Woody Piano Shack vs. Behringer Pro 800: Günstiger Prophet, fetter Sound

15. Jänner 2026

SPARKY

Woody Piano Shack vs. Behringer Pro 800: Günstiger Prophet, fetter Sound

Woody Piano Shack stürzt sich kopfüber in den Behringer Pro 800 – ein Synth, der Prophet-Vibes ohne Vintage-Preisschild verspricht. Wer schon mal beim Sequential Circuits Klassiker ins Schwärmen geraten ist, aber beim Preis Schnappatmung bekam, ist hier genau richtig. Woodys verspielter Stil trifft auf einen Synth, der fette Sounds und Hands-on-Spaß liefert, mit gerade genug Macken, um es spannend zu halten. Ehrliche Sprüche, satte Akkorde und eine Prise Gear-Gewissensbisse – alles in unter 21 Minuten. Bock auf ein Synth-Demo ohne Schnickschnack? Lies weiter – und schau dir das Video für den vollen Sound-Punch an.

Vintage-Träume, Budget-Realität

Mal ehrlich: Die wenigsten von uns hauen fünfzehn Riesen für einen Prophet 5 raus, egal wie sehr wir im Keller davon träumen. Woody Piano Shack startet mit einem Geständnis – er wollte schon immer den Sequential Circuits Klassiker, aber der Preis ist einfach nur absurd. Da kommt der Behringer Pro 800 ins Spiel: Für rund 280 Dollar gibt’s hier eine Portion Vintage-Feeling zum Preis einer durchzechten Nacht in Berlin.

Woody macht keinen Hehl daraus: Der Pro 800 ist kein Prophet 5-Klon, aber nah genug dran, um zweimal hinzuschauen. Die Basis ist der Prophet 600, der günstigere Bruder, aber mit ein paar Tweaks, die ihn für heutige Nutzer vielleicht sogar besser machen. Acht Stimmen, analoges Innenleben und ein Preisschild, das keine Scheidung auslöst – das ist ein echtes Straßenwerkzeug.

Es ist erstaunlich, dass Behringer das für weniger als 300 Dollar hinbekommt.

© Screenshot/Zitat: Woodypianoshack (YouTube)

Acht Stimmen, klassische Moves

Was bekommt man für 280 Dollar? Achtfache Polyphonie, zwei Oszillatoren pro Stimme, ein Filter mit Biss und knackige Hüllkurven – alles komplett analog. Woody betont, dass der Pro 800 auf Hands-on setzt, mit einem Bedienfeld, das mehr Spielplatz als Menü-Labyrinth ist.

Unter der Haube gibt’s digitale Steuerung zum Speichern von Presets, aber der Signalweg bleibt analog. Das Ergebnis? Ein Synth, der oldschool wirkt, aber nicht in der Vergangenheit hängen bleibt. Für das Demo nutzt Woody ein Yamaha PSR Arranger-Keyboard als MIDI-Controller – nicht gerade Standard, aber irgendwie charmant und schräg.


Von satten Pads bis Sound-Chaos

Wenn du das noch bearbeitest, klingt es absolut großartig.

© Screenshot/Zitat: Woodypianoshack (YouTube)

Woody verschwendet keine Zeit mit Handbüchern – er geht direkt an die Sounds. Der Pro 800 spuckt Brass-Stabs, Streicher, fette Bässe und sogar abgefahrene Effekt-Presets aus. Im Unisono-Modus stapelt er alle acht Stimmen für Leads oder Bässe, die Omas Porzellan zum Wackeln bringen. Das Filter hat Biss, die Oszillatoren können rauschen – ganz wie die Originale, im Guten wie im Schlechten.

Effekte gibt’s keine an Bord, also ist der Sound erstmal knochentrocken, bis Woody später im Demo etwas Reverb dazuschraubt. Die Presets? Keine Chartbreaker, aber ein solider Startpunkt zum Schrauben. Woody scheut sich nicht, sie zu verbiegen und zeigt, wie schnell man einen Patch von brav zu dreckig drehen kann.

Die wahre Magie? Die gibt’s nur im Video. Die Bandbreite des Pro 800 muss man hören – von satten Akkorden bis zu schrägen SFX hat er mehr Tricks drauf als ein windiger Straßenzauberer. Woodys verspielte Jams und Filtersweeps machen klar: Der Synth ist nicht nur was für Vintage-Puristen.

Presets: Nur der Anfang

Die Presets des Pro 800 sind ein gemischter Haufen – manche langweilig, manche abgefahren, aber nichts ist in Stein gemeißelt. Woody sieht sie als Sprungbrett, nicht als Ziel. Der eigentliche Spaß beginnt, wenn man selbst Hand anlegt und Filter und Hüllkurven so lange dreht, bis der Sound nicht wiederzuerkennen ist.

Die griffigen Regler laden zum Experimentieren ein, und selbst das Menü-Gewühle hält sich in Grenzen. Woody gibt zu, dass er kein Menü-Taucher ist, sondern sich die wichtigsten Funktionen notiert und dann einfach spielt. Wer wissen will, wie tief das Kaninchenloch geht, sollte sich das Video mit all dem Knob-Twiddling anschauen.

Die Werkspresets sind hier nicht die besten, genauso wie beim Prophet 5, aber wir nutzen sie weiter als Sprungbrett, um die Sounds zu…

© Screenshot/Zitat: Woodypianoshack (YouTube)

Gear-Gewissensbisse und Synth-Reue

Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich so viel Gear ungenutzt rumstehen habe.

© Screenshot/Zitat: Woodypianoshack (YouTube)

Und jetzt der Twist: Trotz seiner Begeisterung hat Woody musikalisch längst andere Wege eingeschlagen. Er hat den Pro 800 (und einen Behringer RD-8) für ein 80er-Synth-Funk-Projekt gekauft, das nie stattfand – jetzt steht das Zeug rum und macht ein schlechtes Gewissen. Klassischer Fall von Gear-Gewissensbissen: zu gut zum Verkaufen, zu ungenutzt zum Behalten.

Woodys Ehrlichkeit ist erfrischend: Selbst die besten Synths verstauben manchmal, wenn sich der kreative Fokus verschiebt. Aber hey, bei dem Preis kann man ihn ruhig für den nächsten Sound-Ausflug stehen lassen. So oder so zeigt der Pro 800: Für fette Analog-Sounds muss man kein Vintage-Sammler sein.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/woody-piano-shack-vs-behringer-pro-800-cheap-prophet-big-punch/
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