Elektrons Tonverk landet als mutiger, polyphoner Multisampler und Audio-Prozessor und verspricht eine riesige Spielwiese für digitales Sounddesign und Performance. In diesem offiziellen Walkthrough führt uns Aho Ssan durch die Kernmaschinen von Tonverk, seine komplexe Routing-Matrix und ein Buffet an Effekten – alles eingebettet in Elektrons charakteristischen, performance-orientierten Workflow. Mit 16 Spuren, tiefer Modulation und einem modularen FX-Ansatz will Tonverk mehr sein als nur eine weitere Groovebox. Wir schauen uns an, wie Architektur, Spurtypen und Kreativtools zusammenspielen – und was das für alle bedeutet, die nach einer Next-Gen-Digital-Workstation suchen.

11. September 2025
LYRA
Elektron Tonverk: Polyphones Playground trifft Routing-Kraftpaket
Ein polyphoner Multisampler mit Abenteuerlust
Tonverk wird als Maschine für klangliche Abenteuer vorgestellt und positioniert sich als vielseitiger polyphoner Sampler und Audio-Prozessor. Elektrons Präsentation betont Tonverk als All-in-One-Kreativzentrale, die als Sampler, FX-Mixer, Routing-Spielplatz und multi-tonale Fabrik dienen kann. Es geht nicht nur um Features – sondern darum, Nutzer zu eigenen Workflows zu inspirieren, egal ob Layering, Resampling oder neue Routing-Schemata.
Von Anfang an wird Tonverk als Kiste inszeniert, die zum Experimentieren einlädt. Elektrons typischer Fokus auf Performance und Live-Manipulation ist spürbar, mit dem Versprechen, dass all diese Möglichkeiten gleichzeitig nutzbar sind. Das Video bereitet die Bühne für Tonverk als Plattform für strukturierte Komposition ebenso wie für spontanes Sounddesign – und deutet eine Tiefe an, die weit über simples Sample-Playback hinausgeht.

"Es kann dein vielseitiger polyphoner Sampler sein, dein Alles-ist-möglich-Routing-Spielplatz, dein FX-Mixer, deine Maschine mit Spuren in Spuren, deine multi-tonale Fabrik."
("It can be your versatile polyphonic sampler, your anything-is-possible routing playground, your FX blender, your machine with tracks within tracks, your multi-tonal factory.")© Screenshot/Zitat: Weareelektron (YouTube)
Drei Maschinen, drei Ansätze: Multiplayer, Subtracks und Single Player

"Mit der Subtracks-Maschine kann jede Taste der unteren Reihe auf dem Tonverk-Keyboard ihr eigenes Sample beherbergen."
("With the subtracks machine, every lower row key on Toneverk's keyboard can host its own sample.")© Screenshot/Zitat: Weareelektron (YouTube)
Tonverks Architektur basiert auf drei unterschiedlichen Audio-Maschinen, die jeweils einen eigenen Ansatz für Sound-Erzeugung und -Bearbeitung bieten. Die Multiplayer-Maschine ist für Multisample-Instrumente gedacht und erlaubt das Laden komplexer, velocity-geschichteter Sounds – inklusive Auto-Sampling externer Quellen. Dieses Auto-Sampling sticht heraus: Monophone Patches von externem Gear können aufgenommen und in polyphone Instrumente verwandelt werden, mit Kontrolle über Noten- und Velocity-Layer.
Die Subtracks-Maschine geht granularer vor: Jede Taste der unteren Keyboard-Reihe kann ihr eigenes Sample beherbergen. So wird eine einzelne Spur zu acht Subtracks, jeweils mit eigenen Filtern, Amp und Modulation – ideal für Drumkits oder multi-timbrale Setups. Die Flexibilität, pro Subtrack verschiedene Samples zu laden oder Sounds zu duplizieren, unterstützt unterschiedlichste kreative Workflows.
Abgerundet wird das Trio durch die Single Player-Maschine, die sich auf polyphone One-Shots konzentriert. Eigene Samples können geladen oder aufgenommen, Start- und Endpunkte gesetzt und mit Crossfade-Parametern nahtlos geloopt werden. Diese Maschine steht für schnelles, spielbares Sample-Handling, mit der Möglichkeit, einen einzelnen Ton in polyphone Texturen zu verwandeln. MIDI-Fähigkeiten werden ebenfalls erwähnt und deuten auf externe Steuerung und Integration hin.
Routing: Das Herzstück von Tonverks Modularität
Beim Routing zeigt Tonverk seine digitale Architektur in voller Stärke. Das Gerät bietet 16 Spuren: 8 für Audio oder MIDI, 4 für Busse, 3 für Sends und 1 für den Mix – jeweils mit eigenem Sequencer. Die physische Konnektivität ist robust: 2 Eingänge, 4 Ausgänge, ein ebenfalls routbarer Kopfhörerausgang, MIDI In/Out/Thru, zwei USB-C-Anschlüsse und SD-Karten-Support. Dieses Hardware-Fundament ermöglicht ein Routing-Menü, das hochindividuelle Signalwege erlaubt – egal ob man einen Sound isolieren oder Spuren gemeinsam bearbeiten möchte.
Parameter-Locking (P-Lock) ist tief integriert: Nicht nur Parameter lassen sich pro Step fixieren, sondern auch Routing-Zuweisungen – sogar für einen Sekundenbruchteil. Das eröffnet dynamische, sich entwickelnde Patterns, in denen Spuren on-the-fly zwischen Bussen und Effektketten springen. Das Video zeigt verschiedene Routing-Szenarien: Audio durch externe Effekte schicken und zurückholen, Busse mit Effekten bestücken und Echtzeit-Routing für Performance-Übergänge nutzen.
Elektrons Ansatz ist hier kompromisslos modular und gibt Nutzern die Werkzeuge, komplexe, wandelbare Signalflüsse zu bauen. Die Möglichkeit, sowohl Sound- als auch Routing-Parameter pro Step zu P-locken, ist ein echtes Highlight und verspricht Kontrolle, die über klassische Sampler oder Grooveboxen hinausgeht.

