Baud Girl FM-1 VA: tafony entfesselt eine Taschen-Rave-Waffe

1. Oktober 2026

SPARKY

Baud Girl FM-1 VA: tafony entfesselt eine Taschen-Rave-Waffe

tafony taucht direkt in den neuen Virtual-Analog-Engine des Baud Girl FM-1 ein und verpasst diesem Billig-Synth eine ordentliche Portion Attitüde. Er beschönigt nichts beim Firmware-Update und nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um Menü-Macken geht. Wer eine schonungslose Meinung zu gestapelten Sägezähnen, dreckigen Filtern und Sequencer-Upgrades sucht, ist hier richtig. Direkt, trocken und mit ein paar klanglichen Überraschungen – das Video zeigt die ganze, chaotische Pracht.

Virtual Analog: Die Taschen-Rave-Maschine

Hier kommt die Schlagzeile: Der Baud Girl FM-1 hat jetzt einen Virtual-Analog-Engine, der richtig Dampf macht. tafony verliert keine Zeit – direkt rein ins neue Firmware, Sägezähne stapeln, Oszillatoren verstimmen und mit Drift den klassischen Analog-Wobble holen. Das Ergebnis? Fett, rotzig und erstaunlich groß für einen Synth, der aussieht wie ein WLAN-Dongle. Die Engine liefert die Basics: Sinus, Sägezahn, Dreieck, Rechteck – und die „Super“-Varianten für Trance-Flashbacks und Acid-Basslines.

Das eigentliche Highlight ist, wie viel Punch in dieser winzigen Kiste steckt. Supersaws bis zum Anschlag, verstimmt bis die Nachbarn die Polizei rufen, und ein Sub, der härter zuschlägt als dein alter Juno. tafony gibt’s ehrlich zu: Er wollte den FM-1 schon abstoßen, aber dieses Update hat ihn mit einem Grinsen zurückgeholt. Sogar PWM und genug Drift für ordentlich Bewegung sind am Start. Wie dreckig der Engine wirklich klingt? Das muss man im Video hören – Worte reichen da nicht.

Klingt fett. Ich liebe es.

© Screenshot/Zitat: Tafonyyvr (YouTube)

Firmware: Vom Browser direkt in den Bunker

Das ist wirklich die verstopfteste Website, die ich je gesehen habe.

© Screenshot/Zitat: Tafonyyvr (YouTube)

Firmware-Updates sind meistens Mist, oder? tafony ist erfrischend ehrlich: Der Prozess ist dank Browser-Upload meist schmerzfrei, aber das Gerät auf die richtige Version zu bringen, ist echter Krampf. Man muss sich durch eine seltsame Website kämpfen und MacOS-Sicherheitswarnungen austricksen. Ist das geschafft, kann man easy zwischen FM- und VA-Engine wechseln. Vorteil: Die FM-Presets bleiben erhalten – du musst also nicht auf deinen E-Piano-Käse verzichten, um neue, brutale Analog-Sounds zu bekommen.

Sequencer-Upgrade: Live, direkt und tief

Hier verlässt der FM-1 endgültig die Spielzeug-Ecke: Der Sequencer wurde ordentlich überarbeitet. Live-Recording ist jetzt möglich – Patterns in Echtzeit einspielen wie 1992. tafony zeigt, wie man Noten einhackt, overdubbt und (meistens) im Groove bleibt – aber erwarte keinen Metronom, der dich vor dem Chaos rettet. Polyphoner Sequencer? Klar, dazu Step-Editing und Ketten von bis zu 64 Steps für ausufernde Jams.

Das Beste: Die vier Regler sind jetzt immer live und direkt zuweisbar – wie bei einem echten Desktop-Synth, nicht Menü-Hölle. Filterfahrten, Resonanz, Envelope-Tweaks – alles on the fly, alles bereit für den verschwitzten Club. Die Encoder klicken zwar, aber für 80 Euro und so viel Kontrolle: Wen juckt’s? Wer mutig ist, kann sogar versehentlich Mr. Bean-Momente einbauen. Ran an die Kiste!

Sie sind zuweisbar. So kann ich meinen Cutoff live anpassen.

© Screenshot/Zitat: Tafonyyvr (YouTube)

Filter und FX: Mehr als nur Deko

Ich habe Lob für die Distortions in dieser Firmware gelesen, weiß aber nicht, ob sie neu sind.

© Screenshot/Zitat: Tafonyyvr (YouTube)

Reden wir über den Filter – kein Moog, aber mit 12dB- und 24dB-Optionen, Envelope-Modulation und Key-Tracking. tafony fährt Filterfahrten, die wirklich knurren, mit Hüllkurven, die sich durch den Mix boxen. Die Resonanz ist nicht schüchtern, die Filtermodi liefern genug Biss für Acid-Bass oder weiche Pads. LFOs? Modulationsmatrix? Natürlich – das Ding ist kein Anfänger-Spielzeug.

Bei den Effekten gibt’s Reverb, Soft- und Hard-Clipping, Foldback-Distortion und sogar Filter in der FX-Kette. Der Reverb gewinnt keinen Preis, aber alles auf zwölf Uhr drehen bringt schnell Dreck. tafony ist sich nicht sicher, ob die Distortions neu sind – aber egal! Heiß fahren, dreckig machen oder einfach etwas Raum dazugeben. Das Highlight bleibt die direkte Kontrolle und wie leicht man alles in den Griff bekommt.

Im Einsatz: Studio-Tricks und Bühnen-Chaos

tafony redet nicht nur – er zeigt, was der FM-1 kann: Patches schrauben, Filter quälen, Effekte stapeln. Der FM-1 macht im Studio wie auf der Bühne als Straßenwaffe eine gute Figur. Wer sehen will, wie ein Taschensynth in 30 Sekunden von Acid-Lines zu fetten Pads wechselt, sollte das Video anschauen. Da spürt man, was diese kleine Kiste entfesselt kann – aber das wilde Zeug erlebt man am besten bei tafony selbst, nicht nur im Text.


Diesen Artikel gibt es auch auf Englisch. Du findest ihn hier: https://synthmagazine.com/baud-girl-fm-1-va-tafony-unleashes-a-pocket-sized-rave-weapon/
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