HAINBACH beleuchtet Klang: Das Rare Waves Photophone OCM-2 als Klangprisma

8. April 2026

LUMINA

HAINBACH beleuchtet Klang: Das Rare Waves Photophone OCM-2 als Klangprisma

Was wäre, wenn Klang nicht durch Luft, sondern durch Licht eingefangen werden könnte? In dieser leuchtenden Erkundung führt uns HAINBACH durch das Rare Waves Photophone OCM-2 – ein Mikrofon, das mit Photonen statt Druck hört. Seine poetische Neugier verwandelt Alltagsgegenstände in schimmernde Klanglandschaften und enthüllt Texturen, die wie geisterhafte Erscheinungen flirren und gleiten. Dies ist nicht einfach ein Review; es ist ein Eintauchen in eine neue Art des Hörens, in der Käsehobel, Tonbandmaschinen und Kalimbas zu Portalen für andereweltliche Resonanzen werden. Mach dich bereit, in eine Welt einzutauchen, in der Stereobewegungen die Realität biegen und die Grenzen des Recordings im Licht verschwimmen.

Hören mit Licht: Die unorthodoxe Vision des Photophone

Das Rare Waves Photophone OCM-2 nimmt nicht einfach auf – es übersetzt das Schimmern des Lichts in Klang und fängt Vibrationen von reflektierenden Oberflächen auf eine fast alchemistische Weise ein. Statt Luft liest es den Tanz der Photonen und erschafft Stereobilder, die scheinbar im Raum schweben. HAINBACH stellt dieses Gerät mit ehrfürchtigem Staunen vor und beschreibt es als eines der faszinierendsten Mikrofone, die ihm seit Langem begegnet sind.

Dieser Ansatz ist mehr als nur technische Spielerei; er ist eine Neuerfindung dessen, was es heißt, zu hören. Das hyperfokussierte Aufnahmemuster des Photophone ermöglicht Glissandi und Stereobewegungen, die mit herkömmlichen Mikrofonen undenkbar wären. Jeder Ton und jede Geste wird durch ein Prisma aus Licht gebrochen und erzeugt Klänge, die subtil surreal wirken – als höre man das Echo eines Traums durch eine Glaswand.

This is one of the coolest microphones I've encountered in a long time.

© Screenshot/Zitat: Hainbach (YouTube)

Vom Käsehobel zur Bandmaschine: Alltagsobjekte enthüllt

HAINBACHS Reise mit dem Photophone ist ein taktiles Abenteuer, bei dem das Alltägliche magisch wird. Er beginnt mit Percussion, erforscht Becken und Federn und entdeckt, dass die Empfindlichkeit des Mikrofons für reflektierende Oberflächen selbst den einfachsten Schlag in ein aufblühendes Stereoereignis verwandelt. Der Rand eines Beckens lässt den Klang ein- und ausschwingen, während stumpfere Oberflächen die Resonanzlust des Photophone herausfordern.

Die Küche wird zum Labor für klangliche Möglichkeiten. Ein Käsehobel mit seinem Lochmuster erzeugt eine Kaskade unerwarteter Klangfarben. Die wahre Offenbarung aber kommt mit den Bandmaschinen – ihre rotierenden Teile und spiegelnden Rückseiten werden zum Spielplatz für das Photophone und liefern Ergebnisse, die ebenso gespenstisch wie schön sind. Hier ist Band nicht nur Medium, sondern Instrument, gezupft und gestrichen vom Licht selbst.


Surreales Stereo: Die Klangtäuschung des Photophone

Due to its hyper-focused pick-up pattern, the Photophone makes it possible to create glissandi and stereo movements that would be…

© Screenshot/Zitat: Hainbach (YouTube)

Was aus dem Photophone hervorgeht, ist nicht einfach eine Aufnahme, sondern eine räumliche Halluzination. Sein hyperfokussiertes Muster modelliert Klang mit chirurgischer Präzision und ermöglicht Stereobewegungen, die sich wirbelnd und gleitend im Raum ausbreiten. Glissandi werden flüssig, das Stereobild dehnt sich weit aus, als würde der Raum selbst atmen.

Die Klänge tragen etwas Unwirkliches in sich – leicht entrückt, als wäre die Quelle durch einen feinen Nebel gefiltert. HAINBACH merkt an, dass sich diese Texturen mit konventionellen Mikrofonen nicht einfangen lassen, und lädt die Zuhörer ein, Kopfhörer aufzusetzen und sich in der immersiven, sich ständig wandelnden Klanglandschaft zu verlieren. Das Photophone dokumentiert nicht nur, es verwandelt – es biegt die Realität in eine neue klangliche Geometrie.

Kabelsalat und Rauschen: Die praktischen Schattenseiten

Doch jedes Prisma wirft auch einen Schatten. Das innovative Design des Photophone bringt einige praktische Herausforderungen mit sich. Je nach Quelle kann Rauschen auftreten – mal als sanfter Schleier, mal als hartnäckigere Präsenz. HAINBACH beruhigt, dass sich das meiste davon mit EQ oder geschicktem Filtern zähmen lässt, aber für Perfektionisten bleibt es ein Aspekt.

Das Kabelmanagement wird zur eigenen Performance. Mit zwei Kabeln – eines für den Stereoausgang, eines für die Stromversorgung – und oft einem dritten für Kopfhörer ist Kabelsalat fast unvermeidlich, wenn man nicht akribisch vorbereitet. Diese Komplexität kann das ansonsten elegante Gerät vor allem außerhalb des Studios etwas unhandlich machen. Doch der Lohn ist ein Klang, der zugleich intim und entrückt ist – ein fairer Tausch für alle, die bereit sind, das Labyrinth zu betreten.

Depending on the source it can be pretty noisy but that's not such a big problem because that's easily filtered out either with eq or with…

© Screenshot/Zitat: Hainbach (YouTube)

Für Entdecker: Wo das Photophone zuhause ist

In my opinion the photophone won't replace a regular mic or even a contact mic it's something else all together and you're going to employ…

© Screenshot/Zitat: Hainbach (YouTube)

Das Photophone ist nicht dazu da, dein vertrautes Kondensator- oder Kontaktmikrofon zu ersetzen. Stattdessen öffnet es ein Portal für alle, die neue Texturen und unerforschte Räume suchen. HAINBACH sieht es als Must-Have für Sounddesigner und Experimentierfreudige – für jene, die die verborgenen Resonanzen der Welt einfangen wollen, Installationen bauen, bei denen Publikumsgeräusche verschwinden und nur die reine Reflexion von Vibration bleibt.

Für Percussionisten, Noise-Künstler und alle, die sich zu den Rändern klanglicher Möglichkeiten hingezogen fühlen, ist das Photophone ein Werkzeug der Entdeckung. Seine Fähigkeit zu isolieren, Feedback zu vermeiden und das geheime Leben von Oberflächen zu enthüllen, macht es besonders geeignet für Installationen und Fieldrecording. Die wahre Magie aber erlebt man am besten im Video selbst, wo jeder Klang vor unseren Augen und Ohren aufblüht und vergeht – ein Hinweis darauf, dass manche Geheimnisse gehört und nicht nur beschrieben werden wollen.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/hainbach-illuminates-sound-the-rare-waves-photophone-ocm-2-as-sonic-prism/
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