Expressive E Osmose 2.0: Sieben Wege, wie dieses Firmware-Update das Konzept neu definiert

5. September 2024

LYRA

Expressive E Osmose 2.0: Sieben Wege, wie dieses Firmware-Update das Konzept neu definiert

Der Osmose von Expressive E war schon bisher ein herausragendes Instrument in der MPE-Synth-Landschaft, doch das Firmware-Update 2.0 hebt Workflow und Flexibilität für Performances auf ein neues Level. Im offiziellen Walkthrough stellt Expressive E sieben zentrale Neuerungen vor, die das Preset-Management schärfen, die MIDI-Steuerung erweitern und die Ausdrucksmöglichkeiten vertiefen – besonders für alle, die den Osmose in komplexen Studio- oder Live-Setups einsetzen. Vom überarbeiteten Preset-Browser bis zu fortgeschrittenen MIDI-Tricks ist klar: Das Update macht den Osmose nicht nur leistungsfähiger, sondern auch spielbarer und anpassungsfähiger. Wir analysieren, was neu ist, was verbessert wurde und wie diese Änderungen das Osmose-Erlebnis verändern könnten.

Ein großer Sprung: Die architektonische Überarbeitung von Osmose 2.0

Das Firmware-Update 2.0 für den Osmose von Expressive E ist weit mehr als ein kleines Feintuning – es ist ein grundlegendes Umdenken, wie das Instrument in Studio- und Bühnen-Workflows eingebettet wird. Das Update bringt eine Reihe von Funktionen, die langjährige Nutzerwünsche erfüllen, insbesondere beim Preset-Management und bei der externen MIDI-Steuerung. Im Video wird sofort betont, dass diese Neuerungen darauf abzielen, den Osmose vielseitiger für unterschiedlichste kreative Kontexte zu machen – vom Live-Einsatz bis zum projektbasierten Sounddesign.

Besonders auffällig ist, wie das Update die bisher getrennten Bereiche interner Sound-Engine und externer MIDI-Modus miteinander verbindet. Funktionen, die bislang nur intern verfügbar waren, stehen nun in beiden Modi bereit und machen den Osmose zu einem einheitlicheren und flexibleren Werkzeug. Dieser architektonische Wandel unterstreicht das Engagement von Expressive E, das Instrument nicht nur in puncto Spielgefühl, sondern auch hinsichtlich Integration und Workflow weiterzuentwickeln.

Wir haben den Preset-Browser überarbeitet und beliebte Funktionen im externen MIDI-Modus hinzugefügt, die zuvor nur im internen…

© Screenshot/Zitat: Expressivee (YouTube)

Preset-Power: Favoriten, Playlists und ein smarter Browser

Sie können jetzt Playlists erstellen, um Presets für den schnellen Abruf während eines Live-Konzerts oder für eine thematische Sammlung in…

© Screenshot/Zitat: Expressivee (YouTube)

Die Möglichkeit, Presets als Favoriten zu markieren, ist eine scheinbar kleine, aber im Alltag enorm hilfreiche Funktion. Mit einem schnellen Klick lassen sich Lieblingssounds mit einem Stern versehen und über einen eigenen Filter sofort wiederfinden – ein klares Zugeständnis an die Anforderungen des Live-Betriebs, wo Geschwindigkeit und Verlässlichkeit zählen.

Playlists gehen noch einen Schritt weiter: Nutzer können Presets in thematische Sammlungen für Gigs oder Projekte organisieren. Die neue Browser-Oberfläche unterstützt bis zu 30 Playlists mit jeweils 128 Slots und bietet Move- und Remove-Funktionen für flexible Setlist-Verwaltung. Neu ist auch ein gemeinsamer Navigationstab, in dem User- und Factory-Presets nebeneinander erscheinen, sowie ein Bank-Filter für schnellen Zugriff. Besonders aus architektonischer Sicht spannend: Presets werden jetzt auf dem Mainboard gespeichert, was die Kapazität auf über 2000 Speicherplätze erhöht – inklusive individueller Sensitivitäts- und Performance-Einstellungen pro Patch.

Performance auf Abruf: MIDI-Program-Changes und mehr

Für alle, die den Osmose in größere MIDI-Setups einbinden, ist die neue Program-Change-Implementierung ein echter Gamechanger. Presets und Playlists lassen sich jetzt per Standard-MIDI-Befehlen fernsteuern, sodass Soundwechsel automatisiert aus der DAW oder von externen Controllern erfolgen können. Das Prozedere ist einfach: Preset lang gedrückt halten, Bank- und Program-Nummer ablesen und im externen Gerät einstellen.

Diese Logik gilt auch für Playlists: Mit Bank-Select und Program-Change werden beliebige Slots sofort aufgerufen. Der Fokus des Updates auf externe MIDI-Steuerung spiegelt die wachsende Nachfrage nach Instrumenten wider, die flexibel zwischen Hardware- und Software-Umgebungen wechseln. Durch die transparente und robuste Preset-Steuerung positioniert sich der Osmose 2.0 als ernstzunehmendes Werkzeug für Live- und Studiosetups mit hohen Integrationsanforderungen.


Expressives MIDI: Press Glide und MPE-Arpeggiator im externen Modus

Der Ruf des Osmose für nuancierte Ausdrucksmöglichkeiten wird im externen MIDI-Modus mit Press Glide und dem MPE-Arpeggiator deutlich ausgebaut. Press Glide, bislang nur für die interne Engine verfügbar, funktioniert nun auch mit externen MPE-Synths oder in der DAW und übersetzt Druckgesten in dynamische Pitch-Glides. Nutzer können das maximale Intervall für Glides festlegen, und das System reagiert auf Druckverteilung zwischen den Tasten – für intuitive, seesaw-artige Übergänge.

Der MPE-Arpeggiator ist ein weiteres Highlight: Jede Note im Arpeggio kann individuell mit Druck und Pitch-Bend geformt werden, Parameter wie Oktave und Ratcheting lassen sich in Echtzeit modulieren. Bemerkenswert: Der Arpeggiator klingt dank der fortschrittlichen Tastatur auch mit klassischen, nicht-MPE-Instrumenten lebendig. Diese Erweiterungen machen den Osmose zu einem vielseitigen Controller für moderne wie klassische Synth-Umgebungen.

Harken Audios beliebtes, druckempfindliches Portamento, das sogenannte Press Glide, ist jetzt auch im externen MIDI-Modus verfügbar.

© Screenshot/Zitat: Expressivee (YouTube)

Update leicht gemacht: So kommt Osmose 2.0 aufs Gerät

Expressive E hält den Update-Prozess für registrierte Nutzer angenehm unkompliziert. Die Firmware steht im Expressive-E-Account unter Downloads und Serials bereit, mit separaten ZIP-Dateien für Windows, Intel-Macs und Apple-Silicon-Rechner. Jede Version enthält eine PDF mit detaillierter Installationsanleitung, sodass auch Firmware-Neulinge schnell und problemlos loslegen können.


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