ROMES, das genreübergreifende Duo, tut sich mit Moog Music zusammen, um einen Performance-Workflow zu präsentieren, der die Grenzen zwischen Live-Drumming und analoger Synthese verschwimmen lässt. Im offiziellen Moog-Video erklären die Brüder ihr innovatives Setup: Akustische Drums triggern den Moog Sub 37 per MIDI, alles orchestriert über ein hybrides Rig mit Ableton und cleverem MIDI-Routing. Das Ergebnis ist eine dynamische, improvisatorische Umgebung, in der Rhythmus und Synth-Linien untrennbar werden. Wer wissen will, wie sich Hardware-Synths mit Live-Instrumenten verbinden lassen, bekommt hier eine Meisterklasse in kreativer Echtzeit-Steuerung und digital-analoger Synergie.

30. März 2025
LYRA
Moog Music und ROMES: Hybride Drums treffen auf Sub 37 Synthese
Hybride Energie: Drums und Synths verschmelzen
Das Video beginnt damit, dass ROMES ihr hybrides Performance-Setup vorstellen, bei dem der Moog Sub 37 im Zentrum eines dynamischen Zusammenspiels zwischen elektronischen und akustischen Elementen steht. Anstatt Drumkit und Synthesizer als getrennte Einheiten zu behandeln, zeigen die beiden, wie diese Instrumente zu einem einzigen, ausdrucksstarken System verschmelzen können. Ihr Ansatz setzt weniger auf nachträgliches Layern im Studio, sondern auf das Generieren musikalischer Ideen in Echtzeit – mit der unmittelbaren Haptik von Drums und Synths.
Dieses Setup wurde kürzlich auf dem Moog- und Alesis-Stand bei der NAMM vorgestellt und spricht sowohl Synth-Fans als auch Live-Performer an. Indem jeder Drum ein anderer Ton auf dem Sub 37 zugewiesen wird, entsteht eine Performance-Umgebung, in der Rhythmus und Melodie eng miteinander verwoben sind. Das Ergebnis ist ein Workflow, der zu Experimenten, Spontaneität und einer unverkennbaren analogen Energie auf der Bühne einlädt.

"Each drum on the acoustic kit triggers a different note on the subsequent 37."
© Screenshot/Zitat: Moogsynthesizers (YouTube)
Das analoge Biest triggern: Drum-zu-Synth-Integration

"We put these triggers on the drum kit and ran them into an Elisa's module to convert the signals to MIDI, and then sent the MIDI out to the sub 37."
© Screenshot/Zitat: Moogsynthesizers (YouTube)
Ein technisches Highlight ist die Nutzung von Drum-Triggern, um Noten auf dem Sub 37 auszulösen. ROMES befestigen Trigger an ihrem akustischen Drumkit und leiten diese Signale in ein Alesis-Modul, das sie in MIDI umwandelt. Diese MIDI-Daten werden dann an den Sub 37 gesendet, sodass jeder Schlag auf das Drumkit eine Note oder ein Event auf dem Synth auslöst. Im Live-Betrieb funktioniert das nahtlos und ermöglicht eine direkte Übersetzung perkussiver Gesten in melodische oder harmonische Inhalte.
Bemerkenswert ist die Flexibilität: Jeder Drum kann auf jeden beliebigen Ton oder Sound des Sub 37 gemappt werden, was eine breite Palette an Klangmöglichkeiten eröffnet. Das Video zeigt, wie diese Integration die Band dazu bringt, traditionelle Rollen zu überschreiten – der Drummer formt den Synth-Sound in Echtzeit aktiv mit. So entsteht ein Performance-Rig, das sich sowohl organisch als auch futuristisch anfühlt, denn der analoge Synth reagiert unmittelbar auf die Nuancen des Live-Drummings.
Live-Sounddesign: Spontanität im Workflow
ROMES legt großen Wert darauf, Synth-Parameter live zu manipulieren und so der Performance eine zusätzliche Ausdrucksebene zu verleihen. Beispielsweise sorgt das Verkürzen der Release-Zeit am Sub 37 während Drum-Fills für einen scharfen, fast schon Sci-Fi-artigen Effekt, der im Video als „Laserpistolen-Vibe“ beschrieben wird. Dieser hands-on Ansatz beim Sounddesign bedeutet, dass jede Performance neue Texturen und Ideen hervorbringen kann, angetrieben durch das Zusammenspiel der beiden Musiker.
Der Workflow ist von Natur aus improvisatorisch. Während sie jammen, läuft Ableton im Hintergrund und zeichnet alles auf – so werden spontane Momente eingefangen, die später als Ausgangspunkt für neue Tracks dienen können. Diese Methode fördert Risikobereitschaft und belohnt Experimentierfreude, denn das Wechselspiel zwischen Drums und Synth führt oft zu unerwarteten, spannenden Ergebnissen. Das Setup ist nicht nur technische Integration, sondern ein Katalysator für Kreativität im Moment.

"Having manual control over the synth's parameters adds another dimension to the whole process."
© Screenshot/Zitat: Moogsynthesizers (YouTube)
MIDI-Alchemie: Ableton Drum Racks und Performance-Steuerung

"You're almost getting this fluid sequencer, which is changing based on what drums are being hit, what beats are being played, the rhythm."
© Screenshot/Zitat: Moogsynthesizers (YouTube)
Um flexibles Noten-Mapping zu ermöglichen, nutzt ROMES Abletons Drum Racks, um eingehendes MIDI der Drum-Trigger in spezifische Noten für den Sub 37 umzuwandeln. Sie bauen mehrere Instanzen dieser Drum Racks mit unterschiedlichen Notenzuweisungen und nutzen Abletons Chain Selector, um während des Sets blitzschnell zwischen ihnen zu wechseln. So lassen sich Harmoniewechsel oder Synth-Voicings live steuern – ein echtes Plus für die Komposition auf der Bühne.
Ein Akai MIDI-Controller ist dem Chain Selector zugeordnet und gibt den Performern haptische Kontrolle darüber, welches Drum Rack (und damit welches Noten-Mapping) gerade aktiv ist. Dadurch wird das Drumkit zu einer Art flüssigem, rhythmusgesteuertem Sequencer, bei dem jeder Schlag den Synthesizer neu formen kann. Das Ergebnis ist ein eng verzahntes, sich ständig weiterentwickelndes Performance-System, das die Grenzen zwischen Elektronik und Akustik, zwischen Vorprogrammierung und Improvisation verschwimmen lässt.
Zum YouTube Video:
Latest articles
Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/MoogSynthesizers
Links von MoogSynthesizers:
Werbung – Partnerlinks:
Bei einem Kauf über die folgenden Links erhalten wir ggf. eine Provision – ohne Mehrkosten für dich. Der Link führt zu einer Amazon-Stichwortsuche. Je nach Verfügbarkeit können andere Treffer angezeigt werden.
🔗 Preis auf Amazon prüfen


