Bthelick nimmt uns mit auf eine Groove-Reise, wirft das Regelbuch aus dem Fenster und taucht tief in die Magie des Swing ein. Es geht nicht nur darum, die richtigen Noten zu treffen, sondern wo man sie platziert. Schnapp dir deine Kopfhörer und finde heraus, warum Groove wichtiger ist als der Ton.

Groove über Tonhöhe: Victor Wootens Weisheit
Bthelick beginnt seine Lektion mit einem goldenen Nugget des Bass-Legenden Victor Wooten. Wootens Aussage ist klar: Es geht nicht um die perfekte Tonhöhe, sondern um den Groove, der die Menschen zum Tanzen bringt. Er spielt eine Demo, in der er behauptet, alle Noten seien ‚richtig‘, solange sie grooven. Bthelick betont, dass das Beherrschen der Platzierung von Grooves entscheidend ist, noch mehr als das Verständnis von Skalen oder Tonarten. Die Musiktheorie tritt hinter Rhythmus und Gefühl zurück. Dies bildet die Grundlage für alles, was du über Swing wissen musst, und verstärkt die Idee, dass Groove der König ist, wenn es darum geht, Menschen auf die Tanzfläche zu bringen.

""I don't have perfect pitch, but I don't care. Because you're not going to dance to the key. Right? You don't dance because it's in the key. You dance to the groove.""
© Screenshot/Zitat: Bthelick (YouTube)
Swing ist nicht Einheitsgröße: Die Flexibilität erkunden

"So what is swing? Well, if we look at Ableton's list of swings here, we'll see lots of options."
© Screenshot/Zitat: Bthelick (YouTube)
Bthelick taucht tief in die Welt des Swing ein und zeigt uns, dass es nicht einfach ein Ein-Aus-Schalter ist, sondern ein Spektrum an Möglichkeiten bietet. Mit einem Synthwave-Track verdeutlicht er, wie Swing das Gefühl verändert. Er beginnt mit einem geradlinigen Groove bei 100 BPM und die Ergebnisse sind offensichtlich. Es geht darum, die Sechzehntelnoten gerade so weit zu verschieben, dass man den Swing spürt, und er hat das MIDI gesperrt, um es zu beweisen.
Er illustriert das Konzept mit Abletons Swing-Einstellungen und erklärt die nervige fehlende Standardisierung zwischen verschiedenen DAWs. In einigen bedeutet 50% kein Swing, aber er wird uns später damit durchleiten. Er versucht, einen 57% Achtel-Swing anzuwenden, der sich urkomisch daneben anhört, was zu einer erneuten Anwendung mit Sechzehntel-Logik führt. Wenn er auf 64% hochdreht, erleben wir die spürbare Transformation des Swings.
Selbst mit bemerkbaren Änderungen geht die Wissenschaft des Swings über Zahlen hinaus. Es geht mehr darum, seine Rolle bei der Erstellung des richtigen Grooves zu verstehen. Und laut Bthelick maximiert der Swing seine Magie, wenn man diesen Sweetspot trifft. Für den Anfang rät er jedoch dazu, alles auf die gleiche Menge Swing zu synchronisieren, um sich an das Gefühl zu gewöhnen.
Sound Clash: Das Navigieren von Sample-Grooves
Bthelick erklärt die Herausforderungen beim Abgleichen von Samples mit unterschiedlichen Groove-Eigenschaften. Anhand von Kick- und Clap-Samples zeigt er, wie nicht übereinstimmende Loops den Vibe eines Tracks trüben können. Das Problem liegt nicht immer an Frequenzkonflikten, manchmal ist es der Groove des Rhythmus oder dessen Fehlen.
Um diese typischen Szenarien zu lösen, schlägt er vor, in die Wellenform hineinzuzoomen und Audio auf ein Sechzehntel-Raster zu bringen, um den Swing visuell zu erkennen. Selbst ohne geübte Ohren hilft diese Methode, Groove-Konflikte zu beheben. Swing bedeutet, jede zweite Sechzehntelnote zurückzuversetzen, was im Zeitlinienverlauf sichtbar ist. Dieser Ansatz stellt sicher, dass Grooves sich nicht negativ beeinflussen und potenzielle Soundkollisionen glätten.
Bthelick ermutigt Produzenten in der Anfangsphase, alle Teile—Schlagzeug, Basslinien und Melodien—auf die gleichen Swing-Einstellungen abzustimmen. Dieser praktische Tipp verbessert den Zusammenhalt und hält die rhythmischen Elemente für einen konsistenten und überzeugenden Dance-Groove in Synergie.

