LNA Does Audio Stuff: Gain Staging, Katzen und Clipping – Ein feliner Leitfaden für saubere Mixe

26. Feber 2026

SPARKY

LNA Does Audio Stuff: Gain Staging, Katzen und Clipping – Ein feliner Leitfaden für saubere Mixe

LNA Does Audio Stuff ist zurück – diesmal mit Katzen, Glasschalen und Ableton Live, um zu erklären, warum deine Mixe bei 0 dBFS klingen wie ein Toaster-Kampf. Vergiss trockene Lehrbücher – Liina bringt visuelle Metaphern, echte DAW-Tricks und schafft es sogar, digitales Clipping niedlich erscheinen zu lassen (bis es ernst wird). Wenn du willst, dass deine Tracks atmen statt keuchen und genug hast von Mixen, die wie ein billiges Zelt zusammenbrechen, ist das hier dein Crashkurs. Freu dich auf praktische Tipps, ein paar Katzen-Auftritte und eine gesunde Portion britischen Witz. Lass dich nicht vom spielerischen Vibe täuschen – hier geht’s um ernsthafte Mix-Hygiene.

Clipping-Katastrophe: Warum Gain Staging zählt

LNA startet mit einer Glasschale und einer Parade von Cartoon-Katzen – aber lass dich von der Niedlichkeit nicht ablenken, hier kommt eine Warnung. Die Schale ist dein Master-Track, und die Katzen sind deine Audiosignale, die alle um Platz kämpfen. Wenn die Schwänze (oder Peaks) die Decke berühren, gibt’s keinen flauschigen Höhepunkt, sondern digitales Clipping – und das ist nicht die gute Sorte. Anders als analoge Sättigung ist das abrupt, hässlich und nicht mehr rückgängig zu machen, wenn du es so aufnimmst.

Die Botschaft? Wenn deine Signale zu heiß sind, verlierst du Dynamik und landest bei einem matschigen, leblosen Mix. Sind sie zu leise, hebst du später nur das Rauschen an. LNAs Message ist klar: Gain Staging ist kein Luxus, sondern Pflicht, wenn du Klarheit und Punch willst. Es ist der Unterschied zwischen einem Mix, der atmet, und einem, der nach Luft schnappt.

Das verursacht digitales Clipping.

© Screenshot/Zitat: Lnadoesaudiostuff (YouTube)

dBFS und Headroom: Die Decke ist echt

Headroom ist der Raum, der Dynamik erlaubt, schön und gesund zwischen minus sechs und null zu atmen.

© Screenshot/Zitat: Lnadoesaudiostuff (YouTube)

Jetzt wird’s nerdig. LNA erklärt dBFS – Dezibel relativ zum digitalen Maximum. 0 dBFS ist die harte Decke im digitalen Audio, und wenn du sie berührst, gibt’s kein Pardon. Die Katzen-in-der-Schale-Metapher kommt zurück und zeigt, wie gesunder Headroom aussieht: Signale, die entspannt unter der Decke chillen und Platz zum Atmen haben.

Headroom heißt nicht, dass dein Mix leise sein muss; es geht darum, Platz für Dynamik und das spätere Mastering zu lassen. LNAs Sweet Spot? Halte deine Peaks zwischen -6 und -12 dBFS. So bleibt dein Mix sauber und du hast später genug Luft, um ihn laut zu machen, ohne das Feeling zu zerstören.

Ableton Live: Level up oder Level out

Jetzt wird’s praktisch. LNA taucht in Ableton Live ein und zeigt, wie du deine Tracks von Anfang an gesund hältst. Jeder Sound – Synth, Vocal, Drum – braucht seinen eigenen Platz, und du solltest die Pegel im Auge behalten. Wenn du das Signal verbrennst, verbrennst du deinen Mix. Sie checkt die Pegel auf einzelnen Spuren und zielt auf den Sweet Spot zwischen -6 und -12 dBFS – nicht zu heiß, nicht zu kalt.

Virtuelle Instrumente und Plugins können heimlich Gain hinzufügen, besonders wenn du Effekte stackst oder Kompressoren aufdrehst. LNAs Tipp: Kontrolliere den Output jedes Geräts in deiner Kette. Vertraue nicht auf die Werkseinstellungen – lies die Meter und passe laufend an. Wenn du im Gain-Dschungel verloren bist, setz einen Limiter hinter das problematische Gerät. Das ist kein Krückstock, sondern ein Sicherheitsnetz – und rettet deine Ohren (und Lautsprecher) vor digitalem Desaster.

Limiter auf jeder Spur? Nicht LNAs Ding. Sie setzt lieber alle Fader auf null und mixt dann nach Gehör, startet mit den Drums und baut den Rest drumherum. Das Ergebnis? Ein dynamischer, punchiger Mix, der bereit fürs Mastering ist – kein plattgewalzter Einheitsbrei.

Jedes Mal, wenn ich irgendeine Musik mache, setze ich immer einen Limiter auf den Master-Track und stelle so sicher, dass nichts über null…

© Screenshot/Zitat: Lnadoesaudiostuff (YouTube)

Katzen in Schalen: Das Chaos visualisieren

Vergiss langweilige Diagramme – LNAs Katzen-in-der-Schale-Analogie ist der Star der Show. Es ist eine einfache, einprägsame Methode, um zu verstehen, wie sich Signale stapeln und warum Headroom wichtig ist. Wenn du Schwierigkeiten hast, dir vorzustellen, was in deiner DAW passiert, ist das die Metapher, die du gebraucht hast. Glaub mir, du wirst deinen Master-Meter – und deine Haustiere – nie wieder gleich sehen.


Mixing Mastery: Kontrolliere deine Dynamik

LNA schließt mit einer praktischen Demo ab – Fader fliegen, Pegel werden feinjustiert. Sie bringt jede Spur einzeln rein, startet mit der Kick und baut den Mix auf. Die wichtigste Erkenntnis? Halte alles entspannt bei -6 bis -12 dBFS, mit gelegentlichen Peaks drüber oder drunter. Auf dem Master liegt ein Limiter zur Sicherheit, aber die eigentliche Magie steckt im sorgfältigen Balancieren der einzelnen Elemente.

Wenn du genau sehen willst, wie sie das macht – und wie sich die Katzen unter Druck verhalten – musst du das Video schauen. Der Sound, die Bewegungen, die feinen Tweaks: Manche Dinge lassen sich einfach nicht in Text pressen. Aber eines ist klar: Mit etwas Gain-Staging-Disziplin haben deine Mixe endlich Platz zum Atmen, Bouncen und Knallen.


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