Free Beat entfesselt das Polyend Synth 2.0 Update: Dreckig, schnell und noch nicht ganz am Ziel

25. Jänner 2026

SPARKY

Free Beat entfesselt das Polyend Synth 2.0 Update: Dreckig, schnell und noch nicht ganz am Ziel

Das Polyend Synth hat mit dem 2.0-Update einen ordentlichen Adrenalinschub bekommen – und Free Beat nimmt das Teil gnadenlos auseinander. Der neue DIRT-Engine verspricht schmutzigere Sounds, und das Szenenwechseln geht endlich schneller – wenn man auf Pad-Geklopfe steht. Aber Vorsicht: Die MIDI-Szenenwahl klafft immer noch als riesige Lücke und internes Clipping könnte deine Rave-Bunker-Träume ruinieren. Free Beats praxisnahe, direkte Art schneidet durch das Marketing-Geschwafel, zeigt die neuen Tricks und benennt die Schwächen. Wer den echten Dreck (Wortspiel beabsichtigt) will, bekommt hier die ehrliche Analyse.

DIRT Engine ist da: Polyend wird schmutzig

Endlich bringt Polyend die DIRT-Synth-Engine ins Synth – höchste Zeit. Free Beat zeigt direkt, was der neue Engine kann: dreckig, druckvoll und mit einer Wellenformanzeige, die auf deine Tweaks reagiert. Die DIRT-Engine ist kein Marketing-Blabla, sondern erweitert die Klangpalette wirklich und liefert abgefahrene Sounds direkt aus der Kiste.

Presets wie „robots“ bekommen ein Extra-Lob, und selbst wenn du kein Sounddesign-Nerd bist, gibt’s hier einiges zu entdecken. Das Update bringt das Synth auf Augenhöhe mit dem Play+ und macht Hoffnung auf zukünftige Tracker-Integration – aber jetzt geht’s erstmal um schnellen, dreckigen Sound. Wer den echten Dreck hören will, sollte Free Beats Jam-Session anschauen – Worte reichen da einfach nicht.

The big one is that we now finally have the dirt synth engine in the PolyAndSynth.

© Screenshot/Zitat: Freebeat (YouTube)

Pad-Power: Szenenwechsel im Turbomodus

That was a terrible performance, but you get the idea.

© Screenshot/Zitat: Freebeat (YouTube)

Schluss mit endlosem Gedrehe am Knopf, nur um eine Szene zu wechseln. Mit dem 2.0-Update springst du jetzt per Pad-Druck zwischen bis zu 60 Szenen. Free Beat demonstriert, wie die Pads aufleuchten, jede Szene zugeordnet – Szenenwechsel im Handumdrehen. Ein riesiger Fortschritt für alle, die schon mal beim Gig an der Bedienung verzweifelt sind.

Klar, die Performance im Demo ist etwas holprig (sagt Free Beat selbst), aber das Prinzip steht: Das ist ein echtes Upgrade für Live-Performer. Perfekt ist es nicht – gehaltene Noten können etwas seltsam reagieren – aber es ist Welten besser als das alte Scroll-und-Beten-System. Wer live spielt, erspart sich mit diesem Feature den nächsten Toaster-Kampf mit dem Interface.

MIDI-Szenenwechsel: Immer noch nicht da, immer noch nervig

Und jetzt der Haken: Du kannst immer noch keine Szenen per MIDI wechseln. Free Beat spricht das gleich zu Beginn an – und das aus gutem Grund. Wer mit externem Sequencer arbeitet oder Szenen automatisiert wechseln will, schaut weiter in die Röhre. Preset-Wechsel innerhalb einer Szene per Program Change? Geht. Kompletter Szenenwechsel? Fehlanzeige.

Diese Einschränkung hält das Polyend Synth weiter aus ernsthaften Live-Rigs raus, egal wie cool die neuen Features sind. Free Beat träumt von Timeline-basierten Szenenwechseln oder Fußschalter-Steuerung, aber bis Polyend liefert, bleibt nur das manuelle Pad-Drücken. Wer auf eine echte Performance-Waffe hofft, muss weiter auf das Firmware-Wunder warten.

We can't switch scenes via MIDI yet.

© Screenshot/Zitat: Freebeat (YouTube)

DIRT Engine Clipping: Sound-Grit oder einfach nur kaputt?

It is certainly clipping, and if I look over to my OBS monitor, which I know none of you can see, I'm not anywhere near clipping on that…

© Screenshot/Zitat: Freebeat (YouTube)

Die DIRT-Engine ist nicht nur Sonnenschein und Rave-Laser. Free Beat entdeckt fieses internes Clipping – und das liegt nicht an der Aufnahme, sondern passiert direkt im Synth. Auch bei korrektem Output-Level wird der Sound an den falschen Stellen digital zerfetzt.

Polyends Update-Historie macht Hoffnung auf einen Fix, aber aktuell ist das ein echtes Problem für alle, denen Soundqualität wichtig ist. Das Potenzial der DIRT-Engine ist riesig, aber niemand will, dass die Bassline vom Clipping zerhackt wird. Wer mit dem Teil auf die Bühne will, sollte die Ohren spitzen und auf Firmware-Updates hoffen.

Presets, Potenzial und das Performance-Fragezeichen

Free Beat taucht in die Presets ein und verliert sich in den kreativen Möglichkeiten des Synth 2.0. Es gibt viel zu lieben – abgefahrene Sounds, flexible Engines und genug Abwechslung für stundenlanges Experimentieren. Die Sunday-Session verspricht noch mehr Sound-Entdeckungen – wer hören will, was die Kiste wirklich kann, sollte ins Video reinschauen.

Aber hier die bittere Wahrheit: Solange MIDI-Szenenwechsel fehlen und das Clipping nicht gefixt ist, ist das Polyend Synth noch nicht bereit für die große Bühne. Im Studio macht’s Spaß und inspiriert, aber Live-Performer müssen weiter warten. Wenn Polyend zuhört, könnte daraus aber noch eine echte Straßenwaffe werden.


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