Modal Electronics zeigt in diesem offiziellen Walkthrough die Modulationsarchitektur des ELEMENT One. Im Fokus stehen Hüllkurven, LFOs und die praxisnahe Matrix. Joystick, Regler, Aftertouch und Velocity werden als Modulationsquellen für ausdrucksstarkes Sounddesign demonstriert. Wir analysieren die gezeigten Workflows, das Interface und das kreative Potenzial – und benennen auch offene Fragen.

18. September 2026
LYRA
Modal Electronics ELEMENT One: Das Modulationssystem entschlüsselt
Vorstellung des ELEMENT One: Digitale Power für Performer
Das Video beginnt mit der Einordnung des ELEMENT One als 8-stimmigen virtuellen Analogsynthesizer von Modal Electronics, der gleichermaßen für intuitives Spielen wie für komplexes Sounddesign konzipiert ist. Besonders auffällig ist der Fokus auf unmittelbare Bedienung – keine endlosen Menüs, sondern direkter Zugriff auf klangformende Werkzeuge. Das Video verspricht zu zeigen, wie Modulation statische Klänge zum Leben erweckt und stimmt damit auf eine Tour durch die Ausdrucksmöglichkeiten des Synths ein.
Die Modulationsmatrix: Hüllkurven, LFOs und kreative Slot-Vergabe
Modals Ansatz zur Modulation ist kompromisslos vielseitig: Drei dedizierte Hüllkurvengeneratoren, drei LFOs bis in den Audiobereich und eine 8-fach Modulationsmatrix bilden das Rückgrat des Systems. Das Video führt durch das übersichtliche Layout – sowohl am Gerät als auch in der App – in dem Quellen und Ziele workflow-orientiert zugeordnet werden. Modulationsslots und vorgegebene Standardroutings sind auf einen Blick erkennbar, was das Patchen transparent und schnell macht.
Jeder Slot kann mit einer von zwölf Quellen belegt werden, darunter der MEG (Modulationshüllkurve), alle drei LFOs, Velocity, Aftertouch, Joystick-Achsen (X und Y, jeweils positiv und negativ) und mehr. Die Ziele reichen von Oszillatorparametern über Filter-Cutoff und Resonanz bis zu Effekten. Die Möglichkeit, Modulation bipolar zuzuweisen, eröffnet kreative Spielräume, da Parameter dynamisch in beide Richtungen beeinflusst werden können. Diese Direktheit zieht sich durch: Man sieht, was geroutet ist, kann die Intensität sofort anpassen und behält stets den Überblick über die Modulationsarchitektur.

"Wir können diese tatsächlich bipolar nutzen, also Parameter sowohl negativ als auch positiv beeinflussen."
© Screenshot/Zitat: Modalelectronics (YouTube)
Joystick und zuweisbare Regler: Modulation in Echtzeit
Hands-on-Performance steht im Mittelpunkt. Das Video hebt den vierachsigen Joystick als zentrales Makro-Bedienelement hervor und zeigt, wie er gleichzeitig mehreren Zielen zugewiesen werden kann – etwa Oszillator-Sync, Algorithmus-Mix, Effektlevel und mehr. Mit einer einzigen Bewegung lassen sich ganze Klangbereiche in Echtzeit morphen, wobei Modulationstiefe und Polarität kreativ gestapelt werden können. Die zuweisbaren Regler bieten zusätzliche haptische Kontrolle und ergänzen den Joystick für nuancierte Parameterfahrten ohne Menüunterbrechung.
In diesem Abschnitt werden beispielhafte Patches durchgespielt, die die unmittelbaren klanglichen Ergebnisse dieser Zuweisungen zeigen. So moduliert etwa die Y+-Achse des Joysticks gleichzeitig Oszillator-Sync und MEG-Tiefe, während weitere Parameter wie Oszillator-Ratio und Symmetrie für sich entwickelnde Klangverläufe gestapelt werden. Die Routings sind sowohl direkt am Gerät als auch über die App möglich – der Workflow bleibt konsistent, egal ob man spontan schraubt oder im Studio plant.
Aftertouch und Velocity: Ausdrucksstarke Tiefe für moderne Sounds

"Aftertouch kann als Modulationsquelle verwendet werden."
© Screenshot/Zitat: Modalelectronics (YouTube)
Das Modulationssystem des ELEMENT One gewinnt durch Aftertouch und Velocity als Quellen zusätzliche Ausdrucksstärke. Im Video wird gezeigt, wie Aftertouch auf den Filter-Cutoff gelegt wird, sodass der Spieler mit Fingerdruck Obertöne öffnet – Klangveränderungen werden so unmittelbar wie ein Tastendruck. Diese Routings sind nicht versteckt: Matrix und Standardslots zeigen klar, wohin Aftertouch führt, und der Effekt ist sofort hörbar.
Velocity wird als mehrdimensionale Modulationsquelle genutzt, die gleichzeitig Oszillator-Spread, Filter-Cutoff, Resonanz und Filtermorphing steuert. Durch diese Layer entstehen komplexe, reaktionsschnelle Patches, die sich mit jedem Ton oder Arpeggio verändern. Auch Noten selbst können als Modulationsquelle dienen, etwa um mit höheren Tasten den Filter weiter zu öffnen – klassisches Keyboard-Tracking. All das geschieht in einer Oberfläche, die Übersicht und Tempo betont: Quelle zuweisen, Tiefe einstellen, Ergebnis hören – ohne Rätselraten.
Einfach, flexibel und bereit zum Experimentieren
Zum Abschluss betont das Video, wie zugänglich der Modulations-Workflow beim ELEMENT One ist: Acht Slots, zwölf Quellen, fünfundfünfzig Ziele – alles bereit zum Ausprobieren. Mit dieser Flexibilität werden Spieler und Sounddesigner ermutigt, Grenzen auszuloten: LFO-Raten mit Hüllkurven modulieren, Joystick-Zuweisungen stapeln oder Velocity in unerwartete Bereiche der Klangerzeugung schicken. Die Botschaft ist klar: Patches lebendig zu machen ist ebenso eine Frage der Neugier wie der Architektur – und Modals System findet die Balance zwischen Power und Direktheit.

"Modulation am Element 1. Es könnte nicht einfacher sein. Jeder kann das machen."
© Screenshot/Zitat: Modalelectronics (YouTube)
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