UDO Audio meldet sich mit einer weiteren Patchwork-Folge zurück und holt sich diesmal Hazel Mills ins Boot, um den ikonischen Bass-Synth aus The Knife’s ‘Heartbeats’ auf dem Super 8 zu zerlegen und neu zu erschaffen. Das Video ist eine praxisnahe Erkundung klassischer Sounddesign-Techniken – Pulsweitenmodulation und Oszillatorsync – und zeigt, wie der Super 8 sowohl subtile Bewegung als auch massive, geschichtete Klänge souverän meistert. Wie immer bei UDO steht die unmittelbare Spielfreude und klangliche Tiefe im Fokus, wobei Hazels Patch-Prozess sowohl die Stärken als auch die kreativen Eigenheiten dieses britischen Hybrid-Polysynths offenlegt. Wer einen Synth sucht, der zum Experimentieren einlädt und durchdachte Modulation belohnt, sollte hier unbedingt reinschauen.

16. Mai 2025
MILES
UDO Audio Super 8: Patchwork-Expeditionen mit The Knife’s ‘Heartbeats’
Heartbeats auf der Spur: Der Super 8 im Fokus
Das Video beginnt mit Hazel Mills, die sich einer bekannten Herausforderung stellt: Kann der UDO Super 8 den Bass-Synth aus The Knife’s ‘Heartbeats’ überzeugend nachbilden? Hier geht es nicht nur um Nostalgie, sondern um einen praxisnahen Test der Vielseitigkeit und des Klangcharakters des Super 8. UDO Audio, bekannt für ihren Hybridansatz und das intuitive Interface, stellt seinen Flaggschiff-Polysynth ins Rampenlicht – mit Fokus darauf, wie er bewegungsreiche, ikonische Sounds umsetzt.
Hazels Herangehensweise ist methodisch und klassisch geprägt. Sie erkennt sofort, dass das Original vermutlich auf einer Square- oder Pulswelle basiert, und stellt die Oszillatoren des Super 8 entsprechend ein. Es geht dabei weniger ums Nachbauen von Presets, sondern um das Verstehen der Architektur – Oszillatorwellenformen, Pulsbreite und dezentes Detuning spielen eine Rolle. Damit ist die Bühne bereitet für einen tieferen Einblick in die Modulationsmöglichkeiten des Super 8 und seine Eignung für originalgetreue Nachbildungen wie auch kreative Neuinterpretationen.

"Mein erster Instinkt ist, dass wir es mit einer Art Square- oder vielleicht Pulswelle zu tun haben."
("My first instinct is that we've got a kind of square, possibly pulse wave thing going on.")© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Pulsweitenmodulation vs. Hard Sync: Zwei Wege zur Bewegung

"Es ist also möglich, dass da eine Pulsweitenmodulation im Spiel ist. Vielleicht ziemlich langsam."
("So it's possible that there's pulse width modulation. Maybe quite slowly.")© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
Hazels erste Strategie ist die Pulsweitenmodulation (PWM) – ein Klassiker, um statischen Wellenformen Leben einzuhauchen. Sie weist DDS 1 eine Square-Wave und DDS 2 eine Pulswelle zu und untersucht, wie sich die Pulsbreitenveränderung auf die charakteristische Bewegung von ‘Heartbeats’ auswirkt. Die Modulationsmatrix des Super 8 ermöglicht langsame, organische PWM, und Hazel stellt fest, dass der Sound auch ohne viel Hüllkurvenbearbeitung schon sehr nah am Original ist. Ein wenig Detuning und Pitch-Modulation per Aftertouch sorgen für zusätzliche Fülle und zeigen, wie dynamisch der Synth auf Performance-Gesten reagiert.
Im nächsten Schritt probiert Hazel die Hard-Sync-Methode: Ein Oszillator wird gezwungen, sich phasenmäßig am anderen zu orientieren, während die Tonhöhe des „Slave“-Oszillators moduliert wird. Das ergibt eine andere Art von Bewegung – weniger brillant, aber harmonisch komplex. Sie experimentiert mit deaktiviertem Binaural-Modus für einen zentraleren Klang und variiert die Modulationsquellen, wägt LFOs gegen Hüllkurven ab. Der Prozess ist iterativ, Hazel vergleicht die Ergebnisse mit dem PWM-Patch und unterstreicht so die Flexibilität des Super 8, ähnliche Ergebnisse auf unterschiedlichen Wegen zu erreichen.
A/B: Zwei Techniken im Klangvergleich
Mit beiden Patches im Kasten bietet Hazel einen direkten Vergleich. Die PWM-Variante klingt heller und lebendiger, während der Hard-Sync-Patch dunkler und dichter daherkommt. Dieser Side-by-Side-Test zeigt praxisnah, wie die Architektur des Super 8 nicht nur über die Oszillatorwahl, sondern auch über verschiedene Modulationswege den Klang formt. Für alle, die sich an den feinen Unterschieden von Bewegung und Obertönen erfreuen, ist das ein Paradebeispiel dafür, warum Hands-on-Synths wie der Super 8 so faszinierend bleiben.
Layer-Wahnsinn: Wenn alles zusammenkommt
Das Finale ist pure Synth-Ekstase: Hazel kombiniert beide Techniken, stapelt PWM und Hard Sync für einen massiven, fast schon überbordenden Sound. Der Super 8 bleibt souverän und liefert eine Klangwand, die ebenso verspielt wie mächtig ist. Für ein authentisches Cover vielleicht etwas zu viel des Guten – aber die Botschaft ist klar: Dieser Synth lädt zum Experimentieren ein, und seine Architektur belohnt alle, die gerne komplexe Patches bauen. Wer es liebt, Klangschichten zu stapeln, findet im Super 8 einen mehr als würdigen Partner.

"Der Punkt ist, dass man, wenn man will, die Sounds stapeln kann – und es ist massiv."
("The point is that you can if you want to pile on the sounds and it's massive.")© Screenshot/Zitat: Udo Audio (YouTube)
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