OXI Instruments OXI One MKII: Inspiration auf Knopfdruck mit dem Random Generator

26. Feber 2026

LYRA

OXI Instruments OXI One MKII: Inspiration auf Knopfdruck mit dem Random Generator

OXI Instruments positioniert den OXI One MKII weiterhin als digitales Herzstück moderner Hardware-Setups. In Episode 6 ihrer Deep-Dive-Serie steht der Random Generator im Fokus. Dieser ist weit mehr als ein Werkzeug für Chaos – vielmehr wird er als gezielt konzipierte Quelle musikalischer Ideen präsentiert, die Unvorhersehbarkeit und Kontrolle elegant vereint. Das Video führt systematisch durch die Parameter und kreativen Werkzeuge des Random Generators und zeigt, wie sich auch Zufälligkeit in musikalisch stimmige Patterns formen lässt – und das in Mono-, Poly- und Chord-Modi. Wer sich für das Zusammenspiel von algorithmischer Inspiration und direkter Kontrolle interessiert, erhält hier einen aufschlussreichen Einblick, wie OXIs Sequenzer-Architektur in echte Workflows übersetzt wird.

Gezielte Zufälligkeit: Der kreative Motor des OXI One MKII

Der OXI One MKII wird als Sequenzer vorgestellt, der Zufälligkeit nicht als Selbstzweck, sondern als strukturierten Quell der Inspiration nutzt. Der Random Generator, als sekundäre Option im Randomizer zugänglich, liefert sofort musikalische Ergebnisse – egal, ob im Mono-, Poly- oder Chord-Modus. Hier geht es nicht darum, das Gerät unkontrolliert laufen zu lassen, sondern kreative Keime zu setzen, die sich gezielt formen und verfeinern lassen.

Von Beginn an betont das Video, wie der Random Generator in den Workflow des OXI One MKII integriert ist: Mit wenigen Tastendrücken entstehen neue Patterns, die sowohl überraschend als auch musikalisch fundiert sind. Die erste Demonstration im Mono-Modus, untermalt von einem simplen Four-on-the-Floor-Kick, zeigt, wie Zufälligkeit zum verlässlichen Startpunkt für Kompositionen werden kann – und nicht zum Glücksspiel.

Denke daran als Quelle kreativer Keime, die du formen und verfeinern kannst, bis sie wirklich deine eigenen werden.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Feinjustierung: Bias, Scale, Range und Density

Scale, wenn auf Ja gesetzt, randomisiert sowohl die Skala als auch den Grundton.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Das Herzstück der Kontrolle im Random Generator bilden die Kernparameter Bias, Scale, Range und Density – jeder davon bietet eine eigene Möglichkeit, die generierten Patterns zu formen. Bias setzt den Versatz des Grundtons und bestimmt so das tonale Zentrum der Sequenz. Bleibt Bias auf null, bleibt die Sequenz beim gewählten Grundton; eine Verschiebung verlagert den musikalischen Fokus, wobei stets die aktive Skala respektiert wird – außer, die Skalenrandomisierung ist aktiviert.

Mit aktiviertem Scale kommt eine weitere Schicht Unvorhersehbarkeit ins Spiel: Sowohl Skala als auch Grundton werden zufällig gewählt. Das ist ein mächtiges Werkzeug, um neue Tonalitäten zu entdecken, bleibt aber optional für alle, die lieber die Kontrolle behalten. Range definiert die melodische Intervallspanne – bis zu ±24 Halbtöne um den Bias herum – und prägt maßgeblich den Charakter des Ergebnisses. Im Video wird gezeigt, wie sich durch das Zusammenspiel von Range und Bias eine Sequenz blitzschnell vom statischen Basslauf zur ausdrucksstarken Leadlinie wandeln lässt.

