Starsky Carr entfesselt den Erica Synths Elektor Formant: Vintage DIY trifft Modular-Wahnsinn

25. Feber 2026

SPARKY

Starsky Carr entfesselt den Erica Synths Elektor Formant: Vintage DIY trifft Modular-Wahnsinn

Starsky Carr taucht ein in den Erica Synths Elektor Formant und erweckt ein DIY-Modularmonster der 1970er für den modernen Rave-Bunker wieder zum Leben. Vergiss höfliche Boutique-Module – das hier ist ein kompromissloses, analoges Stück Geschichte, neu gebaut, ganz ohne UV-Lampe oder Chemie-Abschluss. Mit seinem typischen Mix aus tiefgehendem Wissen und trockenem britischen Humor zerlegt Starsky die Nostalgie und zeigt, wie roh und mächtig der Formant klingt – samt aller modernen Upgrades. Wer auf seltene, raue und ein bisschen gefährliche Synths steht, wird hier fündig. Und ja: Für das volle Klangchaos solltest du dir unbedingt das Video reinziehen.

Vom Magazin zur Modular-Glorie

Starsky Carr startet mit einem Stück Synthesizer-Geschichte: dem Erica Synths Elektor Formant, einer modernen Wiedergeburt des legendären DIY-Modulars aus den 1970ern. Das ist nicht einfach ein Reissue – das ist eine Liebeserklärung an die Zeit, als Synth-Bau noch nach Lötzinn roch und man betete, dass die Platine nicht schmilzt. Der Formant war ursprünglich ein Projekt für die wirklich Besessenen, und Starsky hat die Hardware (und die Geschichten), um das zu beweisen.

Das Video beginnt mit einer Hommage an die Schönheit des neuen Formant, aber lass dich von den glänzenden Panels nicht täuschen – in seinen Genen steckt purer DIY-Dreck. Starskys Kumpel Mike Gorman hat ihm das Gerät frisch von einem Synth East-Gig geliehen, und von Anfang an ist klar: Das ist ein Synth für alle, die ihr Modular mit einer Prise Gefahr mögen. Wer je davon geträumt hat, ein vergessenes Monster im Schuppen des Vaters zu finden, ist hier goldrichtig – nur ohne Tetanus-Risiko.


DIY oder stirb: Die harte Geburt des Formant

In den 70ern war der Bau eines Formant ein Marathon, kein Sprint. Starsky blättert durch die originalen Elektor-Magazine und zeigt den schrittweisen Leidensweg: eigene Platinen ätzen, Löcher bohren und Schaltpläne entziffern, die manchmal – sagen wir mal – kreative Fehler enthielten. Nur die stursten Synth-Nerds überlebten diesen Härtetest, weshalb originale Formants seltener sind als ein höflicher Kommentar auf Gearslutz. Wer einen fertiggestellt hat, hat sich seine Sporen (und ein paar Narben) verdient.

Nur für die engagiertesten, obsessiven Bastler – deshalb sind sie so selten.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Oldschool-Vibe, neue Tricks

Wir haben drei VCOs. Die sind offensichtlich sehr ähnlich zum Original hier.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Erica Synths hat den Formant nicht einfach geklont – sie haben ihn aufgemotzt. Der neue Aufbau bewahrt die fette analoge Seele, bringt aber moderne Features, die ihn endlich benutzbar machen. MIDI-Input, normalisierte Verbindungen und spannungsgesteuerte LFOs – man kann das Teil wirklich spielen, ohne im Patchkabel-Oktopus zu ersticken oder einen Doktortitel in Frustration zu brauchen.

Starsky hebt die Upgrades hervor: Kopfhörerausgang, duales Sample & Hold, Mixer, Phaser und einen Wave Processor, der den Sound in alle möglichen Formen biegt. Das Original war ein DIY-Ehrenabzeichen, aber diese Version ist eine spielbare, patchbare Straßenwaffe. Vintage-Attitüde bleibt, aber jetzt landet das Ding beim Umzug nicht mehr direkt im Sperrmüll.

Sound-Demos: Von fetten VCOs bis Filter-Wahnsinn

Hier zeigt der Formant seine Zähne. Starsky geht die VCOs durch – drei Stück, jeder mit einer Ladung klassischer Wellenformen und genug Modulation, um schwindelig zu werden. Die Filter sind fett, dreckig und bei Bedarf auch samtig, mit 24dB-, 18dB-, 12dB- und 6dB-Flanken sowie einem Resonanzfilter-Modul für extra formantige Weirdness.

Die Sound-Demos sind pures Modular-Schmutzwasser: Arps, Klangwände und Drum-Workouts, die das System in voller Bandbreite zeigen. Divider, Wave Processor und Phaser gibt’s als Kostprobe – aber glaub mir, die echte Magie steckt im Video. Starsky beim Patchen, Tweaken und Ausreizen des Formant zuzusehen, zeigt: Manche Synths muss man hören, nicht nur beschreiben.

Zwischen diesen drei Filtern gibt es allerlei herrliche Klang-Goodies und Modulation, die du damit machen kannst.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Modular-Zukunft: DIY-Geist vs. moderner Komfort

Starsky schließt mit der großen Frage: Würdest du einen 70er-DIY-Modular von Grund auf bauen – oder ist die neue Erica-Synths-Version der Sweet Spot zwischen Vintage-Schmerz und modernem Genuss? Das Video lässt einen über die Zukunft von Modular nachdenken: Jagen wir weiter dem DIY-Mythos hinterher, oder lassen wir jetzt andere für uns löten? So oder so: Der Formant beweist, dass der DIY-Geist im Synth-Bereich quicklebendig – und immer noch ein bisschen verrückt – ist.


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