Make Noise, die Modular-Tüftler aus Asheville, melden sich mit einem Deep Dive in die exzentrischeren Read-Shapes des MultiMod zurück. Das offizielle Walkthrough verzichtet auf die üblichen LFO-Smoothies und konzentriert sich stattdessen auf Staircase-, Ramp- und randomisierte Orbits – jede mit ihrer eigenen Portion Diskontinuität. Im Video wird methodisch gezeigt, wie diese Shapes für alles von gestuften Modulationen bis zu unvorhersehbaren Gate-Streams genutzt werden können, wobei das Patchen stets praxisnah und die Metaphern angenehm knackig bleiben. Wer Sounddesign lieber als Krautsalat denn als klare Brühe versteht, sollte hier unbedingt reinschauen.

10. April 2025
MILES
Chunky Orbits und gestufte Realitäten: Make Noise erforscht die MultiMod-Shaping-Power
MultiMod: Mehr als nur sanfte Wellen
Make Noise positioniert den MultiMod gleich zu Beginn als ein Modul, das weit über klassische LFO-Formen hinausgeht. Während die meisten Modular-Fans mit Ramp, Triangle und Sine vertraut sind, laden die Read-Shapes des MultiMod – Forward, Backward, Ping Pong, Wow und Flutter – zu einem abenteuerlicheren Umgang mit Wellenform-Manipulation ein. Das Video macht klar, dass diese Read-Shapes keine theoretischen Spielereien sind, sondern praktische Werkzeuge, um neue klangliche Territorien zu erschließen.
Der Fokus verschiebt sich schnell auf die weniger konventionellen Shapes, die der MultiMod bietet. Anstatt beim Altbekannten zu bleiben, ermutigt Make Noise dazu, zu erforschen, wie diese Formen das Playback und die Modulation beeinflussen. Die Botschaft ist eindeutig: MultiMod ist nicht einfach ein weiterer LFO, sondern ein aktives Werkzeug, um Eingangssignale diskontinuierlich neu zu formen und komplexe Audio-Ergebnisse zu erzielen.
Staircase und Ramp: Stufenweise durch den Sound
Im Zentrum der Demonstration stehen die Staircase- und Ramp-Shapes, die grundlegend verändern, wie der MultiMod eingehende Signale verarbeitet. Besonders die Staircase-Form wird als Alternative zur klassischen Ramp hervorgehoben – sie bietet einen gestuften, statt fließenden Verlauf durch das Eingangsmaterial. Anstelle eines kontinuierlichen Sweeps springt das Playback in diskreten Intervallen und erzeugt so eine abgehackte, quantisierte Version des Eingangssignals.
Mit einer Cycling Function aus Maths macht das Video diese Unterschiede hörbar. Schnelle Spread-Einstellungen liefern eng gestufte Ergebnisse, während langsameres Timing die Länge der einzelnen Stufen betont und das Eingangssignal schließlich abstrahiert. Über den Spread-Regler lassen sich zudem die Kanäle differenzieren – das Resultat ist ein Patch, der sowohl optisch als auch klanglich zackig wirkt. So zeigt sich, wie MultiMod selbst aus einfachen Modulationsquellen komplexe Strukturen zaubern kann.

"So instead we have the staircase shape when this input is in use."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Zerkleinern, Mischen, Morphen: Shaping-Techniken im Einsatz

"I really like to think of it as I'm eating the Multimod."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Nachdem die Grundlagen gelegt sind, bedient sich das Video der Metapher von Klang als Nahrung – die diskontinuierlichen Shapes des MultiMod werden mit Krautsalat oder Smoothie verglichen. Das ist nicht nur ein Gag, sondern ein praktischer Ansatz, um zu verstehen, wie das Modul Eingangssignale zerschneidet und vermischt. Über die Parameter Time, Spread und Shape lässt sich bestimmen, wie grob oder fein das klangliche Ergebnis ausfällt.
Die Demonstration zeigt, dass man durch geschicktes Tweaken zwischen stark gestuften, fast granulierten Modulationen und sanfteren, gemischten Resultaten wechseln kann. Das Zusammenspiel der Regler lädt zum Experimentieren ein und belohnt alle, die den MultiMod in weniger vorhersehbare Gefilde schicken. Einmal mehr wird klar: Modular-Synthese ist mindestens so sehr Prozess wie Ergebnis.
Randomness und Wahrscheinlichkeit: Kontrolliertes Chaos
Randomisierung ist eine der wichtigsten Zutaten im MultiMod-Menü. Im Step-Random-Modus bekommt jeder Kanal eine zufällige Position in seinem Orbit zugewiesen – und das bei eigenem Clock-Tempo, wodurch die direkte Abbildung des Eingangssignals aufgebrochen wird. Dennoch beeinflusst dessen Verlauf weiterhin die Wahrscheinlichkeitsverteilung: Logarithmische Funktionen bevorzugen hohe Werte, exponentielle eher niedrige, und lineare sorgen für Gleichverteilung.
Das Video geht noch weiter und zeigt, wie sich durch Abschwächen und Offsetten des Inputs der Random-Bereich gezielt einschränken lässt. Mit einem Gate-Stream am Eingang wird der MultiMod zum probabilistischen Gate-Generator; Pulsbreite und Duty Cycle steuern die Wahrscheinlichkeit von Output-Events. Werden diese Parameter live moduliert oder der MultiMod extern getaktet, entstehen ständig neue, unvorhersehbare Rhythmen – ein Paradies für alle, die ein bisschen Chaos im Patch schätzen.

"But the shape does have an effect because it determines the likelihood of any given value."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Ramp Let's: Einladung zum kreativen Patchen

"Let us know in the comments because I think it'd be fun to make that video as exhaustive as possible."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Im letzten Abschnitt steht die Ramp Let’s-Form im Mittelpunkt, die zufällig einen Startpunkt wählt und dann vorwärts durch das Eingangssignal läuft – so entstehen kleine, versetzte Kurvenflocken. Der/die Präsentierende deutet an, wie viel kreatives Potenzial hier steckt, und schlägt vor, Ramp Let’s in einem eigenen Video zu vertiefen. Die Zuschauer werden eingeladen, ihre Patch-Ideen in den Kommentaren zu teilen – ganz im offenen, gemeinschaftlichen Geist, für den Make Noise bekannt ist.
Zum YouTube Video:
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Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/MAKEN0ISEMUSIC
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