"Tonverk lässt dich auch das Routing selbst P-locken, was kontinuierlich oder nur für einen Sekundenbruchteil klingt."
("Toneverk also lets you P-lock the routing itself, which will sound continuously or for just a split second.")© Screenshot/Zitat: Weareelektron (YouTube)
Effektvielfalt: Vom Funhouse zur modularen Matrix

"Wie du hörst, ist Tonverk ein FX-Funhouse und kommt mit allen möglichen FX-Optionen zum Eintauchen."
("As you can hear, Tonverk is an FX funhouse and comes with all sorts of FX options to dive into.")© Screenshot/Zitat: Weareelektron (YouTube)
Die Effektsektion von Tonverk wird als echtes Funhouse beschrieben, mit einer breiten Auswahl an FX-Typen. Neben Elektron-Klassikern erweitern Neuzugänge wie Degrader, Frequency Warper, Infinite Flanger, Phase 98, Boomscreen Reverb, Filter Bank und Compress Minus das Spektrum. Effekte können modular angewendet werden: Zwei pro Audiospur und Bus, plus jeweils einer für Sends und Mix – das ermöglicht komplexe, geschichtete Effektketten.
Jede Spur und jeder Subtrack verfügen zudem über zwei Filter – einen für kreatives Shaping, einen für Korrekturen. Modulation ist allgegenwärtig, mit mehreren LFOs und Mod-Hüllkurven, die sowohl Stimmen als auch Effekten zugewiesen werden können. Diese Architektur unterstützt tiefes Sounddesign, wobei die Konfiguration je nach gewählter Maschine variiert. Effekte und Modulation sind hier keine Nebensache, sondern integraler Bestandteil des Workflows.
Werkstation: Sequencing, Performance und externe Integration
Tonverk positioniert sich als echte Workstation – nicht nur als Sampler oder Synth. Features wie Step-Editor, Arpeggiator, Akkord- und Song-Modus, Performance-Makros und Speicherverwaltung werden als Werkzeuge für Komposition und Live-Improvisation hervorgehoben. Perform-Modus, Übergangsoptionen und vielfältige Modulationsquellen kommen besonders in Verbindung mit einem externen Keyboard zur Geltung und deuten auf hybride Workflows zwischen Studio und Bühne hin.
Das Video betont die Fähigkeit, Instrumente zu multisamplen, Sounds zu verbiegen und zu verzerren, Subtracks zu bauen, Signale zu routen, Presets zu speichern, ganze Songs zu sequenzieren – alles in einer Box. Auch die Integration externer Geräte wird hervorgehoben, mit klarer Unterstützung für das Einbinden von Instrumenten und Effekten in das Tonverk-Ökosystem.
Elektrons Präsentation macht deutlich: Tonverk ist eine Einladung zur tiefen musikalischen Erkundung. Während das Video eine Fülle an Features und flexible Workflows zeigt, bleiben Fragen zur Menü-Tiefe, Latenz im Echtbetrieb und zur Standfestigkeit im Live-Einsatz offen – Bereiche, die erst im Praxistest abschließend bewertet werden können.
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