LOOKMUMNOCOMPUTER nimmt uns mit auf eine wilde Audio-Reise mit dicken 16-Spur-Tape-Loops und zeigt einmal mehr, dass unkonventionelle Methoden zu klanglicher Brillanz führen können. In Zusammenarbeit mit Hainbach erforschen sie die Grenzen der Bandmanipulation für ein faszinierendes Synth-Abenteuer.

Hainbachs Besuch und der mächtige Tascam
Hainbach kam für ein paar Tage zur Schall-Experimentation mit LOOKMUMNOCOMPUTER vorbei. Die beiden haben eine Vergangenheit mit Musikprojekten, die immer auf Band aufgenommen wurden. Dieses Mal war der Star der Show ein Tascam MS-16, ein 16-Spur-Rekorder, mit dem LOOKMUMNOCOMPUTER seit einigen Monaten herumexperimentiert. Verbunden mit einem Mischpult, das er sich von einem Freund namens Pedro ausgeliehen hatte, ermöglichte diese Mittelklasse-Maschine ihnen, Aufnahmen nach der Aufnahme zu manipulieren. Es geht darum, die Knöpfe und Fader in unerforschte Gebiete zu drehen.
Das große Looping-Abenteuer
Hier wird es herrlich chaotisch. Sie begaben sich darauf, ein 16-Kanal-Multitrack-Tape-Loop mit dickem, zollbreitem RTM911-Band zu erstellen. Beginnend mit normalen Instrumentenaufnahmen, pitchten sie diese herunter und legten Keyboard-Teile übereinander, um ein Fundament zu schaffen. Dies war kein gewöhnlicher Spleißjob. Nachdem sie die Länge mit ihrer ‚vagen Mathematik‘ angenähert hatten, stürzten sie sich in eine Spleißsitzung, die für Uneingeweihte ein Albtraum wäre. Zehn Meter schweres Band später, markiert und bereit, machten sie sich daran, Synchronität um die führenden Riemenscheiben zu schaffen. Das Schöne daran? Jeder Dreh am Mischpult eröffnete neue Dimensionen. Wie sie entdeckten, „wenn Sie Bearbeiten drücken, ignoriert es hier die Spannung,“ womit sie ihr techisches Know-how mit einem Hauch punkiger Kühnheit unter Beweis stellten. Es ist nicht so lang und von Desastern geplagt, wie es hätte sein können, was fast so triumphal ist, wie es wird.

"Das ist ein 16-Kanal-Multitrack-Tape-Loop auf zoll-dickem RTM911-Band."
("That is a 16-channel multi-track tape loop on inch-thick RTM911 reel-to-reel tape.")© Screenshot/Zitat: Lookmumnocomputer (YouTube)
Mischpult Wahnsinn

"Jetzt haben wir das Tape-Loop eingerichtet und es gibt eine Multitrack-Aufnahme darauf."
("Now we've got the tape loop set up and there is a multi-track recording on the tape loop.")© Screenshot/Zitat: Lookmumnocomputer (YouTube)
Mit dem endlich funktionierenden Multitrack-Tape-Loop zeigte LOOKMUMNOCOMPUTER das magische Zusammenspiel zwischen dem Mischpult und dem Band. Jeder der 16 Kanäle hatte seine Spur auf dem Band, die unabhängig kontrolliert werden konnte—wie Audio-Tetris, das sich in Position einriegelt. Diese kreative Freiheit bedeutet Post-Recording-Adjustierungen en masse: Lautstärke ändern, Equalizer-Einstellungen anpassen und sogar Signale an externe Effekte wie das Powertran Digital Delay senden. Der gesamte Prozess ist eine Demonstration, wie ein Reel-to-Reel sowohl als Instrument als auch als Performer dienen kann, und eine Melange von Sounds am Dreh eines Knopfes heraufbeschwören kann.
Live-Stream Alchemie
LOOKMUMNOCOMPUTER und Hainbach brachten die Bandmanipulation auf die nächste Stufe und spielten live, während sie die Session an ihre Patreon-Patrons streamten. Sie gingen über das einfache Spurenlegen hinaus; Hainbach übernahm das Live-Mischen, drehte die Kanaleffekte und leitete sie durch eine bunte Mischung von Delays. Währenddessen legte LOOKMUMNOCOMPUTER Live-Synthesizer-Teile darüber, um dem Loop ein lebendiges Gefühl zu verleihen. Die Jamsession verwischte die Grenzen zwischen sorgfältigem Ingenieurwesen und punkrockiger Spontaneität. Jeder Loop-Zyklus war eine Gelegenheit, Klänge in Echtzeit neu zu interpretieren und zu beweisen, dass ein experimenteller Geist überraschende klangliche Landschaften hervorbringen kann. Das war ein richtiges Studio-Gig mit Kabeln, Knöpfen und ohne Sicherheitsnetz. Reden wir mal darüber, dem Klang Farbe zu verleihen.

"Wir haben jetzt die Möglichkeit, auf das Tape-Loop aufzubauen, indem wir Delays und Effekte einbringen."
("We've now got the ability to build onto the tape loop by bringing in delays and bringing in effects.")© Screenshot/Zitat: Lookmumnocomputer (YouTube)
Rückwärtsmagie und zukünftige Verwirrungen

"Einige Teile passten nicht ganz, also überschrieben wir diese mit Teilen, die vorwärts laufen."
("Some of the bits didn't quite fit, so we recorded over those with bits going forward.")© Screenshot/Zitat: Lookmumnocomputer (YouTube)
Nicht jeder Mix passte, was das Duo dazu veranlasste, einige Segmente zu überschreiben, sogar einige Teile rückwärts zu drehen. Unterstützt von ihren verdrehten Techniken verliehen diese rückwärts abgespielten Rollen dem Loop eine unerwartete Dimension—es war, als würde man einem Synthesizer aus einer neuen Perspektive begegnen. Als die Session zu Ende ging, resultierte dies in einem komplett neuen Track, der die traditionelle Loop-Form herausforderte. Auch wenn wir nicht wissen, wann neue Tape-Loops auftauchen werden, bieten ihre Patreon-Vorschauen mehr Einblicke. Es ist klar, dass LOOKMUMNOCOMPUTER keine Angst hat, die noch unentdeckten Gebiete der Tape-Manipulation zu erforschen, und wir sind gespannt auf ihren nächsten Sprung in die audio-taktische Kuriosität.
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