TimShoebridge taucht tief in den dreckigen Trigon ein

8. Juni 2025

JET

TimShoebridge taucht tief in den dreckigen Trigon ein

Haltet eure Hüte fest, Synth-Liebhaber! TimShoebridge nimmt den Sequential Trigon mit auf eine Spritztour und taucht kopfüber in eine Welt voller dreckiger Filter, kreischender Resonanz und unverfälschter Synth-Chaos. Es ist roh, schmutzig und absolut aufregend.

Einführung ins Chaos

Los geht’s, TimShoebridge startet diese wilde Fahrt in seinem Heimstudio, umgeben von der üblichen Unordnung eines kreativen Raums. Im Mittelpunkt wartet der Sequential Trigon auf seinen großen Auftritt. Keine Schnörkel, keine unnötigen Extras; nur der rohe Klang des Trigon steht auf dem Programm. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen einfachen Patch zu präsentieren, der sich auf Reinheit und Kraft konzentriert, um in das Herz dieses Synthesizer-Monsters einzutauchen. Um die Szenerie zu setzen, plant Tim, nur zwei Noten gleichzeitig zu spielen. Es geht darum, den Kern des Klangs unverfälscht zu erreichen, wobei er andeutet, dass vielleicht später etwas Hall dazukommt.


Die Klangbühne einrichten

Der Sequential Trigon zeigt sein Können mit drei im Einsatz befindlichen Oszillatoren. TimShoebridge erklärt die Aufstellung: Zwei Oszillatoren übernehmen die Sägezahn-Aufgabe, eine Oktave auseinander, und der dritte auf Dreieckswelle fungiert zwei Oktaven tiefer als Sub-Oszillator. Diese Konfiguration soll den üblichen Bottom-End-Abfall von Transistor-Leiterfiltern ausgleichen. Die Strategie ist genial; mit der Resonanz auf 2 Uhr – kurz vor der Selbstoszillation – umgeht er geschickt das Chaos. Er fügt dem Filter eine langsame LFO-Modulation hinzu, wieder eine Dreieckswelle, um subtile Bewegungen zu erzeugen. Ohne ins Schwitzen zu kommen, zeigt der Filter des Trigon seinen Moog-ähnlichen Charme, eine Anspielung auf das klassische Synth-Erbe mit einem unverkennbaren modernen Twist.


Die Bestie antreiben

Mit anfänglich niedrig eingestellten Oszillator-Gains erhöht Tim langsam die Lautstärke, um dem Filter etwas Attitüde zu verleihen. Der Synth beginnt mit einer Dosis Verzerrung zu schnurren, da die Oszillatorgains das Maximum erreichen. Es ist eine dramatische Veränderung, mit subtilen Overdrive-Aromen, die den Klang bereichern. Er wendet sich dem Drive- und Feedback-Regler zu und erklärt die doppelte Funktionalität. Drehen Sie ihn eine Seite für Drive, die andere für Feedback. Die Magie geschieht, wenn beide auf das Maximum gedreht sind. Die Entscheidung, zuerst die Oszillatoren hochzudrehen, maximiert den Drive-Effekt und entfesselt einen kräftigen Verzerrungsgebräu, das köstlich nah am Rand balanciert.

Schau, wie niedrig ich sie habe. Ich habe sie wirklich ganz runtergedreht, ungefähr auf 9 Uhr, sodass ich den Filter kaum belaste.

© Screenshot/Zitat: Timshoebridge (YouTube)

Feedback-Fieber

Jetzt, mit all diesem laufenden Feedback, kann sich der Filter immer noch selbst oszillieren.

© Screenshot/Zitat: Timshoebridge (YouTube)

In einem herrlich anarchischen Zug stürzt sich Tim kopfüber ins Feedback-Territorium, das einen starken Kontrast zur Drive-Einstellung bietet. Hier ist das Feedback König, mit minimalen Drehungen, um die Klanglandschaft in einen Wirbel glorreiches Chaos zu verwandeln. Die Stärke ist offensichtlich, während sich Feedback-Schleifen intensivieren und zahme Signale in wilde, atonale Wirbel verwandeln. Der Trigon hält sich bemerkenswert gut. Selbst wenn das Feedback die Mischung zu überholen droht, klammert sich der Filter an seinen selbstoszillierenden Geist. Beeindruckend ist die Kontrolle, die trotz der sich entfaltenden Verrücktheit beibehalten wird, was die Stärke der Trigon-Architektur zeigt. Es ist ein Meisterkurs in kontrolliertem Chaos, bei dem jede Drehung des Knopfes die Grenze zwischen Schönheit und Wahnsinn verwischt, aber konsequent auf den Füßen landet.

Verzerrter Glückseligkeit ist erreicht

Im Masterbereich offenbart Tim das Geheimnis: eine dedizierte Verzerrungsschaltung. Das Hinzufügen von Reverb von einem teuren CXM78-Pedal ist das i-Tüpfelchen dieser klanglichen Köstlichkeit. Der Filter und das Feedback zähmen das innere Biest und führen es durch den komplexen Tanz agressiver Resonanz und melodischer Verzerrung. Mit maximaler Verzerrung ändert sich der Charakter des Synths erheblich – faszinierend reichhaltig, dennoch charmant rau. Während Tim beginnt, volle Akkorde zu spielen, genießt das Instrument seinen neuen Klangreichtum. Es ist eine Feier von allem, was verschmutzt, grungy und wunderbar ist, während der Trigon die vollständige Bandbreite seiner Fähigkeiten zeigt. Vom Brüllen eines angetriebenen Filters bis zum Schimmer von Reverb-verhangenen Akkorden ist es eine Symphonie kontrollierter Anarchie.

Der Phrygon kann wirklich absolut wunderbar klingen. Schmutzig, grungy und wunderbar.

© Screenshot/Zitat: Timshoebridge (YouTube)

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/timshoebridge-digs-deep-into-the-filthy-trigon/
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