQ-Filter – Lowpass oder Highpass – plus Resonanz-Sweeps, die richtig dreckig werden können. Filterbewegungen pro Slice automatisieren? Jetzt eine Sache von Sekunden. Mit dem Resonanz-Regler kannst du so viel Biss reinfahren, wie du willst – von dezent bis Lagerhallen-Abriss.
Dazu gibt’s Panning pro Slice, aber Vorsicht: In Mono mutet ein harter Rechts-Pan einfach den Slice. Stereo aktivieren, dann läuft’s. Für die Chaos-Liebhaber gibt’s jetzt einen Würfel-Button: Zufallseinstellungen pro Slice, mit Kontrolle darüber, was wie wild wird. Chris meint, das ist eher ein Gimmick, aber macht trotzdem Laune. Wenn jeder Hi-Hat klingt, als hätte er seine eigene kleine Rave-Party, bist du hier richtig. Für das volle Sound-Chaos: Video anschauen!
Bugs und Frustmomente
Kein Update ist perfekt, auch 12.3 nicht. Chris zählt klassische Logic-Schrägheiten auf: Gridlines verschwinden ohne Flex Time, Smart Tempo Loop-Verwirrung und der berüchtigte Export-Namens-Bug (endlich gefixt, Halleluja). Auch das Cue Range-Feature funktioniert jetzt berechenbar – ein Segen für alle, die am Quantisierungs-Limit arbeiten. Dazu kommen ein paar zurückgekehrte Legacy-Patches und Tweaks beim Duplicate Track-Button. Wer Perfektion erwartet, wird enttäuscht: Manche Änderungen sind subtil, andere längst überfällig – Apple bleibt beim eigenen Tempo.
Solltest du upgraden?
Chris bringt’s auf den Punkt: Logic Pro 12.3 ist ein solides Update, aber keine Revolution. Die neuen Features sparen in manchen Workflows echt Zeit, aber die Bugs und seltsamen Design-Entscheidungen sollte man abwägen, bevor man updatet. Wer auf Foreground Grids oder Beat Breaker-Spielereien steht, kann zuschlagen. Wer nur auf Stabilität schwört, wartet besser auf das nächste Punkt-Update. Wie immer gilt: Den echten Impact sieht (und hört) man am besten im Video selbst. Nichts schlägt das echte Chaos in Aktion.

"Alles in allem finde ich, dass das ein sinnvolles Update ist."
© Screenshot/Zitat: Sangstersounds (YouTube)
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