Wenn byzantinische Chortradition auf digitale Beat-Architektur trifft, entsteht ein Klangraum, der sich wie ein Origami aus Geschichte und Gegenwart faltet. FRANK AND FREE bringt mit DJ SPHAEROS alias Brigitte Tannich eine Künstlerin ins Rampenlicht, die antike Musiktraditionen mit KI-gestützter Produktion verschmilzt – und dabei weder vor lateinischen Texten noch vor tanzbaren Rhythmen zurückschreckt. Das Ergebnis: ein Konzeptalbum, das nicht nur musikwissenschaftlich fundiert, sondern auch ästhetisch eigenwillig ist. Wer wissen will, wie sich Weltuntergang und byzantinische Avantgarde im Suno-Studio begegnen, ist hier genau richtig. Die Details? Die sind so vielschichtig, dass sie sich am besten im Video selbst entfalten.

21. Mai 2026
RAUMKLANG
FRANK AND FREE im KI-Spotlight: Antike trifft Algorithmus mit DJ SPHAEROS
Klangarchitektur zwischen Antike und Club
Brigitte Tannich alias DJ SPHAEROS ist eine Meisterin der musikalischen Grenzgänge. Ihre Biografie liest sich wie ein Mosaik aus klassischer Ausbildung, Studioerfahrung und einer tiefen Leidenschaft für den Chor – alles Zutaten, die sie nun in ihrem aktuellen Projekt zusammenführt. Schon als Kind im Rampenlicht, hat sie sich nie von Konventionen einengen lassen und sucht konsequent nach neuen Ausdrucksformen jenseits des Mainstreams.
Im Zentrum ihres Schaffens steht die Fusion von antiker Musiktradition und digitaler Gegenwart. Mit Suno als Werkzeug gelingt es ihr, byzantinische und gregorianische Klangideen in tanzbare Strukturen zu überführen, ohne deren Charakter zu verlieren. Das Ergebnis ist ein musikalisches Patchwork, das sich jeder Marktlogik entzieht und stattdessen auf persönliche Vision und künstlerische Freiheit setzt.
Zeitmaschine Suno: KI als Produktionsmotor
Der erste Kontakt mit KI-Musik war für Brigitte Tannich eher Zufall als Kalkül – doch die Möglichkeiten, die sich daraus ergaben, waren revolutionär. KI wird zur Zeitmaschine, die komplexe Produktionsprozesse radikal verkürzt und so kreative Konzepte wie „Lux Eterna Bitch Divina“ überhaupt erst realisierbar macht.
Durch den Einsatz von Suno kann sie Ideen in einer Geschwindigkeit umsetzen, die mit klassischen Produktionsmitteln kaum denkbar wäre. Die KI übernimmt dabei nicht die künstlerische Entscheidung, sondern dient als Werkzeug, das Raum für Experimente und spontane Eingebungen schafft. Für Workflow-Fetischisten mag das chaotisch wirken – für Chaosästheten ist es ein Traum.

"KI war für mich plötzlich wie eine Zeitmaschine. Sie verkürzt komplexe Produktionsprozesse und ermöglicht mir, solche Konzepte wie "Lux Eterna" überhaupt umzusetzen."
© Screenshot/Zitat: Frankandfree De (YouTube)
Konzeptalbum als griechisches Drama: Struktur trifft Experiment

"In Stasimon zum Beispiel übernimmt der Chor dabei eine kommentierende Rolle, wo er das Geschehen reflektiert."
© Screenshot/Zitat: Frankandfree De (YouTube)
„Lux Eterna Bitch Divina“ ist kein loses Track-Bündel, sondern ein durchkomponiertes Konzeptalbum, das sich an der Dramaturgie eines griechischen Dramas orientiert. Von Prologos bis Exodus folgen die 13 Stücke einer klaren inhaltlichen Linie, in der der Chor – ganz nach antiker Tradition – eine kommentierende Rolle übernimmt. Besonders spannend: Die Vertonung des Weltuntergangs geschieht hier nicht als Pathos-Overkill, sondern kurz und schmerzlos.
Die Herausforderung besteht darin, alte, einstimmige und nicht taktgebundene Gesänge in eine moderne, rhythmisch strukturierte Form zu bringen. Dabei bleibt der ursprüngliche Charakter erhalten, wird aber durch elektronische und byzantinische Avantgarde-Elemente erweitert. Die Patch-Geometrie dieses Albums ist bewusst konstruiert und lädt dazu ein, die einzelnen Klangschichten selbst zu erkunden – am besten mit Kopfhörer und offenem Ohr.
KI als Werkzeug: Zwischen Prompt-Exzessen und Produktionsethik
Die Arbeit mit KI – konkret mit Suno Studio – ist für Brigitte Tannich kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Sie beschreibt sich selbst als exzessive Prompt-Schreiberin, die so lange an den Eingaben feilt, bis das Ergebnis ihrer Vorstellung entspricht. Dabei bleibt die künstlerische Kontrolle stets bei ihr: Dramaturgie, Harmonik und Text entstehen aus ihrer Hand, die KI liefert das Rohmaterial.
Technisch ist Suno Studio für sie ein spannendes, aber noch entwicklungsfähiges Werkzeug. Die eigentliche Kunst liegt im Umgang mit den Möglichkeiten – und in der Geduld, die es braucht, um aus KI-generierten Fragmenten eine kohärente Klangarchitektur zu bauen. Wer wissen will, wie sich Maschinenethik und künstlerische Handschrift verbinden, sollte sich die Details im Video nicht entgehen lassen.

"Ich neige sehr zu einem exzessiven Promptschreiben, bis das so klingt, wie ich das sehe."
© Screenshot/Zitat: Frankandfree De (YouTube)
Musikwissenschaft trifft persönliche Transformation: Einzigartige Klangästhetik
Brigitte Tannich bringt nicht nur ihre musikwissenschaftliche Expertise, sondern auch persönliche Erfahrungen in das Album ein. Die Beschäftigung mit ethnologischen Klangtraditionen, mikrotonalen Elementen und alten Sprachen bildet das konzeptuelle Fundament. Latein und Altgriechisch werden zu Klangfarben, die sich mit modernen Beats verweben und so eine eigene musikalische Sprache schaffen.
Das Album ist in einer Phase persönlicher Veränderung entstanden und trägt diese Transformation hörbar in sich. Die Verbindung von wissenschaftlicher Präzision und emotionaler Tiefe schafft eine Klangästhetik, die sich jeder Kategorisierung entzieht. Wer das volle Ausmaß dieser Patch-Geometrie erleben will, sollte sich die Musik und das Interview in voller Länge gönnen – denn manche Räume öffnen sich erst im Hören.
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