Density bestimmt, wie viele Steps der Sequenz belegt werden: Bei 100 % ist jeder Step aktiv, bei niedrigeren Werten entsteht mehr Raum. Der Prozess ist bewusst destruktiv – jedes neue Pattern ersetzt das vorherige –, aber die Undo-Funktion sorgt dafür, dass gelungene Zufallstreffer nicht verloren gehen. Das Video hebt außerdem hervor, wie Parameter wie Rand (Grad der Variation), Velocity and Gate Variation (V&G) und Ties das Groove- und Komplexitätsniveau weiter verfeinern: Von streng kontrollierten Motiven bis hin zu chaotisch-dynamischen Ergebnissen ist alles möglich.

Mehr als Zufall: Humanize, Order, Pitch und Flip

OXI Instruments belässt es nicht bei der Basisrandomisierung: Der Random Generator bietet eine Suite an Werkzeugen, um generierte Patterns weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Dreht man den Density-Regler nach links, erscheinen Humanize, Order, Pitch und Flip – jedes davon eröffnet einen eigenen Ansatz zur Weiterentwicklung der Sequenz.

Humanize bringt subtile Timing- und Gate-Längen-Variationen ins Spiel und verleiht starren Patterns einen organischeren Charakter. Order mischt die Tonhöhen neu, ohne deren Werte zu verändern, während Pitch die Noten selbst ändert, aber deren Positionen beibehält. Flip kehrt die gesamte Sequenz in der Zeit um und sorgt so für sofortige Variation. Diese Werkzeuge erlauben es, aus einer Zufallsidee Schritt für Schritt ein individuelles Pattern zu formen – und schlagen so die Brücke zwischen Algorithmus und Komposition.

Wenn ausgewählt, fügt das Drücken des Encoders keine neuen Noten hinzu, sondern verändert Gate-Länge und Mikrozeit und sorgt so für einen…

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Mono, Poly, Chord: Random Generator in allen Modi

Das Video verlässt den Mono-Modus und zeigt, wie sich der Random Generator auch auf polyphone und chordale Workflows anwenden lässt. Im Poly-Modus bleiben die Randomisierungsparameter erhalten, doch die Density-Einstellung wird noch entscheidender – niedrigere Werte verhindern ein Überladen der musikalischen Textur. Die Demonstration macht deutlich, wie schnell neue harmonische Ideen entstehen können, und das mit derselben Hands-on-Intuitivität wie im Mono-Modus.

Im Chord-Modus liefert der Random Generator weiterhin musikalisch stimmige Ergebnisse, besonders in Kombination mit Skalenvariation. Der Präsentator merkt an, dass dies gerade für Genres wie Techno sehr effektiv sein kann, wo sich harmonische Inhalte stetig entwickeln. Der Workflow bleibt konsistent: Ein paar Parameter anpassen, das Ergebnis anhören, iterieren, bis die Inspiration zündet. Die Möglichkeit, Patterns in allen drei Modi zu generieren, zu verfeinern und zu transformieren, unterstreicht die Vielseitigkeit des OXI One MKII als kreatives Zentrum für hardwarebasierte Setups.


Vom Funken zur Struktur: Inspiration konstruiert

Unser Ziel ist es nicht, deine Kreativität zu ersetzen, sondern dir den Funken zu geben.

© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)

Letztlich wird der Random Generator nicht als Ersatz für Kreativität, sondern als deren Katalysator verstanden. Die abschließenden Worte des Videos betonen, dass die algorithmisch generierten Patterns Startpunkte sind – Funken, die sich so lange verfeinern und formen lassen, bis sie die eigene musikalische Handschrift tragen.

Mit einer Mischung aus Sofort-Ergebnissen und tiefgehender Kontrolle positioniert OXI Instruments den OXI One MKII als Sequenzer, der zum Experimentieren einlädt, ohne die Musikalität zu opfern. Die durchdachte Architektur des Random Generators – das Gleichgewicht aus Zufall und selbstgesetzten Grenzen – ist ein Beleg für OXIs Fokus auf workflow-orientiertes Design. Wer Inspiration sucht, die sich formen statt diktieren lässt, findet hier ein praxisnahes und wirklich kreatives Werkzeug.

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