Waldorf Protein: Andertons Synths, Keys and Tech servieren eine digitale Straßenwaffe

14. Jänner 2026

SPARKY

Waldorf Protein: Andertons Synths, Keys and Tech servieren eine digitale Straßenwaffe

Wer denkt, günstige Synths wären nur Plastik ohne Punch, wird hier eines Besseren belehrt. Andertons Synths, Keys and Tech haben sich den Waldorf Protein geschnappt – einen polyphonen Wavetable-Boliden mit mehr Vintage-Attitüde als ein Warehouse-Rave um vier Uhr morgens. Jack Duxbury dreht an den Knöpfen und jagt durch die Presets und zeigt, dass diese Kiste Nostalgie und moderne Power gleichermaßen liefert. Wer auf knusprige Digitalklänge ohne Boutique-Preis steht, könnte hier fündig werden. Aber verlass dich nicht nur auf meine Worte – diesen Synth muss man gehört haben.

Protein-Power: Bezahlbar, polyphon und stolz darauf

Der Waldorf Protein kommt mit einer klaren Ansage: acht Stimmen polyphone Wavetable-Power, und das zu einem Preis, der das Portemonnaie schont. Jack Duxbury hält sich nicht lange auf und hebt direkt die Vintage-Digital-DNA des Synths hervor. Zwei Wavetable-Oszillatoren pro Stimme sorgen für dicke, sich entwickelnde Texturen – direkt ab Werk.

Wo ist der Haken? Analoge Filter gibt’s hier nicht – Waldorf setzt komplett auf digital modellierte Schaltungen. Das Ergebnis: klassischer Microwave-Vibe ohne den klassischen Microwave-Kredit. Wer auf diesen alten Grind und Schimmer steht, ist hier richtig. Jacks erste Eindrücke drehen sich klar um den Sound, nicht um das Datenblatt.

It's a very reasonably priced eight voice, polyphonic wavetable synthesizer, two wavetable oscillators per voice.

© Screenshot/Zitat: Andertonskeyboarddept (YouTube)

Layer, Filter, Drive: Feature-Feuerwerk ohne Frust

So it's definitely crunching out there. I'm not sure if that's desirable or not.

© Screenshot/Zitat: Andertonskeyboarddept (YouTube)

Der Protein ist nicht nur ein Wavetable-Rohling – er bietet vier unabhängige Layer, die sich für fette, komplexe Sounds stapeln lassen. Mehrere Drive-Modi sorgen für ordentlich Dreck, dazu gibt’s pro Layer drei Hüllkurven und zwei LFOs, allesamt mit Tempo-Sync und Sample & Hold. Mod-Matrix und MPE-Support sind auch am Start – hier geht mehr als nur Preset-Durchklicken.

Trotzdem bleibt die Bedienung angenehm übersichtlich. Jack fliegt durch die Menüs und zeigt: Für kreativen Sound braucht man hier keinen Doktortitel im Menü-Tauchen. Die modellierten Filter sind zwar nicht analog, knurren aber an den richtigen Stellen, und die Drive-Optionen bringen genau die richtige Portion Schmutz ins Spiel.

Preset-Spielplatz: Der Charakter des Protein entfesselt

Jack stürzt sich in die Presets, und schnell wird klar: Der Protein ist alles andere als schüchtern. Von breiten Pads bis zu bissigen Leads – diese Kiste liefert Sounds, die nostalgisch und frisch zugleich wirken. Der berüchtigte „Flavor“-Regler bekommt ordentlich Auslauf und sorgt für subtile (und manchmal weniger subtile) digitale Eigenheiten, die jedem 90er-Synth-Nerd ein Grinsen ins Gesicht zaubern.

Manche Sounds sind purer Charme und Schimmer, andere einfach nur Dreck – mit knusprigem Aliasing, Lo-Fi-Texturen und diesem unverkennbaren Digitalbiss. Jacks Reaktionen sprechen Bände: Hier steckt Charakter drin. Wie das wirklich klingt? Das muss man hören – Worte können das Rave-in-a-Box-Erlebnis nicht komplett einfangen.


Kreatives Chaos: Nostalgie trifft modernen Schabernack

Der Protein ist kein reiner Preset-Automat – hier steckt echtes Potenzial für Sound-Experimente. Jack zeigt, wie der Synth den Geist klassischer Digitalgeräte einfängt, aber mit genug modernen Tricks aufwartet, damit nichts altbacken wirkt. Hier wird gespielt, getweakt und in unerwartete Richtungen geschoben.

Es ist Nostalgie in einer Box, aber nicht von gestern. Die Multi-Layer-Architektur und die Drive-Modi lassen dich Sounds stapeln, dass selbst ein JV-1080 erröten würde, und die modellierten Filter bringen genau die richtige Portion Dreck ins Spiel. Wer auf den „wonky old digital stuff“-Vibe steht, bekommt hier ordentlich Nachschub – und noch mehr.

I mean, nostalgia in a box, dissed.

© Screenshot/Zitat: Andertonskeyboarddept (YouTube)

Sehen, hören, haben wollen: Der Protein in Aktion

That's the most fun I've ever had on a Waldorf synth and it's the cheapest by a fricking country mile.

© Screenshot/Zitat: Andertonskeyboarddept (YouTube)

Kein Text der Welt kann das Chaos einfangen, das Jack hier live entfesselt. Im letzten Teil des Videos gibt’s pure Hands-on-Action – Presets fliegen, Knöpfe drehen, und der Protein zeigt, was er wirklich draufhat. Jack demonstriert nicht nur, er hat richtig Spaß – und das steckt an.

Wer wissen will, was dieser Synth wirklich kann, muss ihn selbst erleben. Der Protein ist nicht einfach nur eine günstige Kiste – er ist eine digitale Straßenwaffe, die in jedes Live-Setup oder Studio gehört. Nicht verpassen – Video anschauen, Lautstärke aufdrehen und die Rave-Bunker-Vibes genießen.

Zum YouTube Video:


Zum YouTube Video: