Mad Moments & Club-Taktiken: Tom VR packt bei MusicRadar Tech aus

15. August 2026

SPARKY

Mad Moments & Club-Taktiken: Tom VR packt bei MusicRadar Tech aus

Tom VR steigt in den MusicRadar Tech-Bunker und spricht über Drum-Chaos, Gear-Obsessionen und warum seine Kicks immer einen Klick brauchen. Kein typischer Gear-Talk – eher Rave-Beichte als höfliche Studioführung. Freu dich auf Geschichten vom kreativen Durchdrehen, Pedal-Exzessen und die harte Wahrheit darüber, was im Club wirklich knallt. Wer Preset-Listen sucht, ist hier falsch. Wer den Dreck will, ist goldrichtig.

Drum-Chaos, dann Ordnung

Tom VR spielt bei Percussion nicht auf Sicherheit – er startet seine Drumtracks direkt im Chaos und wirft erst mal zufällige, wilde Layer rein, bevor er überhaupt an Kick und Hat denkt. Das ist, als würde man die Rave-Goblins aus dem Keller lassen, bevor der Türsteher kommt. Die Quelle ist ihm egal: Drum Machines, Ableton-Kits oder Loops aus dem eigenen Archiv werden zerlegt, geflanged und infiltriert – Hauptsache, es wird schräg.

Wenn das Chaos sitzt, holt Tom alles zurück auf den Boden: Kicks, Hi-Hats, Shaker – das Fundament, das den Wahnsinn clubtauglich macht. Erst zähmen, dann grooven. Wer wissen will, wie ein Toaster-Fight im Drum-Bus klingt, muss das Video schauen.

Man denkt erst außerhalb der Box und zähmt es dann im Nachgang.

© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)

Durchbrechen: Die wilde Album-Inspiration

Ich bombardiere mich mit Kreativität und verbeiße mich in Dinge, ohne wirklich zu merken, was im Leben eigentlich wichtig ist.

© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)

Der Albumtitel ist nicht nur ein cleverer Spruch – er beschreibt Tom VRs Leben auf der Überholspur, bis irgendwann die Wand kommt. Ehrlich erzählt er von kreativen Phasen, in denen er alles gibt und dabei die echten Momente erst merkt, wenn sie einschlagen wie ein Ziegelstein. Dieses emotionale Schleudern – Autopilot-Höhen und plötzliche Tiefen – prägt das neue Werk.

Der Titeltrack ist das klangliche Sinnbild dafür: Er startet als gnadenloser Techno-Stampfer und kippt dann abrupt in gebrochene, melodische und komplexe Gefilde. Tom lebt das Konzept – nicht nur im Kopf, sondern im Sound. Wer den echten Schlag in die Magengrube will, muss hören, wie der Track in der Mitte dreht.

Gear-Bunker: Hardware, Software und die blaue Wundertüte

Toms Studio ist ein Hybrid-Spielplatz. Das MacBook steht im Zentrum, aber er mischt Outboard und In-the-Box nach Lust und Laune. Der ARP läuft heiß, und Slate and Ash Choreographs ist sein täglicher Pad- und Texturen-Lieferant – Preset-Magie inklusive. Die blaue Box im Setup ist Ambient Live and O, ein Synth für seltsame Ambient-Flächen, die unter der Oberfläche wabern.

Tom mag’s schräg: Der Pulsar feiert auf dieser Platte Premiere und bringt unzähmbare Bleeps und Bloops ins Chaos. Er gibt zu, dass er ein Software-Head ist, aber der Reiz von Outboard-Pedalen (wie dem Microcosm-Looper) wächst – vor allem nach Sessions mit Hardware-Freaks wie Max Cooper. Der Workflow entwickelt sich, das Gear wächst mit.

Das Ding ist ziemlich unzähmbar, finde ich.

© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)

Effekt-Exzesse und Ableton-Tricks

Für Tom ist Sound-Processing kein Nachgedanke – es ist das Werkzeug, um aus Rohmaterial Wahnsinn zu schnitzen. Glitchy Plugins wie Infiltrator sind Pflicht, aber auch Abletons neues Raw-Tool für Sättigung und Drive hat es ihm angetan. Früher war Overdrive sein Go-To, jetzt zerstört und rekonstruiert er mit Raw gezielt Frequenzen für diese „mad moments“ im Sounddesign.

Toms Workflow ist schnell und gnadenlos: Gruppen und Tracks werden in Echtzeit zu Audio gebounced und dann zerlegt. Ideen werden spontan festgenagelt – das hält alles frisch. Wer sehen will, wie er MIDI zerhackt und in Audio prügelt, muss zuschauen – für Schritt-für-Schritt ist er zu schnell.


Club-Überleben: Mixen für die Tanzfläche

Ich merke erst beim Ausspielen, wie mein Mixdown wirklich klingt.

© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)

Toms Mixing-Philosophie ist simpel: Im Club testen, dann reparieren, was kaputtgeht. Er vertraut keinem Studiomix, bevor er nicht die Feuerprobe auf der Anlage überstanden hat. Mal ist die Kick zu soft, die Hats zu schrill oder der Bass wird wild – echtes Feedback gibt’s nur auf dem Dancefloor, nicht am Schreibtisch.

Mit der Zeit wurde er subtiler: Ein Hauch mehr Klick auf der Kick, damit sie durchschneidet, ohne einfach nur lauter zu werden. Club-Referenz deckt auf, was Kopfhörer verschweigen. Für Tom geht’s darum, das Ohr des Hörers zu lenken, nicht nur die Bässe hochzudrehen. Wer wissen will, was wirklich funktioniert, wenn die Subs die Wände wackeln lassen, muss draußen testen.

Diesen Artikel gibt es auch auf Englisch. Du findest ihn hier: https://synthmagazine.com/mad-moments-club-tactics-tom-vr-gets-real-with-musicradar-tech/
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