"I'm not sure I would call that groovy, but it is a type of groove I suppose."
© Screenshot/Zitat: Bthelick (YouTube)
Swing-Lösungen: Über MIDI hinaus ins Audio
Bthelick geht ins Detail bei der Anpassung von Swing in Audio-Loops. Es ist wie der Versuch, ein Mixtape mit unterschiedlichen Groove-Einstellungen zusammenzufügen, ohne die Klangqualität zu verschmieren. Er bietet einen praktischen Ansatz, um einen geraden Loop zu swingen, indem er sogar zeigt, wie man es manuell macht, indem man Sechzehntelnoten im Audio verschiebt.
Der Prozess ist nicht so nahtlos wie bei MIDI, und er warnt davor, dass DAWs nicht immer die Klangintegrität beim Zeitstrecken von Audio bewahren können. Er zeigt uns Tricks wie das Setzen des Rasters auf Sechzehntel und die Verwendung von Abletons Groove-Pool, um Swing anzuwenden, wobei er sorgfältig die Prozentsätze berechnet, um eine ungefähre Ausrichtung zu erreichen. Er geht sogar auf das Quantisieren von Audio ein und zeigt die Fallstricke im Vergleich zur Einfachheit von MIDI.
Beats Mode in Ableton erweist sich als Retter, indem Loops nach Transienten statt durch Dehnen gehackt werden, was sicherstellt, dass jeder Sound scharf bleibt. Er demonstriert, wie man geswingte und gerade Loops ausrichtet und Grooves anpasst, bis sie perfekt im Takt sind. Die Lektion? Mit genügend Übung und Verständnis der Swing-Chemie kann man Groove-Konflikte überwinden und Tracks straffen, damit sie als eine geschmeidige Einheit klingen.
Entdeckungen von schrulligen Grooves: Das Erbe von MPC und Logic

"So what you see with all these variations is recordings of the timings from old technologies, or even DAWs."
© Screenshot/Zitat: Bthelick (YouTube)
Bthelick schließt ab, indem er die Geschichte hinter einigen klassischen Groove-Variationen erklärt. Er geht darauf ein, warum es so viele Groove-Arten gibt und taucht in die Eigenheiten von Old-School-Geräten wie dem Akai MPC ein. Interessanterweise war das, was seinen Swing berühmt machte, nicht seine Genauigkeit, sondern seine mathematischen Fehler, die diesen Maschinen ihren einzigartigen Vibe verliehen.
Mit Festpunktmathematik und Timing-Chips fügten diese Geräte durch Rundungsfehler ungewollt Charakter hinzu. Diese schrullige Unvollkommenheit wurde zu einem Markenzeichen, das in der Geschichte nicht als perfekt, sondern als faszinierend menschlich verzeichnet wurde. Bthelick erklärt, wie heutige DAWs diese historischen Grooves nachbilden und mehr als nur perfekte Timing-Angebote machen.
Es ist ein nostalgischer Rückblick auf die Rolle der Technologie bei der Definition rhythmischer Nuancen. Indem er Produzenten ermutigt, diese einzigartigen Swings zu umarmen, bewegt Bthelick sie zu größerer musikalischer Exploration. Es geht nicht darum, mathematische Perfektion zu jagen, sondern das Gefühl zu finden, das resoniert. Durch das Verständnis der Fehler der Vergangenheit können Produzenten in ihren aktuellen Produktionen auf eine reichhaltige Palette von Groove-Möglichkeiten zurückgreifen.
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