Make Noise, die Avantgarde aus Asheville für experimentelle Modularsysteme, präsentiert den MultiWAVE: einen 8-kanaligen Dual-Wavetable-Oszillator, der das polyphone Herzstück des New Universal Synthesizer System bildet – oder als Joker in jedem Eurorack-Rack für Furore sorgt. Das offizielle Video führt durch die Architektur des MultiWAVE, von seinem Dual-Oszillator-Design pro Kanal bis hin zu fortgeschrittenen Modulations- und Polyphonie-Tools. Wie von Make Noise gewohnt, steht kreativer Signalfluss, geteilte Steuerungskonzepte und Patchmethodik im Fokus, die dazu einladen, musikalisches Neuland zu betreten. Wer ein Modul sucht, das aus einer einzigen Geste einen ganzen Stimmenwald wachsen lässt, sollte hier genau hinhören.

13. November 2025
MILES
Make Noise MultiWAVE: Achtfache Polyphonie für die modulare Zukunft
Aus Eins wird Viel: Das MultiWAVE-Konzept
Der MultiWAVE wird als Oszillator-Kern des Make Noise New Universal Synthesizer System (NUSS) vorgestellt, macht aber auch in jedem Eurorack-Setup eine gute Figur. Mit acht unabhängigen Kanälen, jeweils mit zwei Wavetable-Oszillatoren ausgestattet, ist der MultiWAVE darauf ausgelegt, aus einer zentralen Steuerung eine Vielzahl von Audiosignalen zu generieren. Dieses Prinzip verkörpert die Make Noise-Philosophie: Es geht nicht darum, Bekanntes zu reproduzieren, sondern neue musikalische Möglichkeiten jenseits des Gewohnten zu erschließen.
Die acht Ausgänge des MultiWAVE sind auf die Eingänge des QXG-Moduls normalisiert, während die Integration mit PoliMATHS eine mächtige Steuerstruktur ermöglicht. Jeder Kanal bleibt dabei stets an seinem eigenen Ausgang verfügbar, was zu kreativen Umverdrahtungen und komplexen Stimmenstrukturen einlädt. Kurz gesagt: MultiWAVE steht weniger für statische Stimmen als für dynamische, sich entwickelnde Polyphonie.

"Aus eins wird viel."
("From one comes many.")© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Oszillatoren im Orbit: Unabhängige Steuerung auf acht Kanälen
Jeder der acht Kanäle des MultiWAVE beherbergt zwei vollständig unabhängige Wavetable-Oszillatoren – Osc A und Osc B – jeweils mit eigenen Reglern für Frequenz, Modulation und Wellenpositions-Parameter. Die Wave-Position bestimmt den Startpunkt innerhalb der geladenen Wavetable und kann intern mit Formen des MultiMod-LFO moduliert werden. So entstehen pro Kanal bewegte Klangfarben und lebendige Verläufe, statt statischer Wellenformen.
Spread und Modulation Dissemination sind zentrale Werkzeuge, um Steuerdaten über die Kanäle zu verteilen. Parameter mit goldenen Markierungen an den Attenuvertern unterliegen diesen globalen Kontrollen und ermöglichen pro Kanal Variationen mit nur einem Dreh am Regler. Spread etwa verteilt Modulationstiefe oder Wellenposition über alle acht Kanäle, während Modulation Dissemination jedem Kanal individuelle Werte aus gemeinsamen Eingängen zuweist. Das Ergebnis: Komplexe, animierte Texturen, die manuell kaum zu patchen wären.
Polyphone Komplexität: Modulation Dissemination, Spread und Accumulate

"So lässt sich mit nur einem Sequencer-Kanal eine polyphone Sequenz über die acht Kanäle von MultiWAVE erzeugen."
("This allows us to use a single sequencer channel to create a polyphonic sequence across the eight channels of MultiWave.")© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Die fortgeschrittenen Funktionen des MultiWAVE machen ihn zum Spielplatz für polyphones Sequencing und Akkordexperimente. Modulation Dissemination erlaubt es, mit nur einem Sequencer-Kanal Parameterwerte über alle acht Stimmen zu verteilen – so wird aus monophonem Input ein polyphones Output. Besonders für geschichtete Sequenzen oder Harmonien aus minimaler externer Steuerung ist das äußerst wirkungsvoll.
Die Accumulate-Funktion bringt eine weitere Ebene ins Spiel: Sie verzögert die Aktivierung, bis ein Gate anliegt – ideal für synchrone Akkordwechsel oder dramatische Klangveränderungen. In Kombination mit Spread entstehen so fein abgestufte, sich entwickelnde Klangstrukturen, die sowohl auf interne als auch externe Modulation reagieren. Das Resultat ist ein Modul, das nicht einfach nur Polyphonie bietet, sondern sie zur Echtzeit-Skulptur macht.
Geteilte Konzepte: MultiWAVE und PoliMATHS im Zusammenspiel
Ein zentrales Designziel des MultiWAVE ist die nahtlose Integration mit verwandten Modulen, insbesondere PoliMATHS. Beide Module teilen die NUSS-Konzepte – Activate, Accumulate, Span, Spread, Channel Index, Round, Parallel und Modulation Dissemination – sodass sich Wissen und Patch-Strategien leicht übertragen lassen. Beispielsweise kann der Channel-Index-Ausgang von PoliMATHS direkt an den Span-Eingang des MultiWAVE gepatcht werden, um die Kanalaktivierung zu synchronisieren.
Diese gemeinsame Steuersprache ermöglicht es, dass MultiWAVE und PoliMATHS sich gegenseitig folgen, unabhängig arbeiten oder in hybriden Workflows interagieren. Das Ergebnis ist ein System, das zur Erkundung einlädt – mit Modulen, die sich gegenseitig in ihrem kreativen Potenzial verstärken, statt nur nebeneinander zu existieren.
Eigene Wavetables: Die Klangpalette erweitern
Der MultiWAVE ist nicht auf die werkseitigen Wellenformen beschränkt: Nutzer können eigene Wavetables im WaveEdit-Format laden und bis zu acht Bänke mit je acht Wavetables füllen. Damit steht der Weg zu individuellen Klangfarben offen – egal ob klassische Analogformen, Make Noise-eigene Variationswellen oder völlig neue digitale Kreationen. Der Prozess ist unkompliziert: Die Wavetables werden im Standard-Wave-Format geladen, und das Video empfiehlt WaveEdit als Tool zur Erstellung.
Über die eigenen Wavetables hinaus schaltet Seite zwei der Moduloberfläche weitere globale Funktionen frei. Hier lassen sich alternative Ausgangsschemata aktivieren – etwa die Gruppierung aller ungeraden oder geraden Kanäle – oder eine Quantisierung für alle Pitch-Eingänge einschalten. Diese Optionen machen den MultiWAVE anpassungsfähig für verschiedenste Modular-Setups, egal ob polyphones Monster oder klassisches Rack. Die gebotene Flexibilität sorgt dafür, dass MultiWAVE mit dem eigenen System und den klanglichen Ambitionen mitwachsen kann.

"Wer die Identität von MultiWAVE weiter anpassen möchte, kann eigene Wavetables laden."
("If you want to further customize the identity of MultiWave, you may do so by loading your own wavetables.")© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Zum YouTube Video:
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