Qu-Bit Bloom v2: Sequenzieren mit Fraktalen – jetzt mit noch mehr Verzweigungen

7. Mai 2025

MILES

Qu-Bit Bloom v2: Sequenzieren mit Fraktalen – jetzt mit noch mehr Verzweigungen

Qu-Bit meldet sich mit Bloom v2 zurück – einem fraktalen Sequencer, der sich zu einem dreikanaligen 64-Step-Kraftpaket für Eurorack-Entdecker entwickelt hat. Im neuesten Video führt das Qu-Bit-Team durch die neuen Features und Interface-Verbesserungen und zeigt, wie Bloom v2 einfache Patterns in weit verzweigte, sich entwickelnde Sequenzen verwandelt. Mit Ratcheting, Modulationsausgängen und cleveren Zufallstools richtet sich dieses Modul an alle, die von ihrem Modularsystem Überraschungen erwarten. Wie immer steht bei Qu-Bit der experimentelle Ansatz im Vordergrund, und Bloom v2 dürfte sowohl Fans als auch Neulinge für viele Patch-Sessions beschäftigen.

Drei Kanäle, 64 Steps, unendliche Möglichkeiten

Bloom v2 betritt die Bühne als dreikanaliger, 64-Step-CV- und Gate-Sequencer, der kreatives Sequencing auf ein neues Level heben will. Qu-Bits Ansatz ist es, das bekannte fraktale Sequencing-Konzept zu erweitern: mehr Kanäle, mehr Steps, komplexere, ineinander verwobene Patterns. Im Video wird klar: Hier geht es nicht nur um ein kosmetisches Update, sondern um ein echtes Umdenken, wie sich Sequenzen innerhalb eines Modularsystems entwickeln und verändern können.

Die Design-Philosophie des Moduls dreht sich um Transformation – aus simplen Ideen werden sich entwickelnde musikalische Strukturen. Mit drei unabhängigen Kanälen, die jeweils bis zu 64 Steps fahren können, bietet Bloom v2 einen Spielplatz für alle, die aus starren Loops ausbrechen wollen. Im Fokus stehen Flexibilität und die Möglichkeit, Sequenzen in Echtzeit zu formen – ideal für Live-Performance und generative Patches.

The latest version of Bloom is a three-channel, 64-step CV and gate sequencer that adds a bunch of new features and flexibility to…

© Screenshot/Zitat: Qubitelectronix (YouTube)

Neue Tricks: Ratcheting, Modulation und Branch-Recall

It can ratchet, it can modulate, it can save and recall branches in your sequence.

© Screenshot/Zitat: Qubitelectronix (YouTube)

Bloom v2 bringt eine ganze Reihe neuer Features mit, die das kreative Werkzeugset erweitern. Ratcheting steht nun im Rampenlicht und ermöglicht schnelle Gate-Bursts, die jeder Sequenz Energie und Unvorhersehbarkeit verleihen. Auch die Modulationsmöglichkeiten wurden ausgebaut: Jeder Kanal verfügt jetzt über einen eigenen Modulationsausgang, was neue Wege eröffnet, dynamische Steuerspannungen im System zu verteilen.

Besonders spannend ist die Möglichkeit, Verzweigungen (Branches) innerhalb einer Sequenz zu speichern und wieder abzurufen. So lassen sich Variationen sichern und im Live-Betrieb gezielt ansteuern – ideal, um zwischen musikalischen Ideen zu wechseln. Im Video wird deutlich: Diese Features sind nicht bloß angeklebt, sondern integraler Bestandteil des Workflows und laden zum Experimentieren ein, ohne die Direktheit zu verlieren.

Programmieren und Modulation: Tiefe Kontrolle, direkter Zugriff

Das Programmieren komplexer Sequenzen erfolgt bei Bloom v2 direkt und intuitiv: Step-Encoder und dedizierte Regler für Resize, Rotate und Transpose erlauben tiefes Eingreifen, ohne sich in Menüs zu verlieren – typisch Qu-Bit eben. Der neue Tune-Mode-Button schaltet durch Editoren für Notenhöhe, Gate-Länge, Slew, Ratchet-Anzahl und den wichtigen Modulationsausgang.

Jeder Kanal verfügt über einen pro Step programmierbaren Modulationsausgang, mit dem sich sich entwickelnde Envelopes, Velocity-Kurven oder beliebige CV-Verläufe gestalten lassen. Egal ob Filter, VCA oder Delay – die Modulationsspuren bringen eine Komplexität ins Rack, die in kompakten Eurorack-Sequencern selten ist. Im Video wird gezeigt, wie diese Ausgänge kreativ genutzt werden können und Bloom v2 so zum Sequencer und Modulationszentrum zugleich macht.

Bloom now has an extra modulation-focused output per channel.

© Screenshot/Zitat: Qubitelectronix (YouTube)

Vertrautes Interface trifft neue Kontrollelemente

Trotz der erweiterten Features bleibt das Panel-Layout von Bloom v2 dem Original treu. Regler und Taster sind für Nutzer des Vorgängers sofort vertraut, wobei die Trunk-Sequence-Controls nun horizontal angeordnet sind und mehr LEDs für die Sequenzseiten hinzugekommen sind. Rate, Root, Branch, Path und Mutate sind weiterhin an Bord – jetzt aber mit feinen algorithmischen Anpassungen, etwa um Mutate vor zu hohen Noten zu bewahren oder neue Gate-basierte Mutationen zu ermöglichen.

Neue Bedienelemente wie der Page-Knopf und der Knob-Mode-Button bringen zusätzliche Flexibilität. Letzterer schaltet Micromutate- und Performance-Modi frei, mit denen sich Sequenzcharakteristika randomisieren oder nicht-destruktive Effekte live anwenden lassen. Ornamentierungs-Controls sorgen für das typische Qu-Bit-Flair und machen das Interface gleichermaßen zugänglich wie tiefgründig für Live-Tweaks.


Randomisierung und Experiment: Die Recede-Taste und mehr

We added the recede button here, which dice rolls any and all aspects of your patch.

© Screenshot/Zitat: Qubitelectronix (YouTube)

Bloom v2 ist darauf ausgelegt, Zufälle und klangliche Entdeckungen zu fördern. Die Recede-Taste sticht heraus: Sie würfelt auf Knopfdruck beliebige Aspekte des Patches neu aus – egal ob komplette Sequenzen, neue Branches oder Tune-Modi. Wird es zu chaotisch, bringt eine Shift-Reset-Kombination alles wieder auf Anfang und lädt zum Neustart ein.

Auch das Sequenz-Editing ist flexibel: Resize, Rotate, Transpose sowie destruktive und nicht-destruktive Änderungen stehen bereit. Die Botschaft ist klar: Bloom v2 will zum Experimentieren anregen, das Unerwartete willkommen heißen und das Modularsystem zum Mitgestalter machen. Qu-Bit schließt das Video mit einer Einladung, Bloom im eigenen Modular-Garten zu pflanzen und zu sehen, was daraus wächst – ein passendes Bild für einen Sequencer, der Kreativität kultivieren will.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/qu-bits-bloom-v2-sequencing-fractals-now-with-even-more-branches/
Zum YouTube Video:


Zum YouTube Video: