Akai Professional taucht mit dem AIR Fabric Vintage CS tief in die Welt der Vintage-Synths ein – ein virtuelles Instrument, inspiriert von einem legendären Polysynth der späten 70er und frühen 80er. Das Walkthrough auf dem offiziellen Akai Pro-Kanal gibt einen praxisnahen Einblick in Oszillator-Bänke, Preset-Vielfalt und die nahtlose Integration dieses Synths in moderne MPC- und DAW-Workflows. Wie gewohnt setzt Akai auf ausdrucksstarke Kontrolle und intuitives Sounddesign – eine Brücke zwischen klassischen Texturen und heutigen Produktionsumgebungen. Wir schauen, wie der Fabric-Engine analoge Wärme und digitale Flexibilität vereint.

5. August 2026
LYRA
Akai Professional Fabric Vintage CS: Digitale Hommage an Polysynth-Legenden
Neuer Vintage: Inspiration und Konzept
Akai Professional stellt den Fabric Vintage CS als Teil der AIR Fabric Vintage Synths Volume 2-Kollektion vor und positioniert ihn als modernes virtuelles Instrument, das den Geist eines bekannten Polysynths der späten 70er und frühen 80er Jahre einfängt. Statt einer direkten Emulation wird das Instrument als Hommage präsentiert, die Wärme und Ausdrucksstärke des Originals – bekannt aus ikonischen Sci-Fi-Soundtracks – in die Gegenwart transportiert.
Das Video macht schnell klar: Hier geht es um ein Werkzeug für alle, die klassische analoge Texturen in einer flexiblen, zeitgemäßen Umgebung suchen. Akai betont, dass der Fabric Vintage CS auf unmittelbaren Zugang zu ausdrucksstarkem Sound setzt, nicht auf technische Nachbildung. Es ist eine respektvolle Verbeugung vor der Geschichte, neu gedacht für effiziente Musikproduktion.
Unter der Haube: AIR Fabric Engine und Performance-Controls
Das Herzstück des Fabric Vintage CS ist die AIR Fabric Engine, die nicht nur Vintage-Charakter, sondern auch moderne Erweiterungen wie erhöhte Polyphonie und integrierte Effekte bietet. Die Synth-Architektur stellt verschiedene Oszillator-Bänke mit mehreren Oszillatortypen bereit, zwischen denen sich einfach umschalten lässt. Oszillator 2, Sub und Noise sind vorhanden und können individuell aktiviert und gemischt werden – für tiefe Layer und nuancierte Klangfarben.
Im Fokus stehen performance-orientierte Bedienelemente: Filter-Cutoff und Resonanz, Attack, Release, Oszillator-Balance sowie Schnellzugriff auf Effekte wie Delay und Reverb. Modulation und Distortion lassen sich direkt am Panel aktivieren, sodass sich Sounds effizient formen lassen, ohne in Menüs abtauchen zu müssen. Diese Ausrichtung auf Direktheit sorgt dafür, dass ausdrucksstarke Eingriffe jederzeit möglich sind – und dennoch bleibt Raum für tiefere Klanggestaltung über das Plug-in-Interface.

"Schon über das Frontpanel kann man offensichtlich direkt mächtige Eingriffe vornehmen, ohne tief ins Plug-in einzusteigen."
© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)
Oszillator-Optionen und Preset-Vielfalt: Von analogem Grit bis cineastischer Fülle

"Und das sind die Oszillator-Samples, die in der CS Singles Bank enthalten sind. Da gibt es viele Optionen."
© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)
Im Walkthrough hebt Akai die Oszillator-Bänke hervor: CS Singles, CS PWM und GX, die jeweils unterschiedliche Klangfarben bieten. In CS Singles finden sich klassische Sägezahnwellen und weitere analoge Grundtexturen, während CS PWM vier Varianten der Pulsweitenmodulation bereitstellt – langsam/schmal, langsam/breit, schnell/schmal und schnell/breit – und damit das Spektrum von weich bis aggressiv abdeckt. Die GX-Bank bringt Stereo-Oszillatoren ins Spiel und erweitert so das räumliche Potenzial des Instruments.
Das Preset-Browsing ist ein Highlight und zeigt die Vielseitigkeit des Instruments. Der Host demonstriert eine Bandbreite an Sounds: von breiten Polysynth-Pads und cineastischen Atmosphären über druckvolle Bässe, schimmernde Arpeggios bis hin zu expressiven Leads. Pads wie „Cars Can Fly“ und „Big Atmos Pad“ erinnern an klassische analoge Breite, während Keys, Plucks und Effekt-Patches die Bandbreite für moderne Produktionen illustrieren. Im Video wird auch gezeigt, wie sich Effekte wie Delay, Reverb und Distortion direkt umschalten lassen und so jedem Preset zusätzliche Dimension verleihen.
Mit einer Fülle an Presets – Arps, Synths, Pads, Keys, Leads, Plucks und mehr – präsentiert sich der Fabric Vintage CS als tiefgehende und vielseitige Klangpalette. Akai macht deutlich, dass das Video nur einen Bruchteil zeigt und lädt Nutzer ein, die umfangreiche Library selbst zu entdecken.
Integration und Workflow: Flexibilität für MPC und DAW
Für moderne Produzenten besonders wichtig: Das Video zeigt, wie nahtlos sich der Fabric Vintage CS ins Akai-Ökosystem einfügt. Ob auf MPC-Hardware, am MPC Desktop oder als Plug-in in gängigen DAWs – der Workflow bleibt konsistent und flüssig. Track-Duplizierung, Layering und Automatisierung von Parametern wie Filter-Cutoff werden in Echtzeit demonstriert und unterstreichen die Eignung des Instruments sowohl für hands-on Beatmaking als auch für komplexere Studio-Produktionen.
Diese Integration ermöglicht es, Ideen auf Standalone-MPCs zu skizzieren und sie ohne Brüche in der DAW weiterzuentwickeln. Der schnelle Preset-Zugriff, das intuitive Bedienlayout und die tiefen Sounddesign-Möglichkeiten machen den Fabric Vintage CS zur Brücke zwischen Vintage-Inspiration und modernen Workflow-Anforderungen – ideal für alle, die analogen Charakter in einer digitalen Welt suchen.
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