Bereit für eine wilde Fahrt durch das Outback des DIY-Synth-Baus? Robin Vincent von Molten Music Technology stürzt sich kopfüber in den Neutral Labs Luna – eine von Lunetta inspirierte Kiste voller Klangchaos, die deine Patchkabel ordentlich durcheinanderwirbelt. Das ist kein gewöhnliches Solder-and-Play-Kit; hier wartet eine echte Herausforderung, gespickt mit schrägen Bauteilen und Anleitungen, die wie eine kryptische Schatzkarte daherkommen. Robins unverwechselbarer Mix aus trockenem britischen Humor und ehrlicher Praxis macht diese Reise ebenso unterhaltsam wie lehrreich. Wer auf unberechenbare Noise-Maschinen steht und beim Löten nicht gleich ins Schwitzen kommt, ist hier goldrichtig, Kumpel.

20. März 2026
TAS
Molten Music Technology dreht durch: Der Bau des Neutral Labs Luna Synths
Luna: Synthesizer-Exot im Kasten
Molten Music Technology startet mit einer Vorstellung des Neutral Labs Luna, eines Synths, der so weit von Mainstream entfernt ist wie ein Känguru von der Straßenbahn. Das ist keine gewöhnliche Bleep-Bloop-Maschine – es ist ein Lunetta-basiertes Biest, eine Hommage an Stanley Lunettas Logikchip-Experimente aus den 70ern und 80ern. Der Luna steht für metallisches Kreischen, raue Texturen und Klänge, bei denen die Nachbarn an deinem Geisteszustand zweifeln könnten.
Robins erste Eindrücke schwanken zwischen Neugier und leichter Verwirrung – genau das, was man bei einem Synth erwartet, der die Regeln bricht. Der Luna legt alle Ein- und Ausgänge auf die Frontplatte, lädt zum Bau eines temporären musikalischen Computers ein. Wer höfliche, vorhersehbare Klänge sucht, ist hier falsch – diese Kiste ist für alle, die Sounddesign mit einer Prise Chaos und Unberechenbarkeit mögen.

"Der Luna ist, soweit ich das beurteilen kann, eine Art seltsamer, mystischer Synthesizer, den vorher noch niemand erdacht hat."
("The Luna, as far as I can work out, is some kind of weird mystical synthesizer that nobody ever thought of before.")© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Der Bau: Lötchaos und Tütenroulette
Beim Zusammenbau merkt Robin schnell: Der Luna-Bausatz ist liebevoll verpackt, aber die Anleitung so klar wie ein Sandsturm bei Sonnenuntergang. Jeder Schritt ist ein neues Abenteuer – mal sucht man die richtige Tüte, mal kämpft man mit Bauteilen, die ein Eigenleben führen. Der Plauderton des Handbuchs ist charmant, lässt aber viel Raum für Stirnrunzeln und gelegentliche Lötpannen.
Der Prozess ist komplex: Ein Berg von Patchbuchsen, Potis, Kondensatoren, Schaltern und LEDs will gezähmt werden. Manchmal fühlt es sich an wie Emus hüten – besonders, wenn alles für die Frontplatte ausgerichtet werden muss. Robins Geduld wird durch fehlende Fotos und Aufzählungen auf die Probe gestellt, aber er hält durch, gibt praxisnahe Tipps und nimmt sich selbst nicht zu ernst.
Das ist kein Kit für Ungeduldige oder Sofort-Belohner. Hier verbringt man Stunden mit Löten, Kontrollieren und gelegentlichem Fluchen. Aber wer Herausforderungen liebt und mit etwas Chaos umgehen kann, wird mit einem Erfolgsgefühl belohnt, das seinesgleichen sucht.
Deep Dive: Features und Kreativpotenzial
Ist der Luna erst einmal fertig, öffnet sich ein Spielplatz voller Klangmöglichkeiten. Robin führt durch das Layout des Synths – fünf Oszillatoren, ein Mischbereich, Lowpass-Gates, Effekte und ein schräges Interface, das zum Experimentieren einlädt. Das Design ist kompromisslos eigenwillig und fordert dazu auf, zu patchen, zu drehen und bei jeder Session neue Sounds zu entdecken.
Das kreative Potenzial des Luna ist riesig für alle, die bereit sind, sich in seiner Logik zu verlieren. Hier geht es nicht um sofortige Hooks oder polierte Presets – sondern um das Eintauchen ins Geräusch, glückliche Zufälle und das Umarmen des Unvorhersehbaren. Wer gerne einfach mal an Knöpfen dreht, um zu sehen, was passiert, wird mit diesem Synth lange Spaß haben.
Live-Test: Chaos willkommen!

"Das Schöne an Neutral Labs-Kisten ist, dass sie auf ihre Weise unverständlich, aber auch experimentell, faszinierend, fesselnd, glitchy und verrückt sind."
("The beautiful thing about Neutral Labs boxes is that they are in many ways incomprehensible but also experimental and fascinating and absorbing and glitchy and crazy.")© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
Robin testet den Luna live und das Ergebnis ist so wild wie ein missglücktes BBQ. Der Synth spuckt glitchige Rhythmen, metallische Drones und unvorhersehbare Sequenzen aus – mal brav, mal völlig außer Kontrolle. Es ist eine praktische Demonstration der experimentellen Seele des Luna, bei der jeder Patch neue Klangwelten eröffnet.
Den Luna in Aktion zu sehen, zeigt: Manche Dinge lassen sich einfach nicht in Worte fassen. Die wahre Magie steckt im unvorhersehbaren Zusammenspiel von Logikschaltungen und Patchkabeln – das erlebt man am besten selbst (und vielleicht mit einem Feuerlöscher in Reichweite). Wer das volle Wahnsinnspotenzial hören will, sollte sich unbedingt das Video anschauen.
Bau-Reflexionen: Tipps und Verbesserungswünsche
Robin schließt mit ehrlichem Feedback zum Bauprozess ab. Der Luna-Bausatz ist zwar machbar, könnte aber mit klareren Anleitungen, mehr Fotos und einer Schritt-für-Schritt-Struktur deutlich angenehmer sein. Das komplette Löten der Frontplatte in einem Rutsch ist ein Rezept für Frust – in kleinere Etappen aufgeteilt, wäre das Leben leichter.
Er schlägt vor, ein Spezialwerkzeug zum Festziehen der Muttern und ein strukturierteres Handbuch beizulegen, um aus dem Luna einen echten Bastelspaß zu machen. Trotzdem: Das Erfolgserlebnis am Ende ist echt, und der wilde, experimentelle Charakter des Luna macht die Mühe für jeden Synth-Fan lohnenswert, der Herausforderungen liebt.

"Obwohl ich den Plauderton mag, eignet er sich nicht wirklich dafür, etwas Schwieriges umzusetzen."
("While I quite like the conversational approach, it's not very... it doesn't lend itself to trying to do something which is quite difficult.")© Screenshot/Zitat: Moltenmusictech (YouTube)
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