Make Noise Jumbler: Patch-Routing auf den Kopf gestellt

29. April 2025

MILES

Make Noise Jumbler: Patch-Routing auf den Kopf gestellt

Make Noise, die Klangtüftler aus Asheville, präsentieren mit dem Jumbler einen sechskanaligen analogen Signal-Combiner und -Distributor für Eurorack. Dieses Modul ist weit mehr als ein gewöhnlicher Matrix-Mixer – es ist eine spannungsgesteuerte Spielwiese für das spontane Umleiten, Mischen und Mutieren von Signalen. Im aktuellen Video zeigt Make Noise, wie der Jumbler mit seinem Zwei-Parameter-Bedienkonzept und der VCA-basierten Architektur neue Wege für Patch-Variationen eröffnet. Wer schon immer wollte, dass seine Patchkabel tanzen, ist hier genau richtig.

Vorhang auf für den Jumbler: Sechs auf Sechs Signalzauberei

Das Video startet mit der Vorstellung des Jumbler, dem neuesten analogen Routing-Modul von Make Noise für Eurorack-Systeme. Das Modul wird als Sechs-in-Sechs-out-Signal-Combiner und -Distributor präsentiert, der sich nahtlos ins New Universal Synthesizer System oder jedes Standard-Eurorack einfügt. Im Fokus steht die Flexibilität – der Jumbler ist nicht einfach nur ein Signalverteiler, sondern ermöglicht ein ganz neues Level an Patch-Komplexität und Variabilität.

Make Noise positioniert den Jumbler als Werkzeug für sofortige Neukonfigurationen, mit dem Nutzer ihre Patch-Routings nach Belieben durcheinanderwirbeln können. Ziel ist es, statische Kabelarrangements aufzubrechen und mehr Unvorhersehbarkeit und kreative Variation in den Modular-Workflow zu bringen. Wer das Umstecken von Hand leid ist, bekommt mit dem Jumbler einen dynamischeren Ansatz geboten.

Jumbler ist eines der NUSS-Konzepte, bei denen die Routings eines Patches sofort per Spannungssteuerung neu konfiguriert oder…

© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)

Drehen und Strahlen: Zwei Regler für das Patch-Universum

Jumbler gibt dir mit zwei Parametern mächtige Kontrolle über die Neuzuordnung von Ursprüngen und Zielen für bis zu sechs modulare Signale.

© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)

Im Zentrum des Jumbler stehen die beiden Hauptregler: Rotate und Radiate. Mit diesen Parametern lässt sich die Zuordnung von Signalquellen und -zielen direkt und intuitiv verändern. Rotate bestimmt die Reihenfolge, in der Eingänge auf Ausgänge geroutet werden, während Radiate steuert, wie Signale kombiniert oder auf Kanäle verteilt werden. Dieses Zwei-Parameter-System lädt zum spielerischen Erkunden ein und macht das Umgestalten der Patch-Architektur so einfach wie eine Drehung oder einen Sweep.

Im Gegensatz zu klassischen Switch-Modulen, die meist binär und abrupt arbeiten, sind die Regler des Jumbler auf sanfte, kontinuierliche Übergänge ausgelegt. Das Video zeigt, wie sich die Parameter sowohl manuell als auch per CV steuern lassen – ideal für animierte, sich ständig wandelnde Signalwege. Hier wird Experimentierfreude großgeschrieben, und komplexe Umverdrahtungen werden so direkt wie das Drehen eines Knopfs.

VCA-Matrix: Sanfte Übergänge, keine Klicks

Was den Jumbler von einem einfachen Schaltmatrix-Modul unterscheidet, ist sein komplett analoges, VCA-basiertes Design. Mit 36 VCAs unter der Haube ist das Modul auf nahtlose Crossfades und hybride Signalüberlagerungen ausgelegt. Diese Architektur ermöglicht ein stufenloses Überblenden zwischen Quellen und Zielen – ganz ohne die harten Schnitte, die bei digitalen oder relaisbasierten Switchern üblich sind.

Im Video wird betont, wie dieses Konzept nicht nur saubere Übergänge, sondern auch die Erzeugung hybrider Signale erlaubt – mehrere Quellen können verschmolzen, gemorpht oder subtil geschichtet werden. Egal ob Audio, CV, Gates oder Clocks: Die Matrix des Jumbler sorgt für fließende Veränderungen und macht das Modul sowohl für sanfte Modulationswechsel als auch für komplexe Wellenformkombinationen interessant.

Das analoge, VCA-basierte Design des Jumbler ist speziell für sanfte Übergänge und hybride Signale ausgelegt.

© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)

Kreatives Patchwork: Von Modulationschaos bis Rhythmusmashup

Das Herzstück des Videos sind die Patch-Demonstrationen, in denen der Jumbler seine Vielseitigkeit beweist. Zunächst wird eine einfache Cycling-Function auf verschiedene Ziele geroutet, wobei Rotate die Modulationsziele über Module wie XPO und Spectraphon verschiebt. Zu sehen ist auch, wie Pressure-CV die Rotation steuert und wie das Überschreiten des Rotationslimits Kanäle stummschalten kann – praktisch für dynamische Patch-Reduktion.

Im nächsten Schritt wird es komplexer: Zusätzliche Signale wie Sub-Oszillatoren, Random-CV und Clocks werden in den Jumbler eingespeist. Durch das Justieren von Rotate und Radiate werden die Beziehungen zwischen Quellen und Zielen ständig neu gemischt, was zu sich entwickelnden Texturen und hybriden Rhythmen führt. Besonders das Kombinieren von Gates und Clocks wird hervorgehoben – ein echtes Spielfeld für rhythmische Experimente.

Im letzten Beispiel geht es um das Blenden von Wellenformen: Verschiedene Audiosignale werden durch die Ausgänge rotiert und radiiert, wodurch komplexe, sich ständig verändernde Klangfarben entstehen. Das Video zeigt auch Feedback-Patching, bei dem Ausgänge wieder auf Eingänge zurückgeführt werden – für noch mehr Unvorhersehbarkeit. Der Jumbler wird als Werkzeug für subtile Modulationen ebenso wie für wilde, generative Klanglandschaften präsentiert – limitiert nur durch die Fantasie beim Patchen.


Jetzt erhältlich und auf dem Weg zur Superbooth

Jumbler wird bereits an unsere Händler weltweit ausgeliefert und ist ab sofort erhältlich.

© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)

Zum Abschluss verkündet Make Noise, dass der Jumbler bereits an Händler ausgeliefert wird und ab sofort erhältlich ist. Die Zuschauer werden eingeladen, bei ihren Lieblingshändlern nach dem Modul Ausschau zu halten, und es werden weitere Inhalte und Patchideen für die kommenden Wochen angekündigt. Wer zur Superbooth 2025 reist, kann den Jumbler am Stand 0298 live erleben und selbst Hand anlegen.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/make-noise-jumbler-patch-routing-gets-a-shake-up/
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