Verysickbeats flippt Psychedelic Rock: SP-202 & SP-404MKII gehen DAWless und dreckig

28. Feber 2026

RILEY

Verysickbeats flippt Psychedelic Rock: SP-202 & SP-404MKII gehen DAWless und dreckig

Wenn JFilt von Verysickbeats sich einen Psychedelic-Rock-Sample schnappt, weißt du, dass es wild wird. Diesmal lässt er die DAW links liegen und schmeißt seinen treuen SP-202 und SP-404MKII für eine knusprige Hardware-Only-Beat-Session an. Wer auf Lo-Fi-Grit, clevere Sampling-Tricks und diesen rohen, emotionalen Vibe steht, ist hier goldrichtig. Vergiss Perfektion – hier geht’s um Gefühl, Groove und darum, dass dein Equipment richtig arbeiten muss. Also schnapp dir ein billiges Bier und mach dich bereit fürs Sample-Flippen mit Geschmack, Intention und Straßen-Charme.

Psychedelic Rock: Das Sample-Buffet, das du nie auf dem Schirm hattest

Verysickbeats startet, indem er seine Community das Genre wählen lässt – und Psychedelic Rock macht das Rennen. Das ist eigentlich nicht sein Standard, aber raus aus der Komfortzone ist bekanntlich da, wo der Zauber passiert. Psychedelic Rock ist ein Paradies für Beatmaker, die auf abgefahrene Gitarren und unvorhersehbare Loops stehen. Anders als beim klassischen Soul- oder Jazz-Flip zwingen dich diese Samples, richtig tief zu graben und mit kleinen Chops den Vibe komplett zu drehen.

Was dieses Genre so spannend fürs Sampling macht, ist seine Unberechenbarkeit. Hier wird nicht einfach vier Takte geloopt – du jagst nach kleinen Momenten, die richtig knallen. JFilt betont, dass schon der kleinste Ausschnitt zu etwas Wildem werden kann. Wer genug von den immer gleichen Loops hat, findet in Psychedelic Rock eine Mixtape-Wundertüte voller Überraschungen, die nur darauf wartet, zerlegt zu werden.


SP-202 & SP-404MKII: Das DAWless Dream Team

Kommen wir zum Gear. JFilt packt seinen SP-202 (aka Scrapper) und SP-404MKII (aka Spark Plug) aus – ja, er gibt seinen Drum Machines Namen, und das ist einfach ein Vibe. Das ganze Setup läuft DAWless, heißt: nur Hardware, Hände und Hustle. Die Lieblings-Chunks sind schon gesampelt, und der SP-202 bringt diesen charakteristischen Crunch, der deine Speaker wie durchgerockte Subwoofer klingen lässt.

Der Workflow ist smart: Der SP-404MKII steuert den SP-202 per MIDI, sodass Chops auf beiden Kisten getriggert werden. Es gibt ein bisschen MIDI-Gefrickel – Kanäle einstellen, Pads zuordnen – aber genau das macht den Charme aus. Wer auf DAWless-Setups steht oder sehen will, wie zwei Roland-Klassiker miteinander sprechen, bekommt hier eine Masterclass in Sachen Einfachheit und Effektivität. Und für Gear-Nerds: So wie er die Maschinen zusammenarbeiten lässt, erinnert an ein Streetfood-Duo – chaotisch, sättigend und voller Geschmack.

This is why I love the SP202, that crunch.

© Screenshot/Zitat: Verysickbeats (YouTube)

Vertrau deinem Ohr, nicht dem Handbuch

I'm not really chasing perfection at all. I'm just chasing emotion, it's just how it makes me feel.

© Screenshot/Zitat: Verysickbeats (YouTube)

Eine Sache, die JFilt immer wieder betont: Du musst nicht nach Perfektion streben. Er macht sich keinen Stress wegen perfektem Timing oder Lehrbuch-Arrangements – es geht ihm um Emotionen. Die besten Beats entstehen oft, wenn man auf sein Bauchgefühl hört und den Sample führen lässt, statt andersrum. Das vergisst man schnell, wenn man sich in Menüs und Anzeigen verliert.

Er ermutigt Beatmaker, sich auf das Gefühl zu konzentrieren, nicht auf die Optik im Editor. Die Bewegung der Psychedelic-Gitarren, die staubigen Drums, kleine Unsauberkeiten – genau da steckt der Vibe. Wer sich stundenlang im Feintuning verliert, sollte vielleicht einfach mal loslassen und das Ohr entscheiden lassen. Perfektion ist überbewertet; Feeling ist alles.

Choppen, Arrangieren, Layern: Das Beatmaker-Handwerk

Mit dem Grundgerüst steht jetzt das Handwerk im Fokus: JFilt kopiert Drum-Patterns, nutzt Substeps für Hi-Hat-Swing und spielt mit den Velocity-Werten, damit alles menschlich und off-grid klingt. Die Drums sind nicht bloß Hintergrund, sondern Teil des Dialogs – sie bringen Bewegung und Dreck in den Sample.

Dann kommt die Bassline, und hier droppt er einen echten Straßen-Hack: Mit seinem eigenen 16-Pad-Scale-Manual-Ebook baut er auf Oldschool-Gear eine Bassline. Zum ersten Mal probiert er die Algerische Skala aus und zeigt, dass man keine High-End-Features braucht, um kreativ zu sein. Layering, Filter und Ghost Notes machen den Beat fett. Wer die Techniken wirklich erleben will, sollte sich das Video geben – Worte können den Groove nicht einfangen.


Mach mit beim Beatmaker-Blockparty

Bevor’s vorbei ist, lädt JFilt alle ein, ihre Lieblingsgeräte und DAWless-Kombos in die Kommentare zu hauen. Egal ob Vintage-Sampler oder Hardware-Software-Mix – Hauptsache, die Kreativität bleibt am Start. Er erinnert daran, dass das Gear nicht verstauben sollte: Raus damit, neu entdecken, Energie reinbringen. Die Beat-Szene ist eine Community, und jeder bringt seinen eigenen Flavor mit.

Don't forget about your equipment that's just sitting there, man. Bring them out every now and then.

© Screenshot/Zitat: Verysickbeats (YouTube)

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/verysickbeats-flips-psychedelic-rock-sp-202-sp-404mkii-go-dawless-and-dirty/
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