Sam Gutman entfesselt die 3rd Wave: Mehr als nur ein Wavetable-Krieger

14. Jänner 2026

SPARKY

Sam Gutman entfesselt die 3rd Wave: Mehr als nur ein Wavetable-Krieger

Du denkst, du kennst die Groove Synthesis 3rd Wave? Denk nochmal nach. Sam Gutman, Pädagoge und Synth-Zauberer, taucht tief in diese blaue Bestie ein und zeigt, dass sie weit mehr ist als nur eine PPG-Tributband. Hier gibt’s analogen Punch, FM-Wahnsinn, Sampling-Tricks und ein Layering-System, das selbst deiner DAW die Schamesröte ins Gesicht treibt. Wer einen Synth sucht, der auf Knopfdruck von klassisch zu chaotisch morpht, sollte sich anschnallen – dieses Teil hat mehr Schichten als eine Rave-Zwiebel. Gutmans Stil ist scharf, witzig und kommt auf den Punkt – genau unser Ding.

Mehr als Wavetables: Das geheime Arsenal der 3rd Wave

Klartext: Die Groove Synthesis 3rd Wave ist nicht einfach nur eine weitere Wavetable-Nostalgiekiste. Sam Gutman räumt direkt zu Beginn mit Vorurteilen auf, startet mit einem Vorgeschmack auf den klassischen PPG-Sound und dreht dann das Ganze auf links. Wavetables sind zwar der Headliner, aber unter der Haube steckt noch viel mehr.

Gutmans Einstieg ist ein frecher Seitenhieb auf Wellenform-Monogamie – warum sich mit einer begnügen, wenn man ein ganzes Buffet haben kann? Die 3rd Wave wechselt die Wellenformen wie ein DJ seine Platten und serviert dabei Texturen, die weit über das Übliche hinausgehen. Wer hier nur einen weiteren Digital-Klon erwartet, wird überrascht. Die 3rd Wave ist tiefer als so manches VST-Kaninchenloch, und Sam zeigt uns gleich, warum.

It's way deeper than you probably thought, and in this video I'm going to go through everything.

© Screenshot/Zitat: Samgutman (YouTube)

Oldschool trifft Newschool: Synthese-Mash-Up

And because of the crazy layering capabilities, which I'll get into in a bit, you can even get into some additive synthesis.

© Screenshot/Zitat: Samgutman (YouTube)

Jetzt wird’s spannend. Die 3rd Wave verneigt sich nicht nur vor den Klassikern – sie zerrt sie auf die Tanzfläche und verpasst ihnen ein modernes Makeover. Analoge Subtraktive? Check. FM? Klar. Sampling? Und wie, und das nicht nur als Alibi-Feature.

Gutman hebt das Dual-Filter-Setup hervor – Oberheim trifft Prophet 5, dazu eine Portion Sättigung für den Extra-Dreck. Mit der Möglichkeit, eigene Samples zu importieren oder aufzunehmen, bist du nicht mehr nur am Preset-Schrauben, sondern baust dir deine eigenen Klang-Frankensteins. Die Flexibilität der 3rd Wave reicht von Vintage-Wärme bis Digital-Chaos – und Sams Demo-Patches beweisen, dass das nicht nur Marketing-Geschwätz ist.

Layer-Kuchen: Viermal Wahnsinn

Jetzt kommt der Party-Trick: Layering. Die 3rd Wave lässt dich bis zu vier unabhängige Layer stapeln – und hier geht’s nicht nur darum, ein paar Oszillatoren zusammenzukleben. Jeder Layer bekommt sein eigenes volles Kontrollpaket: Oszillatoren, Mod-Matrix, LFOs, Filter, Hüllkurven, Effekte, Sequencer, alles. Das ist wie vier Synths in einem, bereit für den klanglichen Straßenkampf.

Gutman zeigt, wie man zwischen den Layern springt und so ein Dutzend Oszillatoren oder vier Arpeggiatoren gleichzeitig abfeuert. Ein Patch, bei dem jeder Layer unabhängig morpht, bendet oder arpeggiert? Kein Problem. Er demonstriert sogar einen Sound mit vier gleichzeitig laufenden Arps – praktisch? Vielleicht nicht. Spaß? Definitiv. Diese Power lässt Menü-Taucher Freudentränen weinen.

Wer auf Komplexität steht, wird hier glücklich. Das Beste daran: Alles ist über ein Knob-per-Function-Layout erreichbar, kein Menü-Labyrinth. Gutmans Patches zeigen, wie wild es wird, wenn Layer sich gegenseitig beeinflussen. Das ist Synth-Architektur für Leute, denen ein Filter nie reicht.

You can have four layers. Now, what does that mean? Because obviously it's not the first synth to have layers.

© Screenshot/Zitat: Samgutman (YouTube)

Klassische Nachbildung und Zukunftstricks

Sam Gutman begnügt sich nicht damit, nur die Fähigkeit der 3rd Wave zu zeigen, klassische PPG-Sounds perfekt zu kopieren – obwohl sie das verdammt gut kann. Er taucht in die erweiterte Wavetable-Bibliothek ein, mit über 50 neuen Tabellen neben den Originalen, und demonstriert, wie sie neue Wege für modernes Sounddesign eröffnen.

Die wahre Magie liegt darin, wie die 3rd Wave Alt und Neu verbindet. Du bekommst diese ikonischen, sich entwickelnden Texturen, aber auch die Werkzeuge, sie in Sphären zu schieben, von denen der PPG nur träumen konnte. Gutmans Beispiele reichen von metallischen Sitar-Tönen bis zu glockigen Sounds – alles auf der Basis des Originals, aber mit Turbo für heutige Produzenten. Ein Synth, der seine Wurzeln respektiert, aber keine Angst hat, auszubrechen.


Das muss man gehört haben

There's a ton of sounds that I didn't cover because it's not that kind of video.

© Screenshot/Zitat: Samgutman (YouTube)

Mal ehrlich: Worte und Screenshots bringen dich nur bis zu einem gewissen Punkt. Die wahre Wucht der 3rd Wave steckt im Sound, und Gutmans Video ist vollgepackt mit Demos, die deine Boxen zum Schwitzen bringen. Wer die sich entwickelnden Texturen, wilden Layer und Filtersweeps in voller Pracht erleben will, muss sich das Video reinziehen. Glaub mir – dieser Synth will gehört werden.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/sam-gutman-unleashes-the-3rd-wave-not-just-another-wavetable-warrior/
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