Verbos Electronics, die Berliner Spezialisten für Westcoast-inspirierte Eurorack-Module, zeigen in diesem offiziellen Walkthrough, wie sich der Voltage Multistage 16 als vielseitiger Multistage-LFO einsetzen lässt. Das Video demonstriert eindrucksvoll, wie komplexe, sich entwickelnde Modulationsmuster entstehen – mit verschachtelten LFO-Shapes, strobe-gesteuerten Spannungssprüngen und automatisierter Zeitsteuerung. Wer Modulation jenseits klassischer LFOs sucht, bekommt hier einen echten Patch-orientierten Leckerbissen. Wir werfen einen analytischen Blick darauf, wie sich die Outside-In-Designphilosophie von Verbos in dynamischer Spannungsgestaltung und praxisnahen Patch-Tricks niederschlägt.

3. Dezember 2025
MILES
Verbos Electronics Voltage Multistage 16: Multistage-LFO-Wahnsinn im Eurorack
Ein Multistage-LFO-Spielplatz
Der Voltage Multistage 16 wird hier nicht nur als Sequencer, sondern als äußerst flexibler Multistage-LFO-Generator vorgestellt. Verbos Electronics positioniert das Modul als Werkzeug zur Gestaltung komplexer Modulationsmuster, weit über einfache zyklische Formen hinaus. Die Möglichkeit, individuelle Spannungsstufen und Loop-Punkte zu definieren, erlaubt es, Modulationskurven zu formen, die mit klassischen LFOs kaum oder gar nicht realisierbar wären.
Auffällig ist dabei der modulare Ansatz innerhalb der Modulation selbst – jede Stufe lässt sich anpassen, das Loop-Verhalten flexibel gestalten. Das eröffnet ein breites Spektrum an Modulationsaufgaben, von subtilen Filterfahrten bis zu wilden, gestuften Spannungsausflügen – alles in einem einzigen Modul.
Verschachtelte LFOs und Spannungssprünge
Ein zentrales Feature des Voltage Multistage 16 ist die Fähigkeit, LFO-Shapes zu verschachteln und per Knopfdruck zwischen Spannungsteilen zu springen. Mit Strobe-Taste und Stage-Select kann man sofort von einer Spannungsbank zur nächsten wechseln und so die Modulationsform mitten im Patch verändern. Besonders für Live-Performances oder generative Patches, in denen statische LFOs zu langweilig wären, ist das ein echtes Plus.
Im Video wird gezeigt, wie sich durch das Betätigen des Strobe-Buttons eine neue Spannungssektion einfangen und halten lässt – und damit ein frisches LFO-Shape auf Knopfdruck bereitsteht. Durch diesen verschachtelten Ansatz ist man nicht auf ein einziges wiederholendes Muster beschränkt: Mehrere einzigartige LFOs können parallel existieren und nach Bedarf getriggert oder ausgetauscht werden.

"Wir können das effektiv wie einen Spannungsabschnitt behandeln und zum Beispiel mit dem Strobe-Button zu einem anderen Abschnitt springen."
("We can effectively treat this like one section of voltage and by engaging, for instance, the strobe button, we can jump around to another section of voltage.")© Screenshot/Zitat: Verboselectronicsgmbh (YouTube)
Dynamische Modulation: Filter, Slides und Zeit

"Wenn der Schalter in der oberen Position ist, führen wir einen Slide ein."
("By engaging the switch in the top position, we're introducing a slide.")© Screenshot/Zitat: Verboselectronicsgmbh (YouTube)
Die Demonstration wird praktisch: Die Ausgänge des Voltage Multistage 16 werden genutzt, um Filterpositionen – konkret das Zentrum eines Bark Filters – zu modulieren. Durch das Patchen der oberen Spannungsreihe in den Filter zeigt das Video, wie eng Modulation und Klangformung verzahnt werden können – mit lebendigen, organischen Ergebnissen.
Ein zentrales Patch-Detail ist das Einführen von Slides zwischen den Spannungsstufen. Durch das Umlegen eines Schalters wechselt das Modul von gestuften zu gleitenden Spannungen, was sanfte, fließende Modulationen ermöglicht. Die Time-Control erweitert dies, indem sie die Dauer dieser Übergänge bestimmt. Für automatisierte Abläufe kann die B-Reihe genutzt werden, um die Zeitparameter zu modulieren – so bleiben die Hände frei und die Modulation wird noch dynamischer.
Automatisierte Strobes und LFO-Integration
Im nächsten Schritt wird die Automatisierung der Strobe-Funktion gezeigt. Durch das Senden eines Pulses vom Voltage Multistage in den Advanced-Eingang des Sequence Selectors kann das System zwischen LFO-Sektionen wechseln, ohne dass manuell eingegriffen werden muss. So lassen sich mehrere LFO-Shapes nahtlos miteinander verbinden und komplexe, sich entwickelnde Modulationen erzeugen.
Das Ergebnis ist ein Patch, der fließend zwischen verschiedenen rhythmischen oder spannungsbasierten Mustern wechseln kann – der Strobe-Eingang dient als Tor zu neuen Modulationswelten. Zum Abschluss werden Breite und Decay der Modulation angepasst, um zu zeigen, wie die Regler des Moduls zusammenwirken und komplexe, sich verändernde Hüllkurven entstehen – ideal für experimentelles Sounddesign oder generative Systeme.

"Jedes Mal, wenn er diesen ersten Schritt erreicht, sendet er einen Puls an den Strobe-Eingang."
("Every time it reaches this first step, it's going to send a pulse to the strobe input.")© Screenshot/Zitat: Verboselectronicsgmbh (YouTube)
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