Frap Tools, die italienischen Meister des modularen Designs, schicken ihren CUNSA-Filter in diesem Video abseits ausgetretener Pfade auf Entdeckungsreise. Statt klassischer Filterarbeit stehen Stereo-Manipulation, Trigger als Audioquellen und Gates als Modulatoren im Mittelpunkt – und zeigen, wie vielseitig ein Filtermodul im Eurorack wirklich sein kann. Die Patchings sind praxisnah und experimentell, mit viel Augenmerk auf Modulation, semi-normalisierte Verbindungen und kreative Signalführung. Wer sich fragt, was passiert, wenn man ein Gate ins Resonanz-Input steckt, ist hier goldrichtig. Der Geist des Videos ist pure Neugier: Zuschauer werden eingeladen, eigene Filtertricks auszuprobieren und zu teilen.

24. Juli 2024
MILES
Frap Tools CUNSA: Unkonventionelle Filter-Patchings im Fokus
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CUNSA entfesselt: Mehr als nur ein Filter
Das Video beginnt mit Giovanni von Frap Tools, der einen Patch vorstellt, der den CUNSA-Filter weit über seine klassische Rolle hinausführt. Statt nur Obertöne zu formen, wird CUNSA als Spielwiese für kreative Signalführung und Modulation genutzt. Die Herangehensweise ist explorativ und ermutigt dazu, Filter im Modularsystem neu zu denken.
Von Anfang an ist der CUNSA nicht nur Filter, sondern ein zentrales Werkzeug für klangliche Experimente. Die Patch-Philosophie setzt auf Flexibilität: Der Filter dient als resonante Klangquelle, Modulator und Prozessor für Audio- wie Steuersignale. Damit ist der Grundstein für eine Session gelegt, die mehr auf das Entdecken neuer Texturen als auf klassische Filterarbeit abzielt.

"It makes an extensive use of the KUNSA filter for many different purposes and encourages a curious approach towards filters."
© Screenshot/Zitat: Fraptools (YouTube)
Stereo-Filtering & Trigger als Audio: Die Palette erweitern

"As the clock goes faster, the cutoff frequency will go higher and vice versa."
© Screenshot/Zitat: Fraptools (YouTube)
Im Patch demonstriert Giovanni, wie sich mit unterschiedlichen Oszillator-Ausgängen und Zufallsspannungen mehrere CUNSA-Kanäle für Stereo-Filtering nutzen lassen. Durch das Patchen des Sapèl-Clock-Ausgangs in den Audioeingang des Filters und Modulation per Phalistri-LFO entstehen flüssige, resonante Texturen, die sich dynamisch entwickeln. Q- und Character-Regler werden bis kurz vor Selbstoszillation aufgedreht und dann gezähmt – kleine Einstellungen führen zu großen klanglichen Unterschieden.
Trigger werden als Audiosignale zweckentfremdet, Clock-Pulse treiben den Filter in rhythmisch-perkussive Gefilde. Signale wandern zwischen Filterkanälen, Bandpass-Modi sorgen für räumliche Effekte – am Ende steht ein lebendiges, unvorhersehbares Stereo-Bild. Hier zeigt sich, wie CUNSA aus simplen Triggern und Clocks komplexe, wandelbare Klanglandschaften zaubern kann.
Gates und LFOs: Modulation für dynamische Texturen
Im nächsten Patch-Schritt kommen Gates als Modulatoren ins Spiel: Der USTA-Sequencer schickt Gate-Muster an Q- und Character-Parameter des Filters. Kurze Gates erzeugen Resonanzbursts und setzen rhythmische Akzente, längere Gates verschieben subtil den Charakter des Filters und sorgen für dynamische Nuancen. Das Zusammenspiel von Gate-Mustern und Filterreaktion zeigt, wie aus klassischen Modulationsquellen wie Hüllkurven und LFOs expressive Alternativen werden.
Auch LFOs werden eingebunden und auf den Timbre-Modulationseingang geroutet, um mehrere Parameter gleichzeitig zu beeinflussen. Feinabstimmung von Oszillator-Tuning und Filter-Cutoff steigert die Komplexität, das Ergebnis ist ein animierter, detailreicher Patch. Unterschiedliche Decay-Zeiten und ungleichmäßige Hüllkurven über alle vier Filterkanäle zeigen, wie tief CUNSA als Modulationsziel gehen kann.

"We are creating a pattern of very short resonance bursts that pairs very well with our first filter, the pink one."
© Screenshot/Zitat: Fraptools (YouTube)
Flexible Signalführung: Das Herzstück des CUNSA-Workflows
Der Workflow im Video dreht sich um CUNSAs semi-normalisierte Verbindungen und die Leichtigkeit, mit der sich Signale für komplexe Patches umleiten lassen. Durch das gleichzeitige Anpingen aller vier Filter mit einem Gate und die Nutzung der internen Signalführung entstehen vier unterschiedliche Hüllkurven mit individuellen Decay-Zeiten – jeder Filter reagiert einzigartig. Diese flexible Architektur ermöglicht es, aus wenigen Modulationsquellen komplexe, polyrhythmische Texturen zu formen.
Weitere Anpassungen an Filtermodi, Cutoff und Q zeigen, wie CUNSA von knackigen Bässen zu breiten, stereoreichen Klanglandschaften wechseln kann. Die Demonstration unterstreicht, wie wichtig Hands-on-Kontrolle und iteratives Feintuning sind: Jeder Parameter-Tweak eröffnet neue Klangwelten. Der Workflow lebt vom ständigen Ausprobieren – CUNSA wird so zum dynamischen Zentrum modularer Klangforschung.
Neugier als Patchkabel: Experimentieren erwünscht

"This is it for these Koons explorations, as usual if you have any remarks or any questions do let me know in the comments below."
© Screenshot/Zitat: Fraptools (YouTube)
Das Video endet mit einer Einladung, Filterpatching neugierig und experimentell anzugehen. Durch das Patchen der Bandpass-Ausgänge auf separate Kanäle des CGM-Mixers entsteht ein lebendiges Stereo-Bild – ein weiteres Beispiel für kreative Signalführung. Die Botschaft: Filter wie der CUNSA sind weit mehr als Werkzeuge für subtraktive Synthese – sie sind eigenständige Instrumente. Zuschauer werden ermutigt, eigene unkonventionelle Techniken auszuprobieren und Ideen zu teilen – ganz im Sinne modularer Entdeckerlust.
Zum YouTube Video:
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