Nu-Trix The Synth Guy zerlegt den Polyend Play+ PERC-Engine: Keine Drum Machine ist sicher

4. Oktober 2026

SPARKY

Nu-Trix The Synth Guy zerlegt den Polyend Play+ PERC-Engine: Keine Drum Machine ist sicher

Nu-Trix The Synth Guy ist nicht hier, um deinem Vintage-Drumcomputer zu schmeicheln – er will den Polyend Play+ PERC-Engine entfesseln. Das ist nicht einfach nur eine weitere „Beat eintippen, weitergehen“-Kiste. Hier regiert synthetisches Drum-Chaos: Von 909-Kicks bis zu komplett durchgeknallten FM-Metallklängen, alles in einer groovigen Spielwiese. Wer ehrliche Meinungen, praktische Klangzerlegung und ein paar Workflow-Kritikpunkte sucht, bekommt hier das volle Rave-Bunker-Programm.

Nicht die Drum Machine deines Vaters

Vergiss alles, was du über langweilige, samplebasierte Drum-Boxen weißt – der Polyend Play+ PERC-Engine ist ein anderes Biest. Statt nur einen ausgelutschten Sound auszuspucken, ist das hier ein vielköpfiges Monster, das klassische Drumkit-Sounds mit völlig abgedrehten elektronischen Timbres verschmilzt. Das Teil springt in Sekundenschnelle von 808-Kicks zu Alien-Klirr – und das alles in einer echten Synth-Engine.

Nu-Trix The Synth Guy zeigt sofort, was PERC ausmacht. Jedes Drum-Element – von Kick bis Cymbal – bekommt seinen eigenen Synth-Slot, du bist also nicht auf statische Samples festgelegt. Wenn du Hi-Hats willst, die wie ein Toaster-Kampf klingen, oder metallische Percussion, die selbst einer TR-909 Angst macht, bist du hier richtig. Deshalb ist PERC Nu-Trix’ Lieblings-Engine auf dem Play+ – sie ist ungezähmt, unberechenbar und einfach inspirierend.

It's probably why it's my favorite Poly Enplay Plus engine.

© Screenshot/Zitat: Nu Trix (YouTube)

Groovebox-Setup: Schnell und dreckig

Ein Projekt auf dem Play+ einzurichten geht erfrischend flott – Nu-Trix legt direkt los, ohne Händchenhalten. Er navigiert durch die MIDI- und Synth-Sektionen, legt ein neues Projekt an und dreht die Master-Lautstärke hoch (weil sie natürlich auf null steht – danke, Polyend). Pattern-Generierung ist ein Kinderspiel: Drei Spuren, ein paar Fills, und schon läuft’s. Der Play+ lädt dazu ein, schnell abgedreht zu werden, mit Randomisierung und Beat-Fills, die dich geradezu herausfordern, die Regeln zu brechen.

Auch das Anpassen deines Kits ist super simpel. Drum-Sounds sind chromatisch gemappt, sodass du mit ein paar Notenänderungen aus einem Standard-Pattern ein mutiertes Hybrid machen kannst. Toms statt Snares? Kein Problem. Eine Snare in einen metallischen Splash verwandeln? Ein Dreh am Regler. Der Workflow ist auf Geschwindigkeit und glückliche Unfälle ausgelegt – genau das, was eine Jamsession frisch hält.


Klangchirurgie: Kicks, Snares & Hats

So there's different ways that this is basically being changed into something else with FM from a square wave.

© Screenshot/Zitat: Nu Trix (YouTube)

Jetzt wird’s spannend. Der PERC-Engine bietet nicht nur ein paar Standard-Parameter – hier steckt pro Drum-Stimme ein kompletter Synth, der dir volle Kontrolle über jeden Schlag gibt. Kicks sind nicht auf klassische Modelle beschränkt; du kannst sie durch FM, Body-Wave-Morphing und Transienten-Manipulation jagen, bis sie wie ein einstürzender Rave-Bunker klingen. Decay stretchen, Attack formen, Wellenformen modulieren – deine Kicks gehen von tight und punchy bis lang und abgefahren mit nur einer Bewegung.

Auch Snares und Hi-Hats bekommen die volle chirurgische Behandlung. Es gibt mehrere Snare-Modelle, jeweils mit Body- und Snap-Controls – du bist also nie auf „nur noch eine 808“ festgelegt. Hi-Hats laufen durch die FM-Mangel, lassen sich offen und geschlossen mischen, Decays anpassen und das Rauschen filtern – für ordentlich Zischen oder Schärfe. Die Kombinationsmöglichkeiten sind endlos, und ehrlich: Das Video muss man gesehen haben, um zu hören, wie wild es live abgeht.

Macros, Wahnsinn & ein paar Nörgeleien

Bei aller Mutanten-Power ist der PERC-Engine nicht perfekt. Nu-Trix kritisiert das Macro-System – klar, du kannst Macros zuweisen, um Timbres live zu verbiegen, aber Parameteränderungen pro Step aufnehmen ist ein Krampf. Die zusätzliche Macro-Ebene bremst den Inspirationsfluss, besonders wenn du spontane Änderungen im Pattern willst. Einzelne Drum-Patches speichern? Fehlanzeige, du musst immer das ganze Kit sichern – ein echter Dämpfer, wenn du nur die perfekte Snare wiederholen willst.

Trotzdem: Das klangliche Chaos, das du hier anrichten kannst, macht die Macken wett. Toms, Percussion, Cymbals – alle bekommen eigene Modelle und Parameter, inklusive richtig abgefahrener FM- und Hybrid-Sounds. Nu-Trix’ ehrliche Einschätzung zum Workflow ist erfrischend: Er feiert die Engine, aber verschweigt nicht, wo Polyend nachbessern muss. Wer ein Street-Weapon für Experimente sucht, ist hier richtig – aber ein paar Workflow-Eigenheiten muss man schlucken.

You've got a layer of macro in between the step and the synthesis of the instrument, which is, for me, a point that I disagree with.

© Screenshot/Zitat: Nu Trix (YouTube)

Sieh dir das Chaos an

So viel dreckigen Drum-Sound kann man kaum in Worte fassen. Wer den Play+ PERC-Engine im Turbomodus hören will – verdrehte Kicks, FM-Snares, metallisches Chaos – muss sich das Video reinziehen. Nu-Trix’ Live-Jams und Sounddesign erlebt man am besten mit Kopfhörern und aufgedrehter Lautstärke. Glaub mir: Lesen ist das eine, aber wenn der Bunker bebt, ist das nochmal eine andere Nummer.


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